Drakonische Strafe

25. Dezember 2011 12:24; Akt: 25.12.2011 12:25 Print

30 Jahre Stadionverbot für Ajax-Hooligan

Ajax Amsterdam hat den Übeltäter vom Cupspiel gegen Alkmaar hart angefasst. Der holländische Verein schliesst den Hooligan, der auf den gegnerischen Goalie losging, für drei Jahrzehnte vom Stadion aus.

Die Attacke auf Alkmaar-Goalie Alvaro Esteban. (Video: YouTube)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Ajax Amsterdam verhängte gegen den Hooligan, der am Mittwoch mit seiner Goalie-Attacke den Abbruch des Cupspiels zwischen Ajax und Alkmaar verursacht hatte, ein 30-jähriges Stadionverbot. Der 19-Jährige darf sich nach seinem Angriff auf Alkmaars Torhüter Alvaro Esteban an Spieltagen somit nicht im und am Stadion sowie in der Amsterdamer Innenstadt aufhalten. Es ist das längste Stadionverbot, das Ajax jemals ausgesprochen hat. Über ein landesweites Stadionverbot entscheidet in den nächsten Wochen der holländische Verband (KNVB).

Ajax teilte mit, dass der Hooligan auch für die Kosten aufkommen müsse, die durch den Spielabbruch verursacht worden sind. Die Person, die ihm die Eintrittskarte vermittelt hatte, wurde mittlerweile identifiziert. Auch sie wird für die entstandenen Kosten zur Verantwortung gezogen.

Hausverbot im Supermarkt

Im Frühjahr hatte der Hooligan, dem in Amsterdam im Vorjahr ein Stadionverbot von drei Jahren auferlegt worden war, eine kurze Strafe wegen Hehlerei abgesessen. Dies berichtete die Tageszeitung «De Volkskrant». Zudem hat er an seinem Wohnort in Almere Hausverbot in einem Supermarkt, weil er dort in der Getränkeabteilung auf Flaschen urinierte.

Am Samstag verlängerte ein Richter die Untersuchungshaft des Hooligans um 14 Tage.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Simon Kaiser am 22.12.2011 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    Fragwürdig

    Super, der greift den Goalie an, dieser wehrt sich und kassiert die rote Karte... Das kann doch nicht sein. Gute Entscheidung des Teams, das Spielfeld zu verlassen.

  • Tobi am 22.12.2011 11:58 Report Diesen Beitrag melden

    Das war keine Notwehr

    So wie ihr alle hier schreibt, dass das "Notwehr" sei, geh ich mal davon aus, dass ich nächstes Mal einen betrunkenen Angreifer halb tot treten darf, auch wenn er schon am Boden liegt??? Notwehr bedeutet nicht, dass man einen Weitertreten darf wenn der schon am Boden liegt! Schiedsrichter hat völlig richtig gehandelt.

  • SK Züri am 22.12.2011 10:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ebe geil

    Hätte genau gleich reagiert!!! Soll sich der tohrhüter verprügeln lassen ???

Die neusten Leser-Kommentare

  • empty()set am 26.12.2011 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Gut reagiert vom Verband!

    Eine Sperre von 30 Jahren, das Tragen der Kosten UND auch Bestrafung desjenigen, der ihm das Tocket vermittelt hat - da könnte sich der Schweizer Verband etwas abschauen. Aber hier würde man wohl noch abklären, wie der Goalie zu bestrafen wäre. Lächerlich!

  • Sascha R. am 26.12.2011 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    Vorbild!

    Dieser Goali ist ein perfektes Vorbild für die Jungen, die von unser Bünzli-Kultur geprägt sind. Er zeigt nähmlich das man sich an einem Punkt halt auch mal mit den gleichen Waffen wehren soll. Als Bünzli lässt man sich attackieren und spitalreifschlagen, als sich zu wehren und wenn einer dies tut, wird er noch von den Bünzliweicheiern als unsportlich bezeichnet. Und kommt jetzt nicht mit Kommentaren wie:Er hätte wegrennen können und warten können, bis das Sicherheitpersonal eingegriffen hat, den dieses hätte den Typen gar nicht erst aufs Feld lassen dürfen!

  • Manuel Poschung am 25.12.2011 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    FIFA-Fairplay-Award

    Ich würde den Goalie sogar für den FIFA-Fairplay-Award nominieren. Seine Tat könnte ein Exempel statuieren und viele Vollspasten künftig davon abhalten, das Spielfeld zu stürmen.

  • Claudio am 25.12.2011 14:25 Report Diesen Beitrag melden

    Bringt nichts.

    Was soll dass Stadionverbot?! Der kann auch 100 Jahre Stadionverbot haben und der kommt trotzdem ins Stadion rein. Angeblich hatte er ja Stadionverbot bei dieser Szene und er war trotzdem auf dem Fussballfeld zu sehen, also was sollen diese Strafen die nichts bringen?? Ab in den Knast mit ihm für 30 Jahre, dann möchte ich sehen wie viele sich mit anstand benehmen im Stadion.

  • Adrian Koller am 25.12.2011 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig

    Es war die richtige Reaktion des Torhüters. Ich würde es als Notwehr durchgehen lassen. Wen er nichts tut, könnte der Hooligan ein Messer aus der Tasche ziehen und ihn damit attackieren.

    • Arthur Klossner am 26.12.2011 10:36 Report Diesen Beitrag melden

      Superman oder Lausbub?

      Notwehr ? Wenn man auf jemanden eintritt der schon am Boden liegt? Das ist nicht euer Ernst, oder? Meiner Meinung nach hat der Schiedsrichter mit der roten Karte recht gehabt. Was für ein Signal für die Jugend, wenn man dafür, wenn man auf am Boden liegende eintritt, als Held dargestellt wird!

    • empty()set am 26.12.2011 11:22 Report Diesen Beitrag melden

      @Arthur Klossner

      Die rote Karte wurde meines Wissens wieder zurückgezogen. Und Punkto Signal an die Jugend: Was für ein Signal wäre es, wenn jemand einfach während eines Spieles den gegnerischen Goalie angehen könnte ohne unmittelbare und spürbare Konsequenzen? Er hat ihm ja nicht gegen den Kopf getreten.

    einklappen einklappen