Super League

13. Februar 2019 20:41; Akt: 14.02.2019 10:35 Print

Am Anfang und am Schluss dominiert die Hektik

Luzern und Sion trennen sich im Nachtragsspiel der Super League 1:3. Die Walliser spielen 70 Minuten in Überzahl.

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Der FC Sion gewinnt ein Nachtragsspiel der Super League mit 3:1 und stösst auf Kosten der Zentralschweizer auf den 6. Rang vor. Matchwinner war der Brasilianer Adryan, der in den letzten elf Minuten gegen dezimierte Luzerner doppelt traf. Das 2:1 erzielte Adryan mittels Foulpenalty (79.), elf Minuten später folgte das 3:1 von Adryan. Luzern befand sich schon ab der 19. Minute und der Gelb-roten Karte gegen Vargas in Unterzahl.

In diesem ab der 20. Minute bis in die Schlussphase ereignisarmen Nachtragsspiel war Schiedsrichter Urs Schnyder der auffälligste Akteur. Der Entlebucher fällte zwei sehr umstrittene Entscheide, beide gegen das Heimteam. Die Entscheide führten zu einem frühen Platzverweis und eine späten Foulpenalty, der das 1:2 nach sich zog.

Beim Sittener Führungstor nach nur 73 Sekunden offenbarten sich die aktuellen Schwächen in der Luzerner Defensive, die auch bei der jüngsten Niederlage auszumachen waren. Sions polyvalenter Spieler Bruno Morgado, diesmal rechts im Mittelfeld eingesetzt, konnte ungehindert von der Mittellinie gegen den Strafraum ziehen. Seinen Schuss wehrte Goalie David Zibung zur Seite ab. Morgado setzte seinen Lauf, erneut ungehindert, fort und traf mit dem Nachschuss unter die Latte.

Eigentor bringt Ausgleich

Immerhin liessen sich die Luzerner durch ihr Blackout nicht lange deroutieren. Nach einem ihrer ersten guten Angriffe war Blessing Eleke zur Stelle, um eine gute Vorarbeit von Pascal Schürpf nach 16 Minuten zu verwerten. Sions Verteidiger Jan Bamert kam vor Eleke an den Ball, sodass der Treffer als Eigentor gewertet wurde.

Vier Minuten später griff der Schiedsrichter erstmals massiv ein. Er hatte Luzerns Aufbauer Ruben Vargas nach fünf Minuten auf eher strenge Art verwarnt. Nach 20 Minuten trat Vargas seinem Gegenspieler auf den Fuss - hier eher ungeschickt als absichtlich. Dennoch schickte Schnyder den Spieler mit Gelb-rot vom Platz.

In diesem Moment verlor das Spiel für lange Zeit seine ganze Dynamik. Die mit einer defensiven, abwartenden Grundeinstellung gestarteten Sittener wussten mit der Überzahl wenig anzufangen, und die Luzerner, deren Trainer René Weiler sich echauffierte, drosselten das Risiko. Eine grosse Chance des FCL nach 53 Minuten war ein Farbtupfer. Nach einem Corner verhinderte Torschütze Morgado auf der eigenen Torlinie den sicheren Rückstand nach einem Abschluss von Shkelqim Demhasaj aus kürzester Distanz.

In der matchentscheidenden Szene nach 79 Minuten wertete Schnyder einen Armeinsatz von Verteidiger Lazar Cirkovic gegen den eingewechselten Stürmer Roberts Uldrikis als penaltywürdig. Der ebenfalls eingewechselte Adryan nutze die Chance. Danach hätte Luzern das 2:2 erreicht, hätte nicht André Neitzke einen Schuss von Schürpf auf der Linie abgewehrt. Das 3:1, von Adryan erzielt, kam nach einem Fehler Zibungs gegen die entblösste Luzerner Abwehr zustande.

