Benaglio

07. Februar 2011 23:02; Akt: 08.02.2011 08:05 Print

Abstand von der Bundesliga-Tristesse

von Sandro Compagno - Milde 17 Grad und Sonnenschein empfingen die Schweizer Nati gestern Nachmittag auf Malta. Auch für Diego Benaglio ist der Trip eine willkommene Abwechslung.

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Nati-Goalie Diego Benaglio wird morgen gegen Malta wohl kaum zu oft geprüft werden. (Foto: epa)

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Denn der Alltag in der Bundesliga ist grau geworden in Wolfsburg. 2009 noch stolzer Deutscher Meister, dümpelt der VfL nahe an der Abstiegszone. Die Krise scheint sogar den so verlässlichen Nati-Goalie erfasst zu haben: Vor drei Wochen ­kassierte der 27-Jährige ein unglückliches Tor gegen Bayern München (1:1), am Samstag floppte er gegen Hannover (0:1). Was ist los? «Ich hatte einen richtig schlechten Tag. Das kommt vor. Zum Glück nicht allzu oft.» Der 1,93-Meter-Mann sucht nicht nach Ausreden. Aber er lässt sich auch nicht irre machen: «Wenn wir wüssten, wo das Problem liegt, würden wir es rasch lösen. Fakt ist, dass wir unser Potenzial nicht ausschöpfen.»

Der Ausflug nach Malta ist so gesehen auch eine Therapie. Er empfinde jedes Mal «Freude und Stolz», für die Nati zu spielen, sagt Benaglio: «Und vielleicht ist es wirklich nicht schlecht, für ein paar Tage aus dem Alltag herauszukommen.» Zumal sein Trainer Steve McClaren gestern in Wolfsburg ge­feuert wurde (siehe unten). Viel Selbstvertrauen dürfte der Goalie morgen im Test gegen Malta nicht tanken – das Team darf für die Nati kein Gradmesser sein. «Seit dem Luxemburg-Spiel nehmen wir jeden Gegner ernst», wehrt Benaglio ab. «Aber sollte ich wenig zu tun haben, so wäre mir das auch recht.»