Frauen-Nati

19. Juli 2017 04:17; Akt: 19.07.2017 04:29 Print

«Wir spielten so schlecht, dass man sich schämt»

Der Schweizerinnen legen bei ihrer EM-Premiere einen Fehlstart hin. Nach der Partie üben sowohl die Trainerin als auch die Spielerinnen Selbstkritik.

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Die Schweizerinnen waren forsch aufgetreten im Vorfeld der EM in den Niederlanden. Sie hatten das Erreichen der Viertelfinals als klares Ziel formuliert und die Rolle des Favoriten auf Platz 2 hinter Frankreich, dem vermeintlich stärksten Team der Gruppe C, akzeptiert. Sie wollten einen Schritt weitergehen als an der WM vor zwei Jahren, als sie in Kanada erstmals an einer Endrunde teilgenommen hatten. Jede Einzelne sammelte damals einmalige Erfahrungen fürs Leben, als Team holten sie sportlich aber nicht das Maximum heraus.

Der Auftakt ins EM-Abenteuer missglückte aber total. Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg sprach klare Worte nach dem 0:1 zum Auftakt in Deventer gegen Österreich und dem enttäuschenden Auftritt der Mannschaft. «Wir haben auf allen Positionen nicht das gezeigt, was es gebraucht hätte, um gegen einen solchen energischen, präsenten und robusten Gegner zu bestehen.» Insbesondere nahm sie auch ihre Führungsspielerinnen in die Pflicht: «Ich erwarte von den Achsenspielerinnen, dass sie klare Entscheide fällen. Das haben sie nicht geschafft».

Chancen blieben Mangelware

Ob Captain Caroline Abbé, Ana-Maria Crnogorcevic, Lia Wälti, Martina Moser oder Lara Dickenmann, sie alle erwischten keinen guten Tag. Die vor dem Spiel angeschlagene Ramona Bachmann zeigte zwar einige gute Ansätze, verpasste aber jeweils nach einem schönen Dribbling den richtigen Moment des Abspiels. Chancen blieben lange Zeit Mangelware.

Auch die Spielerinnen selbst übten Selbstkritik. «Die erste Halbzeit haben wir so katastrophal gespielt, dass man sich ein wenig schämt, wenn man auf dem Platz steht», sagte Lia Wälti. Martina Moser ergänzte: «Alles, was wir uns vorgenommen haben, ging in die Hose. Wir wollten in Schönheit sterben, anstatt die Bälle einfach wegzuschlagen.»

«Es geht um alles oder nichts»

Normalform erreichte kaum eine. Noelle Maritz fiel zumindest nicht negativ auf, die erst 18-jährige Géraldine Reuteler hatte einen schweren Stand. Die eingewechselten Vanessa Bernauer, Jana Brunner und Eseosa Aigbogun standen in der Schlussphase auf dem Platz, als die SFV-Auswahl nach dem Platzverweis gegen Rahel Kiwic in Unterzahl ihre beste Phase hatte.

Nach dem heftigen Dämpfer geht es für die Schweizerinnen nun darum, im Hinblick auf die Partie am Samstag gegen Island in Doetinchem die richtigen Schlüsse zu ziehen. Voss-Tecklenburg schöpft Mut aus den letzten 20 Minuten der Partie, «in denen die Mannschaft Charakter gezeigt hat». Island verfügt wie Österreich über eine physisch starke Mannschaft, gegen Frankreich verloren die Isländerinnen zum Turnierauftakt nur 0:1.

Ein Sieg für die Schweiz ist Pflicht, will die SFV-Auswahl nicht bereits nach zwei Partien weg vom Fenster sein. Oder wie es Martina Moser sagte: «Es geht um alles oder nichts.»

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Biger Ben am 19.07.2017 05:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Phrasendröscherei

    Dass man eine miserable "Leistung" mit eingeübten Textphrasen "analysieren" kann zeigt, dass "frau" wenigsten neben dem Spielfeld ein einigermassen professionelles Niveau erreicht hat! Es dürfte sich nämlich als wahre Kunst erweisen, dieses "Rasengetümmel", das nicht einmal im Entferntesten mit Fussbal in Verbindung gebracht werden konnte, so darzustellen, als hätten bloss einige Zuordnungen und Aufgabenverteilungen nicht gestimmt. Hier muss man (sorry "frau") mit der Analyse wohl viel weiter unten beginnen. Zum Beispiel beim Thema "was ist Fussball"! Weiterhin viel Spass beim Schämen!

  • Dan am 19.07.2017 05:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trainerin

    Sorry, aber Taktik, Spielkonzept, Gameplan, das Einstellen der Spielerinnen, analysieren des Gegners etc. ist der Job Trainerin. Also Ihr Job, Frau Voss-Tecklenburg. Da haben Sie versagt!

  • Marty am 19.07.2017 05:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlecht eingestellt...

    Wie kann eine Trainerin ihre Mannschaft mit der gezeigten Einstellung aufs Feld schicken? Die standen Da wie das Häschen vor der Schlange. Und wohlgemerkt...Austria war der Gegner. Hat man mal wieder im Schweizer Spitzensport die passenden, aber nicht die richtigen Leute eingesetzt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mani Motz am 19.07.2017 10:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gespannt

    Sie können ja ihre Klasse in den nächsten 2 Spielen noch beweisen.

  • JSED am 19.07.2017 10:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    lafern

    Aber zuerst gross lafern, über die Österreicher herziehen und etwas spötteln

  • Adriano am 19.07.2017 09:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    lessons learned?

    Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Alles vergessen und neu starten... Kunnt scho!!

  • Lionel2015 am 19.07.2017 09:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schämen

    müsst ihr euch nicht, denn besser als diese Leistung geht gar nicht.

  • Rudolf am 19.07.2017 08:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verhältnissmässigkeit 

    Wie kommen die Medien dazu dieser auf fragwürdigem Niveau stehenden Sport eine solch grosse Präsenz zu bieten.Irgendwelche geldversessen Strippenzieher haben hier ganze Arbeit geleistet.Man könnte gerade so gut 2.Liga interreg (Männer)zur Prime Time übertragen.Es gibt viele andere Sportarten die nur etwas mehr Medienpräsenz verdient hätten.Die Relation stimmt hier einfach nicht.Frauenfussball ja,aber bitte nicht so.Aber wenn die Wirtschaft einmal eingestiegen ist verschieben sich die Werte anscheinend.Money makes the Sports Go round.