Gygax gegen YB

06. Mai 2012 11:21; Akt: 06.05.2012 11:21 Print

Bei Gygax ist nichts normal

von Eva Tedesco - Daniel Gygax hat schwierige Wochen hinter sich und musste als Ersatzspieler viel Geduld zeigen. Aber beim 2:2 gegen YB am Samstag lief «Gygi» zu Hochform auf und holte für den FC Luzern einen wichtigen Punkt.

Daniel Gygax kam in der 59. Minute und holte für den FC Luzern gegen YB einen Punkt. (Video: 20 Minuten Online)
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«Dann habe ich ja ausnahmsweise wieder einmal etwas richtig gemacht», sagt Daniel Gygax nach dem emotionsgeladenen Remis in Bern, als er auf seine Traum-Vorlage zu Ferreiras 1:2 und den durch ihn verwandelten Penalty zum 2:2 angesprochen wird. Der doch überraschend von Gygax und nicht von Michel Renggli, dem Standard-Penaltyschützen der Innerschweizer ausgeführt worden war. Renggli sei halt schon ein bisschen «müde» gewesen, klärte der Torschütze auf.

«Eigentlich war es eine schwierige Situation: Ich werde eingewechselt und wir kassieren sofort das 0:2», so Gygax. «Normalerweise ist es schwierig, dann noch etwas zu bewirken.» Normalerweise, aber nicht am Samstag. Wie gesagt: Erst spielte Gygax, der in der 59. Minute Jahmir Hyka ersetzt hat, einen Zuckerpass auf Nelson Ferreira (in der 59. Minute für Hochstrasser eingewechselt), der zum 1:2 verkürzte. Und dann traf der FCL-Flügelspieler selber mittels Penalty zum 2:2 (92.).

Gygax vom Glück geküsst, Yakin diplomatisch

«Marco (YB-Keeper Wölfli, Anmerk. d. Red.) weiss noch aus unserer gemeinsamen Zeit bei der U21-Nati wie ich Penalty schiesse, aber für einmal war das Glück auf meiner Seite». Der 35-fache Internationale sprach zu Recht von Glück. Adrian Winter hatte geschickt bei YB-Abwehrchef Alain Nef eingefädelt. So geschickt, dass der schwache Unparteiische Adrien Jaccottet darauf hereinfiel und auf den Penaltypunkt zeigte. Zudem ahnte Wölfli die richtige Ecke und war mit der Hand noch am Ball.

«Das war ein Penalty, der gesucht und auch gefunden wurde», kommentierte YB-Interimscoach Erminio Piserchia die Szene. Murat Yakin, der mit seinem Doppelwechsel ein goldenes Händchen bewiesen hatte, zog sich diplomatisch aus der Affäre. «Ich will nichts über die Schiedsrichter-Leistung sagen, sonst lasse ich mich vielleicht noch verleiten. Wenn der Schiri es so gesehen hat, wird es auch so gewesen sein.»

Acht Gelbe und drei Rote Karten in 20 Minuten

Was wohl viele dachten, sprach Michel Renggli aus. «Das Spiel ist ihm entglitten», so der FCL-Defensivspieler. Lange liess der Basler Unparteiische praktisch alles laufen und ahndete lediglich ein Foul Bobadillas (41.) mit Gelb. Ab der 75. Minute – die Stimmung auf dem Platz war zunehmend giftig geworden - setzte Jaccottet zu einer Kartenorgie an und verteilte in den letzten 20 Spielminuten (inklusive fünf Minuten Nachspielzeit) acht Gelbe und drei Rote Karten. Zur Beruhigung der aufgeheizten Stimmung lieferte er damit keinen Beitrag und muss heilfroh gewesen sein, als er die Partie abpfeifen konnte. Das Spiel war ihm längst entglitten.

«Es war wirklich ein Spitzenspiel von zwei aggressiven und spielstarken Mannschaften, das hat man von Anfang an gesehen. So ist Fussball - und klar gehören Rote Karten nicht immer dazu, aber manchmal halt doch. Man sieht ja im TV oft Spiele, in denen sich Spieler gegenseitig fast streicheln. Es ist auch einmal geil, wenn es ein bisschen abgeht», sagt Gygax, der sich nicht lange mit den unerfreulichen Vorfällen aufhalten wollte. Vielmehr freute er sich, dass er nach schwierigen Wochen und meist nur als Zuschauer auf der Ersatzbank, einen Beitrag zum Erfolg der Mannschaft beitragen konnte.

Noch elf Tage bis zum Highlight Cupfinal

Elf Tage vor dem Highlight der Saison, dem Cupfinal am 16. Mai gegen den FC Basel, haben Gygax und Co. mit dem Aufbäumen gegen die drohende Niederlage viel Moral getankt. «YB war eine spielstarke Mannschaft, aber der Cupfinal wird total anders», so Gygax. «Du gehst irgendwie zwei, drei Tage vorher ins Hotel, saugst die ganze Ambiance auf, das Stadion wird voll sein und gegen Basel ist es sowieso immer speziell. Wir freuen uns darauf, dass es ein tolles Spiel geben wird.»
FCL-Abwehrspieler äussert sich zum 2:2 in Bern. (Video: 20 Minuten Online)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • FCL Fan am 06.05.2012 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    Hopp Lozärn

    War ein emotinales, tolles Spiel mit guter Moral des FCL's. Der Cupfinal kann kommen. Los Jungs - ihr packt es......HoHoHopp Lozärn

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  • FCL Fan am 06.05.2012 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    Hopp Lozärn

    War ein emotinales, tolles Spiel mit guter Moral des FCL's. Der Cupfinal kann kommen. Los Jungs - ihr packt es......HoHoHopp Lozärn