Super League

09. Dezember 2018 15:51; Akt: 09.12.2018 21:26 Print

Basel bezwingt den FCZ im Klassiker

Der FC Basel ist dank des verdienten Vollerfolgs über den FC Zürich neu Tabellenzweiter. GC verliert im Letzigrund gegen Luzern.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Es war der Mannschaft von Marcel Koller von Beginn weg anzumerken, dass sie im letzten Heimspiel vor der Winterpause das Bild in den Köpfen der Zuschauer korrigieren wollte. Mussten sich die Fans am vergangenen Sonntag beim 1:3 gegen die Young Boys im St.-Jakob-Park fragen, wer Heimvorteil genoss, traten die Basler gegen den FC Zürich wieder im Normalmodus an: Druck und Selbstvertrauen statt Kraftlosigkeit und Angst. Albian Ajeti nach schöner Kombination und Raoul Petretta mit einem Sonntagsschuss erzielten die letzten Heimtore des FCB vor der Winterpause.

Allerdings profitierte der FCB beim Sieg auch von einem FC Zürich, der einen nervösen Start hinlegte und erst nach der Pause ins Spiel fand. So hätte es bereits nach 10 Minuten 1:0 für den FCB stehen können. Albian Ajeti entwischte den Zürcher Abwehrspielern, sein Lupfer sprang allerdings nicht nur an FCZ-Goalie Yanick Brecher, sondern auch am Tor vorbei. Besser machte es der Topskorer des FCB neun Minuten später. Drei schnelle Pässe genügten, um Ajeti erneut vor Brecher in Position zu bringen, diesmal erwischte er den FCZ-Schlussmann zwischen den Beinen hindurch zum 1:0. Drei Minuten nach der Pause sorgte Aussenverteidiger Raoul Petretta mit einem unhaltbaren Distanzschuss für das Highlight des Abends.


Petrettas Traumtor zum 2:0 für den FC Basel. (Quelle: SRF)

Pech für FCZ bei Elfmeter-Fehlentscheidung

Besonders über die Seiten sorgten die Basler durch den erst 18-Jährigen Noah Okafor und den vier Jahre älteren Aldo Kalulu immer wieder für gefährliche Vorstösse, wobei die Zürcher Abwehr regelmässig vom Tempo der beiden FCB-Youngsters überfordert schien. Erst durch die Einwechslung von Hakim Guenouche für Mirlind Kryeziu zur Pause und die Umstellung von Dreierabwehr auf Viererkette kamen die Zürcher besser ins Spiel.

Dass den Baslern eine noch hektischere Schlussphase erspart blieb - der Klassiker nahm mit Fortdauer der Partie an Intensität zu -, hatte auch mit Nikolaj Hänni zu tun. In der 83. Minute entschied der Schiedsrichter nach einem Hands von Aldo Kalulu auf Freistoss, obschon der Ball dem Basler knapp innerhalb des Strafraums an die Hand geprallt war.

Auch die Grasshoppers verlieren

Lugano und Sion trennten sich unentschieden 2:2. Die Tessiner blieben damit zum fünften Mal hintereinander sieglos. Für die Walliser endete eine kleine Serie. Das Team von Trainer Murat Yakin hatte die letzten drei Meisterschaftsspiele allesamt gewonnen.

Im dritten Spiel vom Sonntag schlug Luzern die Grasshoppers im Letzigrund 3:2 und bestätigte damit ein weiteres Mal seine Stärke auf fremdem Terrain. Auswärts sind die Innerschweizer in dieser Saison nach YB die zweitbeste Mannschaft. Der Nigerianer Blessing Eleke war für Luzern zweifacher Torschütze


Eleke schiesst Luzern zum Sieg. (Quelle: SRF)

Basel - Zürich 2:0 (1:0) 26'760 Zuschauer. - SR Hänni.– Tore: 19. Ajeti 1:0. 49. Petretta 2:0. Basel: Omlin; Widmer, Kaiser, Cömert, Petretta; Van Wolfswinkel, Frei, Zuffi; Kalulu (87. Kuzmanovic), Ajeti (95. Pululu), Okafor (76. Oberlin). Zürich: Brecher (46. Vanins); Maxsö, Bangura, Mirlind Kryeziu (46. Guenouche); Winter, Palsson, Hekuran Kryeziu, Kololli; Khelifi, Marchesano (71. Kasai); Odey.

Grasshoppers - Luzern 2:3 (2:2) 4800 Zuschauer. - SR Fähndrich. Tore: 2. Eleke 0:1. 11. Bajrami 1:1. 18. Cirkovic 1:2. 34. Ngoy 2:2. 79. Eleke 2:3. Grasshoppers: Lindner; Cvetkovic, Ajeti, Zesiger, Lika (82. Pinga); Diani, Kamber (74. Pusic); Jeffrén (66. Sukacev), Bajrami, Ngoy; Bahoui. Luzern: Zibung; Grether, Lucas, Cirkovic, Sidler; Voca (67. Custodio), Schulz; Vargas (42. Demhasaj), Schneuwly, Schürpf; Eleke (85. Schmid).

