Super League

20. April 2019 18:16; Akt: 20.04.2019 22:44 Print

GC holt einen Punkt nach spektakulärer Endphase

Die Hoppers machen gegen Thun vieles richtig, das Tor kommt aber erst spät und per Penalty. Es ist das fünfte Unentschieden in Folge.

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Hadern, nichts als hadern. Der Brasilianer Caiuby verwirft die Hände. Er hat beste Chancen, die Führung für GC zu erzielen. Die Hoppers machen gegen Thun nämlich viel richtig, scheitern im Abschluss aber meist an sich selbst. Erst trifft Caiuby per Kopf den Pfosten.. .. und dann scheitert er ganz alleine vor Thun-Goalie Faivre. Nebenan wäre Kollege Marco Djuricin mitgelaufen, Caiuby probiert es alleine. Darum und weil GC auch aus all seinen anderen Möglichkeiten nichts macht, jubelt er in der Nachspielzeit: Der ansonsten praktisch unsichtbare Marvin Spielmann trifft kurz vor Schluss herrlich. Es ist einer von nur drei Schüssen, die die Thuner aufs Tor von Heinz Lindner bringen. Gegessen ist nach dem Thuner Tor aber noch lange nichts. Pinga dringt in den Strafraum ein, Kablan tut ihm den Gefallen und schenkt den Gastgebern einen Penalty. Djuricin läuft an und trifft in die Mitte zum Ausgleich. Zu mehr kommt es nicht. Uli Forte holt im zweiten Spiel seit seiner Rückkehr zu GC erneut einen Punkt. Nun muss er darauf hoffen, dass YB am Montag gegen Xamax drei Punkte holt. Im zweiten Spiel des Abends jubelt der FC Luzern. In der ersten Halbzeit bringt Marvin Schulz die Zentralschweizer in Führung. Er profitiert dabei von einem Fehler des 17-jährigen Leonidas Stergiou und bleibt vor Goalie Stojanovic cool. In der zweiten Halbzeit tut es der Deutsche gleich nochmal. Die St. Galler Abwehr wähnt sich in Sicherheit, als er lossprintet und Stojanovic mit einem Lob bezwingt. Auch in diesem Spiel fällt das letzte Tor spät. Tranquillo Barnetta erzielt es in der 92. Minute. Zu spät, um im Jubiläumsspiel (140 Jahre St. Gallen) noch einen Punkt zu holen.

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Der Tabellenletzte Grasshoppers kann auch unter Uli Forte nicht gewinnen. Gegen das sich in einer Formkrise befindende Thun kommt der Tabellenletzte nicht über ein 1:1 hinaus. Der Abstieg rückt näher. «Wir müssen gegen Thun gewinnen», hatte GC-Trainer Uli Forte vor einer Woche nach dem 0:0 in Basel bei seinem Debüt gefordert. Doch auch im Letzigrund konnten die Zürcher ihre Durststrecke nicht beenden und kamen zum fünften Unentschieden in Folge. Der letzte Sieg gelang den Zürchern am 25. November 2018, seither sind die Grasshoppers in 15 Partien sieglos geblieben.

Gegen Thun mussten die Zürcher am Ende mit dem Punktgewinn zufrieden sein. Die Gäste hatten in der vierten Minute der Nachspielzeit entgegen dem Spielverlauf den Führungstreffer erzielt. Marvin Spielmann schoss nach einer Flanke von Sven Joss mit einer schönen Direktabnahme seinen elften Saisontreffer.

GC mit einem klaren Chancenplus

GC zeigte aber Moral und konnte reagieren – dank einem groben Fehler von Nicolas Hunziker. Der ehemalige Hopper vertändelte den Ball im eigenen Strafraum, Aimery Pinga setzte zum Dribbling an und konnte von Chris Kablan nur regelwidrig gestoppt werden. Marco Djuricin blieb cool und traf in der 96. Minute zum 1:1.

Zuvor hatte sich der Rekordmeister sehr bemüht gezeigt und sich sowohl ein Übergewicht im Spielaufbau sowie ein Chancenplus erarbeitet. Vor dem Tor fehlte aber die Abgeklärtheit und die Effizienz. Der Brasilianer Caiuby vergab zweimal aus bester Position. Kurz vor der Pause traf er nach einer Flanke von Yoric Ravet mit einem Kopfball-Aufsetzer den Pfosten (38.), nach dem Seitenwechsel stürmte er alleine auf Guillaume Faivre zu, scheiterte aber am Torhüter, anstatt den Ball dem mitlaufenden Djuricin aufzulegen.

