Künftig mit BMW statt Audi

08. März 2019 06:46; Akt: 08.03.2019 10:54 Print

Bayern steuern auf 800-Millionen-Deal zu

Der FC Bayern München und der deutsche Autokonzern planen ab 2025 eine Partnerschaft. Der Rekordmeister würde bei Audi aussteigen.

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Sportlich befindet sich der FC Bayern München in der laufenden Saison auf Kurs. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac kann alle drei Titel – in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Champions League – holen. Finanziell steht der Club ebenfalls gut da. In der Saison 2017/18 wurde ein Rekordumsatz von 657,4 Millionen Euro erwirtschaftet, der Gewinn betrug satte 29,5 Millionen Euro.

Geldsorgen dürfte der deutsche Rekordmeister (28 Titel) auch in Zukunft keine haben. Denn die Bayern stehen offenbar davor, eine strategische Partnerschaft mit BMW abzuschliessen. Diese ist ab dem Jahr 2025 vorgesehen. «Beide Seiten haben bereits im letzten Jahr eine Absichtserklärung unterschrieben», wird Bayerns Aufsichtsrat Edmund Stoiber im «manager magazin» zitiert. Der Club würde Audi quasi auf der Strecke lassen und beim Konkurrenten einsteigen. Anders formuliert: Der Münchner Autobauer macht das Rennen vor jenem aus Ingolstadt, sofern die Partnerschaft zustande kommt.

Uli Hoeness hatte bereits im vergangenen Jahr ein gegenseitiges Interesse bestätigt. «Es ist richtig, dass es Gespräche gibt. Ob was daraus wird, werden die kommenden Monate zeigen», sagte der Präsident der Bayern im Dezember.

Wird BMW von Audi ausgebremst?

Das BMW-Sponsoring ist gemäss dem «manager magazin» auf zehn Jahre angelegt. Der Autokonzern würde Audis Anteile (8,33 Prozent) an der FC Bayern München AG übernehmen. Dies hat der frühere bayerische Ministerpräsident Stoiber in BMW-Kreisen bestätigt. BMW wollte die Partnerschaftspläne bislang nicht kommentieren. Offenbar soll ein Vertrag über zehn Jahre (bis 2035) abgeschlossen werden und das Vertragsvolumen über die gesamte Laufzeit 800 Millionen Euro (umgerechnet rund 904 Millionen Franken) betragen, wie auch der deutsche Sport-Informations-Dienst (SID) vermeldet.

Audi hingegen bezog Stellung zu den Plänen der Bayern. Der Konzern ist seit 2011 an der FCB AG beteiligt, und der Sponsorenvertrag läuft noch bis Juni 2025. «Heute und in den kommenden Jahren ist die Partnerschaft mit dem FC Bayern genau das Richtige für Audi, die wir auch weiterhin mit neuen Ideen bereichern werden», teilte der Autohersteller der Münchner Zeitung «tz» mit.

Dass sich die Bayern in sechs Jahren quasi hinter ein anderes Steuer setzen könnten, nimmt der Audi-Konzern sportlich: «In sechs Jahren wird unser Unternehmen vermutlich andere Schwerpunkte haben, und das reicht in alle Bereiche des Unternehmens, auch in die Ausrichtung unserer Sponsoringaktivitäten. Weitere Schritte stehen aus unserer Sicht dann erst im Jahr 2024 an.» Dass mit der Volkswagen-Tochter angeblich momentan Gespräche betreffend einer möglichen vorzeitigen Vertragsauflösung geführt werden, davon will Audi allerdings nichts wissen. Vorerst fährt der FCB also weiterhin mit Audi und das auch gut.

Fussball

(ddu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wörni am 08.03.2019 08:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    System ist krank

    Es ist nicht zu fassen, was da abgeht. Die Autohersteller sollten mit solchen Beträgen Schluss machen und dafür die Autos billiger verkaufen. Dies würde einer grossen Mehrheit von Kunden sehr helfen. Unser Wirtschaftssystem und all die Werbeverträge sind ein Unding. Hochmut kommt vor dem Fall.

