Randale

25. August 2010 13:46; Akt: 26.08.2010 08:58 Print

80 Vermummte zerstören Fussballplatz

AEK Athen hat ein Problem. Unbekannte haben das Spielfeld für das Playoff-Rückspiel der Europa League zerstört. Vermutlich Fans des verfeindeten Nachbars Panionios. Ein neues Stadion ist gefunden - Fans müssen draussen bleiben.

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Hier soll am Donnerstag eine Europa-League-Partie stattfinden.

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Die Probleme begingen mit einer kaputten Sprinkleranlage. AEK teilt sein Heimstadion nämlich mit Panathinaikos. Nachdem dieses im Olympia-Stadion gegen Genoa eine Partie ausgetragen und die Bewässerungsanlage nicht richtig funktioniert hatte, war das Feld unbespielbar. Die Uefa forderte AEK auf, das Rückspiel der Europa-League-Playoffs gegen Dundee United an einem anderen Ort auszutragen.

Der Spiessrutenlauf begann: Panathinaikos wollte dem Stadtrivalen sein altes Stadion nicht überlassen und die Arenen von Apollon oder Peristeri genügten der Uefa nicht. Die Zeit tickte und AEK drohte eine Strafe. So entschied man sich praktisch in letzter Minute für das Stadio Neas Smyrnis von Panionios – der Erzfeind von AEK. Zwischen den beiden Fangruppen herrscht seit Jahren Streit. Aber das war für den Moment egal.

Mit Schaufeln Spielfeld zerstört

In der Nacht auf Dienstag wüteten dann aber gemäss Augenzeugen 80 vermummte Chaoten. Mit Schaufeln bewaffnet machten sie das Terrain unbespielbar, Tore und Ersatzbänke wurden verwüstet, wie griechische Medien berichten. Grund für die sinnlose Aktion könnte ein einfacher sein: Wenn AEK kein Spielfeld zur Verfügung stellt, könnten sie von der Uefa vom Wettbewerb ausgeschlossen werden. Das würde natürlich die Panionios-Fans freuen, welche als mögliche Täter gelten.

Die Hoffnung gaben die Verantwortlichen aber nicht auf. Seit Dienstag arbeiteten sie daran, das Spielfeld wieder hinzukriegen. Ohne Erfolg. Darum muss jetzt ins Stadion von Olympiakos Piräus ausgewichen werden. Zur Vermeidung von Auseinandersetzungen mit Olympiakos-Anhängern erhalten AEK-Fans keinen Zutritt. Die rund 500 erwarteten Dundee-Fans aus Schottland dürfen dagegen das Spiel besuchen.

(fox)