«Finale dahoam»

02. Mai 2012 12:33; Akt: 02.05.2012 13:05 Print

Bayern wollen faire Verlosung der CL-Tickets

Über eine Million Ticketbestellungen gingen bei Bayern München für den Champions-League-Final ein. Damit die Vergabe der 17 500 Karten fair über die Bühne geht, wurde ein Notar engagiert.

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Die Allianz-Arena wird beim Champions-League-Final am 19. Mai bis auf den letzten Platz ausverkauft sein. (Bild: Keystone)

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Nur 17 500 Karten stehen dem FC Bayern zum «Finale dahoam» am 19. Mai für seine Fans zur Verfügung. Gegner Chelsea hat einen Anspruch auf dieselbe Zahl an Karten. Die Bayern-Fans haben allerdings schon über eine Million Tickets bestellt. Da staunen sogar die Vereinsbosse - und sie wollen um jeden Preis verhindern, dass irgendjemand bevorzugt werden könnte.

«Wir hatten eine Vorstellung, was hier los sein würde, wenn wir das Finale erreichen. Aber das übertrifft alle Erwartungen. Wir haben beschlossen, dass wir einen Notar zur Ticket-Verlosung hinzuziehen, damit es absolut seriös zugeht», sagt Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge in der «Bild»-Zeitung.

So wollen die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters verhindern, dass später der Vorwurf auftaucht, etwas sei nicht mit rechten Dingen zugegangen. Bei der Ticketvergabe gibt es pro ausgelostes Vereinsmitglied nur eine Eintrittskarte, pro Fanklub maximal vier. «Wir wollen aus der Verteilung der Final-Tickets keine Spezl-Wirtschaft machen. Alle Fans sollen eine theoretische Chance haben, gegen Chelsea dabei zu sein», so Rummenigge.

20 500 Tickets für Sponsoren und Verbände

Chelsea verkauft seine 17 500 Tickets in den nächsten Tagen vor allem online, bevorzugt an Saisonabo-Besitzer. Nur 7000 Finaltickets gehen in den freien Verkauf – allerdings vermeldete die Uefa dafür bereits 231 000 Bestellungen. Die restlichen 20 500 Tickets werden nach einem komplizierten Schlüssel unter den 53 Uefa-Mitgliedsverbänden und den Sponsoren verteilt. Kein Wunder, liegen die Schwarzmarktpreise für den Final schon jetzt bei 8000 Euro pro Ticket. Die teuerste Eintrittskarte kostet übrigens «nur» 360 Euro.

(pre)

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