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  • DrachenLord am 08.03.2019 07:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles daselbe

    Jegliches Sponsoring ist doch dasselbe, egal ob es Red Bull, BMW oder Chemiekonzerne sind. Es fließt Geld, da geht es nicht mehr um Traditionen. Wenn ein Club ohne Sponsor sein könnte, dann könnten wir wieder von Traditionen reden, weil er dann alles selbst erwirtschaftet hätte.

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  • Münchnerin am 08.03.2019 08:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wurde auch Zeit!

    Na endlich! Zum FC Bayern München gehört doch BMW aus München und nicht Audi aus Ingolstadt! War schon lange ein Schönheitsfehler!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sucuk am 09.03.2019 18:46 Report Diesen Beitrag melden

    Niemand interessiert sich heute noch für BMW

    Der unbeliebteste und unsympathischste Fussball Club aller Zeiten möchte sich mit der unbeliebtesten, arrogantesten und überschätzten Automarke verbünden. Passt doch super zusammen. Audi ist eine Hausnummer zu gross für Bayern und passt viel besser zu Real Madrid, Man. United und all den anderen Prestige Clubs, die mit Audi seit Jahren zusammen arbeiten.

    • sweet n psycho am 09.03.2019 21:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sucuk

      Sind Ihnen die Medis ausgegangen?

    • Göktürk, Garip am 10.03.2019 08:58 Report Diesen Beitrag melden

      @Sucuk

      Also wenn ich hier in der Schweiz so auf die Strassen schaue .. dann fahren sehr sehr viele einen Wagen der unbeliebtesten, arroganten und überschätzten Automarke. Sogar so beliebt, dass viele für den schwarzen BMW auf richtige Hosen verzichten und Jogging tragen.

    • Bmwdriver am 10.03.2019 10:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sucuk

      Sie haben wohl weder Ahnung von Fussball noch von Autos. Fahren Sie ihren VW ruhig weiter.. Bayern und Bmw sind eine Macht in Ihrem Business. Lesen Sie mehr Zeitung.

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  • Gero F am 09.03.2019 14:58 Report Diesen Beitrag melden

    Rasenpflüger

    BMW wäre besser beraten die Millionen für die Entwicklung von tauglichen Familien und Zugkräftigen PKW`s zu verwenden anstelle die Rasenpflüger zu unterstützen. Na ja wenigstens bleibt dann der Mist zusammen wenn der FC mit den Bayrischen Mistwagen Werken den Rasen pflügt.

    • Otto am 09.03.2019 17:45 Report Diesen Beitrag melden

      @gero f

      BMW braucht keine Vorschläge von Besserwissern aus einem Land, wo höchstens Modell-Autos im Keller gebaut werden.

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  • René Ledergerber am 09.03.2019 10:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arroganz trifft Arroganz

    Wie kann es sein, dass ein Automobilkonzern diese enorme Summe als Sponsoring einem Fussballclub wie Bayern München zukommen lässt, der an Arroganz und Überheblichkeit nur so trieft, mit einer Chefetage bestückt ist, die ein Machtgehabe an den Tag legt, wie sonst niemand auf dieser Erde...!! Ueli Hoeness Franz Beckenbauer und Karl- Heinz Rummenigge," BMW sollte vielmehr versuchen gute und qualitativ preiswerte Autos zu bauen und den Elektro- Zug nicht komplett verpassen...! Aber eben Arroganz sucht sich

  • Bmw am 08.03.2019 18:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    BMW Fahrer

    Wenn die Bayern mit BMW werben,wechsle ich die Automarke......zu AUDI

    • M.E262 am 08.03.2019 19:50 Report Diesen Beitrag melden

      @BMW

      Du Scherzkeks, Audi liegt auch im Freistaat Bayern :-) Die Bayern sind halt gut, nicht nur im Fussball.

    • Uli am 08.03.2019 20:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bmw

      super ich kauf mir dann einen neuen BMW

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  • Swissman73 am 08.03.2019 17:55 Report Diesen Beitrag melden

    Good News

    Gute Nachricht, wurde auch Zeit. BMW und Bayern, das passt besser als Audi. Und bis 2026 ist hoffentlich auch die unsägliche 50+1 Regel gefallen. Dann ist man mit Spanien und England finanziell wieder auf Augenhöhe. Pack mas, Mia San Mia