FCB-Torschütze Shaqiri

08. April 2012 01:50; Akt: 08.04.2012 01:50 Print

«Wir lassen uns nicht stressen»

von Eva Tedesco - Der FC Luzern leistet gegen den FC Basel Widerstand und erkämpft sich gegen den dominanten Leader der Super League ein verdientes 1:1-Remis.

FCB-Flügel Xherdan Shaqiri über sein Traumtor, Spektakel und Rechenspiele. (Quelle: 20 Minuten Online)
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«Ein ausverkauftes Haus. Ein spannendes Spiel, das zu jeder Zeit in eine Richtung hätte kippen können», sagt FCL-Präsident Walter Stierli kurz nach Spielschluss und lächelt zufrieden in die Runde, «ich glaube, mit der Punkteteilung können auch die glücklich sein, die sich einen Luzerner Sieg gewünscht haben.» Tatsächlich verdiente das Duell zwischen dem Ersten und dem Tabellenzweiten der Super League das Attribut Spitzenspiel. Es war ein Hin und Her mit vielen Torszenen und Spannung - vor allem nach der Pause.

Schon sehr früh war der FCB durch ein sehenswertes Tor von Xherdan Shaqiri in Führung gegangen. Der Basler Zauberzwerg verwandelte eine Vorlage von Abwehrchef David Abraham mittels einer Bicicletta (3.) zum 1:0 für Rotblau. Es war der siebte Saisontreffer des künftigen Bayern-Stars. Träumt man als Profi von so einem herrlichen Traumtor? «Ich glaube nicht, das passiert einfach so auf dem Platz», sagt Shaqiri und lacht verschmitzt. Trotz des Remis ist der kleine Flügelflitzer der Bebbi zufrieden.

Shaqiri hat konkrete Ziele zum Abschied

«Wir hätten mit einer 2:0-Führung in die Pause gehen müssen, aber leider haben wir unsere Chancen nicht verwertet. In der zweiten Halbzeit hat der Luzerner Trainer umgestellt, drei Verteidiger und einen zusätzlichen Mann im Zentrum eingesetzt. So hatten sie etwas mehr Raum und konnten mehr Druck ausüben», sagt Shaqiri. Zum Meistertitel lässt er sich aber (noch) nicht gratulieren. «Es ist rechnerisch noch nicht sicher. Deshalb schauen wir weiter von Spiel zu Spiel», sagt Shaqiri. «Natürlich wollen wir so früh wie möglich Meister werden, aber wir lassen uns nicht stressen.»

Der FC Luzern und der FC Basel boten den 17000 Fans in der ausverkauften swissporarena Spektakel, die Fans machten dankend mit. Jetzt gilt es, die Konzentration auf den kommenden Cup-Halbfinal zu richten. «Gegen Winterthur sind wir klarer Favorit. Wir wollen unser Spiel durchziehen und die Partie in neunzig Minuten für uns entscheiden. Dann sind wir im Final. Ich will das – denn ich will mich mit dem Double vom FCB und den Fans verabschieden», so der FCB-Jungstar.
FCB-Captain Marco Streller kann mit dem 1:1 in Luzern gut leben. (Video: 20 Minuten Online)