Thun bot drei Tage vor dem Cup-Halbfinal in Luzern, das in St. Gallen zu einem Sieg kam, eine schwache Leistung. In der zweiten Halbzeit erspielten sich die Gäste aus dem Berner Oberland bis zur 94. Minute keine Torchance, ehe Spielmann der vermeintliche Lucky Punch gelang. Für das Team von Marc Schneider war es das neunte Spiel in Folge ohne Sieg, dennoch ist es noch immer im 3. Rang klassiert.

St. Gallen verliert im Jubliäumsspiel

Das 140-Jahr-Jubiläum des FC St. Gallen missglückt sportlich: Der älteste Verein des europäischen Festlandes verliert vor ausverkauften Rängen gegen Angstgegner Luzern 1:2. Vor allem ein Mann hatte etwas gegen die Festivitäten in der Ostschweiz: Marvin Schulz. Der Deutsche schoss beide Tore für Luzern nach Fehlern der wenig überzeugenden St. Galler Innenverteidigung. Luzern fuhr nach fünf sieglosen Spielen wieder drei Punkte ein und tankte dank einer taktisch cleveren Mannschaftsleistung Moral für den Cup-Halbfinal vom Dienstag gegen Thun.

St. Gallen verlor zum neunten Mal in Folge gegen Angstgegner Luzern und liess Durchschlagskraft und Abschlussvermögen vermissen. Tranquillo Barnettas Anschlusstor (92.) in einer hektischen Schlussphase kam zu spät.

Schulz ist der Stimmungskiller

Dabei hatte St. Gallen bei Partystimmung im ausverkauften Stadion vehement begonnen. Doch Torchancen erarbeiten sich die ideenlosen Ostschweizer vorerst keine. Die Luzerner Abwehr war zu kompakt, diszipliniert und aufsässig. Als die auf Konter lauernden Gäste mutiger wurden, gaben sie durch die schlecht bewachten Christian Schwegler und Christian Schneuwly zwei Warnschüsse ab.

Innerhalb von zwei Minuten sank die Stimmung in der Arena. Da schlenzte der im Abschluss zu zögernde Silvan Hefti den Ball nach einem Corner Tranquillo Barnettas an die Latte, und praktisch im Gegenzug verschätzte sich der 17-jährige Leonidas Stergiou nach einem langen Ball. Er liess den Deutschen Marvin Schulz ziehen, der Dejan Stojanovic keine Abwehrchance liess. 0:1 statt 1:0. Und nachdem erneut Schulz einen Konter zu Beginn der zweiten Halbzeit mit seinem zweiten Treffer abgeschlossen hatte, schwenkten vor allem noch die Luzerner Fans die Fahnen.

Fussball

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • hubsy2005 am 20.04.2019 19:42 Report Diesen Beitrag melden

    Das tut weh GC

    Es ist nur noch eine Frage der Zeit, dann können GC Präsident und GC Vorstand bei jedem Heimspiel die Zuschauer in aller Ruhe per Handschlag persönlich begrüssen.

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  • prof.abronsius. am 20.04.2019 21:20 Report Diesen Beitrag melden

    fcz.fan.westtribüne.

    Bingo, Luzern gewinnt. Wir kommen jede Woche, ein Stück näher an den Barrage-Platz. A.Canepa, wann handeln Sie endlich? Magnin inkl. Bickel weg.

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  • Stefan am 20.04.2019 20:08 Report Diesen Beitrag melden

    St

    Schwach St Gallen für ihr Glück einige Punkte in der Vorrunde sonst Barrage.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jangdebang am 23.04.2019 09:53 Report Diesen Beitrag melden

    FCSG-Würste sind nicht gefragt

    FCSG, der Wurstklub bringt wirklich nichts mehr auf die Reihe und die Wurstsaison OLMA ist ja noch so weit entfernt...

  • EIN Ruedi aus Basel am 23.04.2019 07:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die bome tickt

    frage mich wie lange schaut der fcsg noch zu was zeidler und sutter machen der club steuert immer mehr richtung abstieg wäre dich doch schade um die Ostschweizer

  • EIN Ruedi aus Basel am 22.04.2019 12:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation

    4300 Zuschauer Gratulation es werden immer mehr:)

  • Samu am 22.04.2019 10:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Ist es tatsächlich euer aller ernst und ihr interessiert euch für denn Schweizer Fussball? Oder tut ihr nur so?

    • marko 34 am 22.04.2019 11:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Samu

      Super

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  • marko 34 am 22.04.2019 10:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    GC

    Endlich ein Punkt