Lugano - Sion 2:2 (1:1) 3865 Zuschauer. - SR San. Tore: 13. Neitzke (Adryan) 1:0. 44. Covilo (Gerndt) 1:1. 49. Bamert (Eigentor) 2:1. 73. Adryan (Fortune) 2:2. Lugano: Da Costa (46. Baumann); Maric, Covilo, Sulmoni; Daprelà, Sabbatini, Piccinocchi (78. Brlek), Mihajlovic; Bottani, Gerndt, Carlinhos (84. Macek). Sion: Fickentscher; Bamert (59. Philippe, 90. Khasa), Neitzke, Abdellaoui; Mveng, Zock (48. Fortune), Toma, Ndoye, Morgado; Kasami, Adryan.

Rangliste: 1. Young Boys 17/46 (53:19). 2. Basel 17/27 (32:32). 3. Thun 17/25 (35:27). 4. Zürich 17/24 (26:25). 5. St. Gallen 17/23 (26:32). 6. Luzern 17/22 (27:32). 7. Sion 17/21 (27:28). 8. Lugano 17/18 (26:32). 9. Grasshoppers 17/17 (21:33). 10. Neuchâtel Xamax FCS 17/13 (25:38).

Fussball

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Don Logan am 09.12.2018 16:21 Report Diesen Beitrag melden

    unverständlich

    Wieso bringt SRF2 GC gegen Luzern und nicht den Klassiker Basel gegen Zürich? unverständlich

    einklappen einklappen
  • Astrid Bäumler am 09.12.2018 17:42 Report Diesen Beitrag melden

    Omlin - Daumen HOCH

    Starker Auftritt vom Torwart der Basler! Wow!

  • Marks am 09.12.2018 18:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schiedsrichter

    schon wider Hänni? Ich kenne keinen Schiedsrichter ausser dem, aber der fällt in erster Linie durch Fehlentscheide auf...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Pan am 10.12.2018 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    Rassismus Skandal

    Unglaublich wie man in den Medien praktisch kein Wort über den Bananenwurf auf Kalulu hört. In Italien, England etc. redet man Wochenlang darüber und hier wird es nicht mal thematisiert. Schaut euch doch die Szene nochmals an beim Eckball von Basel...

  • Dieter Dong am 10.12.2018 10:04 Report Diesen Beitrag melden

    Unsere Schiris

    Es ist unglaublich und mir schon gegen YB aufgefallen: Unsere Schiris übersehen ständig Handspiele. Und zwar auf beiden Seiten. Alleine gestern wurden etwa 4 Handspiele nicht geahndet, die mehr als offensichtlich waren. Eine schlechtere Quote hatte nur Ajeti der aus 4 100%-igen nur ein Tor machte.

  • FCBforever am 10.12.2018 09:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schön

    Echt gewonnen, nicht dank geschenktem Eigentor der Gegner.

  • Berner Bär am 10.12.2018 08:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwächer Schiedsrichter

    Es bleibt dabei, Basel hatte nur Glück. Der Schiedsrichter war nicht objektiv. Mit einer solchen Leistung gewinnt der FCZ nie der Cup. YB darf jetzt keine Spieler verkaufen im Winter dann holen wir über 100 Punkte.

    • Diego am 10.12.2018 09:51 Report Diesen Beitrag melden

      100 Punkte lol

      Wenn man bei Halbzeit nach 18 Runden nicht mal 50 hat, wie will man dann über 100 Punkte im ganzen holen!? Notabene kann das zweite Quartal einiges schlechter aus und ohne diese knappen/glücklichen Resultaten ganz anders aussehen, YB hat im zweiten Quartal noch vom ersten gelebt durch den Vorsprung, da man ohne grosse Risiken am Schluss oft den 3er noch Erzwingen konnte dank dem Vorsprung.

    • pater007 am 10.12.2018 14:27 Report Diesen Beitrag melden

      @Berner Bärenfutter

      Da bin ich mal gespannt, wie ihr im Winter über 100 Punkte holen wollt?! ;-) - Du meinst wohl beim Jassen, gell. Scheint so, als würde dir der Winter schon ganz schön zusetzen.

    einklappen einklappen
  • mimi am 10.12.2018 07:04 Report Diesen Beitrag melden

    so ist es

    Es ist so spannend! Sobald/immer wenn die "Baslerfans" bei diesen Kommentaren mitmischen, sinkt das Niveau bedenklich! Da kommentieren Leute die vom Fussball keine Ahnung haben = eben Modefans. Ich hoffe das Basel immer wieder etwas Punkte holt, damit diese Führung noch Lange in Basel bleibt. Dan haben wir niemanden zu befürchten!