Luzern - Sion 1:3 (1:1)
7298 Zuschauer. - SR Schnyder.
Tore: 2. Morgado 0:1. 16. Eleke (Schürpf) 1:1. 79. Adryan (Foulpenalty) 1:2. 89. Adryan 1:3.
Luzern: Zibung; Schwegler, Lucas, Cirkovic, (85. Schmid), Sidler; Voca (85. Schneuwly), Schulz, Vargas, Schürpf; Demhasaj (58. Custodio); Eleke.
Sion: Fickentscher; Ndoye, Neitzke, Bamert; Morgado (67. Fortune), Grgic (63. Uldrikis), Toma, Abdellaoui; Kasami, Lenjani; Djitté (46. Adryan).
Bemerkungen: Luzern ohne Grether (gesperrt), Kakabadse, Knezevic, Rodriguez, Ugrinic (alle verletzt), und Juric (intern suspendiert). Sion ohne Baltazar, Khasa, Carlitos, Mitrjuschkin, Raphael (alle verletzt), Maçeiras, Kouassi, Angha, Mveng und Philippe (alle nicht im Aufgebot). 19. Gelb-rote Karte gegen Vargas (Foul).
Verwarnungen: 5. Vargas (Foul), 23. Schwegler (Foul), 30. Djitté (Foul), 45. Lenjani (Foul), 57. Schulz (Foul), 80. Adryan (Unsportlichkeit), 81. Zibung (Ballwegschlagen), 82. Custodio (Foul).

Fussball

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter am 13.02.2019 21:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fragwürdige Schirientscheide

    Der Schiri sagt von sich, dass er sich als Schiri jeweils dezent im Hintergrund halte...das ist etwa so als wenn sich der HSV als finanziell gesund oder Rainer Calmund als introvertiert bezeichnen würde...gibt halt leider immer einen faden Beigeschmack, wenn ein Schiri so krasse Entscheide trifft und mit diesen Entscheiden ganz klar eine Mannschaft benachteiligt und der andern zum Sieg verhilft.

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  • Chrümu am 13.02.2019 21:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    4 lustige Unparteiische

    Bei der zweiten Gelben null Fingerspitzengefühl. Vor dem Witz Penalty klares Abseits. Der Linienrichter war sicher 10 Meter vom hintersten Spieler entfernt. So bleibe ich das nächste mal bei diesem Schiri Zuhause. Ist wohl gesünder...

  • Birrer Beat am 13.02.2019 21:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Enlebucher Schiedriechter

    Absoluti frechheit was dieser Schiedriechter Schnider gepiffen hat! Nie eine gelb rote karte, nie und nimmer ein Penalty! Trotzdem hopp Lozärn

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Daniel am 17.02.2019 11:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Peinliche Lozärner

    Mein Gotg ust dad lustig Der FCL startet grundsätzlich gut in die Saison, spielen gute Vorrunde. Schon werden von den Fans grosse Töne gespuckt, und in der Rückrunde veryoungboysen sie es Jahr für Jahr.

  • a be cece am 14.02.2019 20:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hin oder her....

    ja excuse, aber das muss jetzt doch sion: allez sion!!!! :)

  • Josip am 14.02.2019 20:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beides Gagelvereine

    Wiedermal hat sich bestätigt das Luzerner nicht die hellsten Leuchten sind und die Walliser ihre Schafe nur als Vorwand halten, dabei aber ganz komische Gelüste haben.

  • Fabian Lustenberger am 14.02.2019 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    Wo gab es einen schlechten Schiri?

    Beim Penalty war ganz klar ein Herunterdrücken an der Schulter zu erkennen, da sind schon ganz andere Penaltys gepfiffen worden. Sorry und das Foul für Gelb-Rot war ziemlich heftig. Mit gestrecktem Bein dem Sion-Spieler auf den Fuss gestanden...autsch... ich möchte das jedenfalls nicht erleben.

  • Kurt am 14.02.2019 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Schiri ????

    Typisch. Die Luzerner jammern mal wieder über den Schiri. Ich erinnere nur kurz an das Spiel GC-Luzern im Dezember als kurz vor Schluss ein sonnenklarer Penalty füt Gc nicht gegeben wurde und Luzern mit drei gestohlenen Punkte heimreiste. Aber es kann ja nicht jedesmal Fähndrich (Stammklub FC Littau) für Luzern die Kohle aus dem Feuer holen. Also Klappe halten.....