Interview Murat Yakin

01. Dezember 2011 23:02; Akt: 01.12.2011 23:40 Print

«Wir wollen als Leader in die Rückrunde!»

von Andy Huber - Luzern-Trainer Murat Yakin bestreitet morgen gegen den FC Basel den Spitzenkampf der Super League. Besondere Emotionen hat der Basler gegen seinen Ex-Klub fast keine.

storybild

Luzerns Trainer Murat Yakin will mit einem Sieg in Basel dafür sorgen, dass in der Innerschweiz alle schöne Weihnachten feiern können. (Foto: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Murat Yakin, das Duell gegen den FC Basel muss doch als Basler Ihren Adrenalinspiegel gewaltig steigern.
Murat Yakin:
Tut es aber nicht. Ich habe in meinen inzwischen über 200 Partien als aktiver Fussballer in der obersten Schweizer Liga zu viel erlebt, als dass da noch spezielle Sentimentalitäten Platz hätten. Aber ich gebe schon zu: Mein Bruder Hakan und ich gegen unseren Ex-Klub – das ist schon eine eher besondere Konstellation.

Was haben Sie sich für dieses Duell vorgenommen?
Das ist ganz einfach: Basel und Luzern wollen als Leader in die Winterpause gehen. Also haben wir nur einen Auftrag: Wir werden unser Bestes geben, damit alle in der Innerschweiz schöne Weihnachten feiern können. Für mich ist klar, dass wir als Leader in die Rückrunde gehen können.

Es wird der zweitletzte Auftritt Ihres Bruders Hakan in der Super League sein, bevor er zu Bellinzona wechseln wird. Geschieht dieser Abgang in die Anonymität im Nachhinein nicht zu früh – Hakan ist doch, wie man so schön sagt, noch voll im Saft?
(Schmunzelt) Wer sagt denn, dass er in der nächsten Saison nicht wieder ganz oben mitspielen wird? Nein, Hakan wird auch in der Challenge League noch zeigen, was er draufhat. Davon bin ich überzeugt.

Gibt es in seinem letzten Heimspiel gegen Servette irgendwelche Aktivitäten für ihn – ist ein Abschiedsfest geplant?
Da habe ich keine Ahnung. Aber wir lassen uns gerne überraschen.

Eine Frage noch: Was läuft jetzt wirklich mit Ihnen und dem FCB? Sie werden trotz Ihres Bekenntnisses zum FC Luzern immer noch als heimlicher Nachfolger von Thorsten Fink gehandelt.
Lasst mich einfach machen. Ich hatte beim FC Thun wie auch jetzt in Luzern klare Vorstellungen, was ich tun will. Mir macht die Arbeit beim FC Luzern grossen Spass und ich habe noch einiges vor in der Innerschweiz.