Bundesliga

23. November 2019 13:29; Akt: 23.11.2019 15:13 Print

BVB-Coach Favre erhält sein Schicksalsspiel

Die Clubführung soll sich in einer Krisensitzung nach dem 3:3 gegen Paderborn darauf geeinigt haben, dem 62-Jährigen noch eine letzte Chance zu geben.

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Trainer Lucien Favre soll auch nach der Dortmunder Blamage im Bundesliga-Heimspiel gegen den SC Paderborn in der Champions-League-Begegnung am Mittwoch beim FC Barcelona auf der Bank der Borussia sitzen. Nach Informationen von «Bild» und «Sport Bild» sei dies das Ergebnis der Krisengespräche nach dem 3:3 gegen den Bundesliga-Aufsteiger in der Nacht zum Samstag. Von den Dortmundern gab es dazu noch keine Stellungnahme.

Knapp zwei Stunden habe die BVB-Führung um Vereinschef Hans-Joachim Watzke und Geschäftsführer Michael Zorc nach dem Spiel getagt. Mit dabei seien auch Club-Justiziar Robin Steden, der Anwalt und Watzke-Vertraute Thilo Igwecks sowie Watzkes Sohn André gewesen. Der 62-jährige Schweizer bekommt demnach noch «ein Schicksalsspiel» in Barcelona.

Zudem schreiben die «Ruhr Nachrichten», dass Favre, seine Co-Trainer, Kapitän Marco Reus und Lukasz Pisczcek das Stadion erst drei Stunden nach dem Abpfiff verlassen hätten. Die Mannschaft versammelte sich am Samstag auf dem Trainingsgelände im Dortmunder Vorort Brackel hinter verschlossenen Türen – ohne die Vereinsführung. Das ursprünglich geplante Auslauftraining fand deshalb erst einmal nicht statt.

«Das kann nicht so weitergehen»

Favre hatte nach dem glücklichen Unentschieden im heimischen Borussia-Park gegen den Tabellenletzten SC Paderborn Konsequenzen angekündigt. «Wir werden das zusammen analysieren, das ist sehr, sehr nötig. Das kann nicht so weitergehen», sagte der Coach des Bundesligisten nach der Partie am Freitagabend. «Das war eine desaströse erste Halbzeit von uns», so Favre mit Blick auf den 0:3-Rückstand seiner Mannschaft zur Pause. «Die einzig positive Sache: Dass wir nach dem 0:3 zurückgekommen sind.»

Von seiner Mannschaft im Stich gelassen fühle er sich nicht, sagte der Coach. Seit Wochen steht Favre beim BVB in der Kritik. Im Spiel gegen das Schlusslicht ertönten gar erstmals «Favre raus»-Rufe im Borussia-Park. BVB-Sportdirektor Michael Zorc vermied eine klare Aussage über Favres Zukunft. «Jetzt direkt nach dem Spiel werde ich nicht so viel dazu sagen. Ausser, dass die erste Halbzeit komplett indiskutabel war und das man sich bei den Zuschauern dafür entschuldigen muss», sagte Zorc. «Morgen ist auch noch ein Tag.»

Fussball

(dpa)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Goalgetter am 23.11.2019 14:58 Report Diesen Beitrag melden

    Tuchel- Bosz- Stöger- nun Favre

    alles sehr gute Coaches!Die Vereinsführung trauert noch immer Klopp's BVB Zeiten nach! Doch wie lange brauchte Klopp bis der BVB unter ihm Meister wurde? wo stand der BVB als Klopp den BVB verlassen hat? Geduld und ein Konzept welches nicht nach einer Saison wieder über den Haufen geworfen wird wäre angesagt.

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  • Ex Coach am 23.11.2019 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    Verwöhnte Spieler

    Man müsste den Spielern einfach sagen, dass sie bei einer Niederlage keinen Lohn mehr erhalten. Ich wette, die werden gewinnen. Viele Spieler sind durch die hohen Löhne total verwöhnt.

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  • Kipfer am 23.11.2019 15:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Favre ist in Dortmund dass kleinste Problem

    Im Spiel gegen das Schlusslicht ertönten gar erstmals «Favre raus»-Rufe im Borussia-Park. Da hat wohl jemand sehr viel Ahnung. Im Borussia-Park spielt Bor. Mönchenglattbach. Der BVB spielt im Iduna-Park. Zum Thema. Favres Fussball ist wie Mou sein Spielsystem längst fragwürdig und nicht mehr erfolgreich. Aber ich denke nicht Favre ist beim BVB das grosse Problem, sondern der Fisch stinkt am Kopf, und das in Dortmund seit langem. Eigentlich schade dass der BVB auf das Niveau von Schalke gehetzt wird. Da finde ich Gladbach' Strategie um einiges nachhaltiger.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Manzg am 25.11.2019 16:05 Report Diesen Beitrag melden

    Rechtsverteidiger gesucht

    Favre in Ehren! Aber wen hat er da als rechten Verteidiger aufgestellt. Da ist ja meine Grossmutter schneller. Wäre schlau gewesen, den nach 15 Minuten zu erlösen oder umzustellen. Da hätte ich schon auch eine Reaktion vom Trainer erwartet. Nun ja, Hochs und Tiefs wechseln sich ab beim BVB, ist ähnlich wie beim FCZ.

  • Moppelinho am 25.11.2019 13:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Treuebekenntnis

    Treuebekundungen vom vorstand gegenüber einem angeschlagenen Trainer heisen im fussballgeschäft nichts gutes für den angezählten Trainer. Meistens wird im Hintergrund schon eifrig an der Entlassung gearbeitet. Da geht es auch um arbeitsrechtliche Dinge. Der bvb will sich sicher nicht verklagen lassen von Herrn favre. Wie er tickt hat er ja bei der Herta gezeigt als er gehen musste.

  • Karl am 24.11.2019 23:15 Report Diesen Beitrag melden

    Ab, bringt nix mehr, weg

    Der muss gehen. Sorry das passt nicht. Die brauchen einen der Emotionen zeigt. Einen Nagelsmann oder so.

  • Palamudo am 24.11.2019 13:03 Report Diesen Beitrag melden

    Top oder Flop

    Typisch Favre. Ein Sasion top, andere Flop.

  • B. Tristik am 24.11.2019 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    Teamsport vs. Einzelsport

    Gute Einzelspieler -aber keine sog. Teamplayer. Wenn ich von Motivationsproblemen bei Favre höre, kann ich nur Mitleid mit den Spieler haben! Arme Profis, der Trainer kann sie nicht Motivieren! Wie sollen wir gewinnen können, wenn der Trainer an der Grundlinie nicht Faxen macht und herumspringt! Da schau ich doch lieber Federer gegen Nadal!!!