Nur noch auf Platz 53

16. August 2019 14:38; Akt: 16.08.2019 17:12 Print

Sogar Andorra ist besser als die Schweiz

von E. Tedesco - Die Schweiz sammelte bisher die drittwenigsten Punkte von allen Nationen und steckt tief in der Euro-Krise. Bitter: Nur Nordmazedonien und San Marino sind schlechter.

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Marcel Koller kann mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden sein. Am Ende scheidet der FC Basel klar gegen den Linzer ASK aus. Im Gegensatz zum Hinspiel startet der FCB aber gut in die Partie. Drei grosse Chancen bieten sich den Baslern vor der Pause. Ein Tor will aber nicht fallen. Stattdessen sind es wie vergangene Woche die Linzer, die den ersten Treffer erzielen. Zwar kann Ademi in der 80. Minute noch ausgleichen, aber in den Schlussminuten erzielt der LASK zwei weitere Treffer und macht damit alles klar. Für LASK-Coach Valérien Ismael ist der Einzug in die CL-Playoffs der bisher grösste Erfolgt als Trainer. Grosse Enttäuschung hingegen in den Reihen der Basler: Raoul Petretta, dem ein unglückliches Eigentor unterlief. Für den FCB geht es dennoch in der Gruppenphase der Europa League weiter. Der FC Luzern scheitert in der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League an Espanyol Barcelona. Die Spanier waren den Zentralschweizern eine Schuhnummer zu gross. Der FC Thun kämpfte und musste sich unglücklich gegen Spartak Moskau geschlagen geben. Patzer wie die von Goalie Guillaume Faivre liegen in Europa einfach nicht drin. Meister YB greift erst in den Playoffs zur Champions League ins europäische Geschehen ein. Die Berner treffen auf Roter Stern Belgrad. Selbst bei einem Aus in der Königsklasse, ginge es für die Berner in der Europa League weiter. Das bedeutet: Die Schweiz ist mit YB, Basel und Lugano (direkt qualifiziert für die Europa League) in den europäischen Herbst.

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Das ist die Quittung für die schwachen Resultate der dritten Qualifikationsrunde im Europacup: Nach den sechs Niederlagen in sechs Spielen von Basel (gegen Lask), Thun (gegen Spartak Moskau) und Luzern (gegen Espanyol Barcelona) steht die Schweiz im Jahresranking nur noch auf Platz 53 – von 55 Nationen.

Die Schweiz (0.600 Punkte) sammelte bisher die drittwenigsten Punkte von allen Eurofightern. Nur Nordmazedonien (0.500) und San Marino (0.000) sind schlechter. Im Vergleich: Sogar Fussballzwerge wie Malta (0.700), Gibraltar (1.000) oder Andorra (1.500) haben mit ihren Amateurteams mehr Punkte gesammelt als die Super-League-Vertreter. Nur dank dem Effort der Basler gegen Eindhoven und den beiden Mini-Siegen der Luzerner gegen Klaksvik von den Färöer Inseln rettete sich die Schweiz in der Rangliste noch vor Nordmazedonien mit den Vertretern wie Shkendija Tetovo, FK Shkupi, Akademija Pandev und Makedonia GjP.

In der aktuellen 5-Jahreswertung der Uefa liegt die Schweiz nur noch auf Platz 21. Die direkte Qualifikation für die Europa League ist aber den besten 15 Verbänden vorbehalten. Diesen angestrebten Rang nimmt aktuell Zypern ein, das noch mit zwei Teams vertreten ist. Bleibt die Schweiz auf dem 21. Platz, müssen alle Qualifikations-Teilnehmer mit Ausnahme des Drittplatzierten der Liga in Zukunft eine Runde mehr überstehen.

YB, Basel und Lugano können die Lage retten

Aber ganz zu aussichtslos ist die Situation noch nicht. Denn die kleineren Nationen mussten bereits früher in den jeweiligen Qualifikationsrunden einsteigen und hatten deshalb früher die Möglichkeit, schon Punkte für ihr Land zu sammeln. Die meisten sind inzwischen ausgeschieden. Für die Schweiz stehen mit Basel, YB und Lugano aber drei Teilnehmer fix in einer Gruppenphase fest. Der FCB und Lugano sind für die Europa League qualifiziert. Meister YB hat noch zwei Playoff-Spiele vor der Brust, wo er punkten und sich gegen Roter Stern Belgrad sogar für die Champions League qualifizieren kann .

Für die Schweiz bedeutet das mindestens 18 weitere Partien auf europäischem Parkett und die Möglichkeit, das Punktekonto für das Jahres-Ranking aufzustocken. Das ist ein kleiner Vorteil gegenüber den Gegnern, die im 5-Jahres-Ranking vor der Schweiz liegen. Norwegen, Schottland, Serbien, Kroatien und Zypern haben nur noch zwei Clubs dabei. Tschechien (13.) und Dänemark (14.) sind nur noch mit einem Teilnehmer europäisch vertreten. Das und YB lassen die Schweiz hoffen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fussballzwerg am 16.08.2019 16:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz

    Verdient. Sind wir ehrlich, die Schweiz war, ist und wird wohl nie gut im Fußball sein. Noch nie etwas großes gewonnen, nicht mal in die Nähe gekommen.

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  • Zwerge am 16.08.2019 17:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Technisch,Läuferisch und Kämpferisch sind die meisten besser aber Frisuren,Autos und Tatoos sind sie wirklich excellent

  • Tom am 16.08.2019 17:30 Report Diesen Beitrag melden

    Logisch

    Wann checkt Ihr es endlich die Schweiz ist keine Fussballnation

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Berni L am 18.08.2019 23:18 Report Diesen Beitrag melden

    Für alle die es besser wissen

    Veranstaltet doch eine Schwing WM !

  • Andy Gy am 18.08.2019 10:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gurkenliga

    Es Lebe die Gurkenliga. Jahrelange Bezeichnung der YB Fan's.

  • Fredy Scherz am 18.08.2019 05:55 Report Diesen Beitrag melden

    Schlaumäier

    Der schweizer Fussball wartet dänk die Langzeitstudienwerte ab, bevor sie ihn in der Schweiz wirklich einführen und echt mit Tempo praktizieren wollen. Vielleicht ischt es gar nüüt. Dann wird das auch in Zukunft nix damit. Hascht Du das noch nicht gemerkt?

  • Pierre Prince am 18.08.2019 00:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spiegelbild...

    ...des bescheidenen Niveaus in der Super League. Keine echte Überraschung also.

  • Werner am 17.08.2019 20:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu wenig Tempo, zu wenig über die Flügel

    Was mir seit ein paar Jahren auffällt ist, dass in unserer Liga das Tempo fehlt. Auch über die Flügel geht kaum was, da die meisten LM und RM zu langsam sind. Wenn ich andere Ligen sehe wie Belgien, Holland, Polen ... auch in Österreich sind die Spitzenspiele zur Zeit besser und temporeicher. Man hat gegen den LASK gesehen dass die Linzer fast immer ohne Mühe am richtigen Ort standen und am Schluss noch selber auf die Tube drücken konnten. Brügge wird sich gegen den LASK in acht nehmen müssen, sonst spielt man inLinz Championsleague. Auch der Verband muss endlich handeln, auch an ihnen liegt es.