Kampfwahl

18. März 2011 10:00; Akt: 18.03.2011 11:10 Print

Bin Hammam will Blatter vom Thron stürzen

Asiens Verbandschef Mohamed bin Hammam kandidiert als Herausforderer von Sepp Blatter für das Amt des FIFA-Präsidenten.

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Asiens Verbandchef Mohamed bin Hammam will Sepp Blatter als Fifa-Präsident ablösen. (Bild: Keystone)

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«Die Zeit ist reif für einen Wechsel, die FIFA braucht Veränderungen», sagte der katarische Geschäftsmann am Sitz der Asian Football Confederation (AFC). Seine Chancen bezifferte er auf 50:50. Bin Hammam gehört seit 1996 dem FIFA-Exekutivkomitee an und beendete mit seiner Ankündigung die monatelangen Spekulationen um seine Ambitionen. Bis zum 1. April um Mitternacht muss er nun von einem der 208 Nationalverbände offiziell nominiert werden. Der 75-jährige Blatter wurde bereits von Somalia vorgeschlagen.

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Seine Kandidatur verband Bin Hammam mit konkreten Reformvorschlägen im Fall seiner Wahl. So will er unter anderem das zuletzt bei der umstrittenen Vergabe der WM 2018 (Russland) und 2022 (Katar) unter Korruptionsverdacht geratene Exekutivkomitee der FIFA von derzeit 24 auf 41 Mitglieder vergrössern.

Kritik des ehemaligen Weggefährten

Der asiatische Spitzenfunktionär galt lange als Weggefährte von Blatter und Stimmenbeschaffer in zwei Wahlkämpfen. Doch zuletzt kritisierte er immer wieder öffentlich die FIFA-Strukturen. Mit seiner Forderung, die Amtszeit des FIFA-Präsidenten generell zu begrenzen, war er allerdings im vergangenen Jahr gescheitert.

Bislang führten acht Präsidenten die FIFA - der Brasilianer João Havelange und sieben Europäer. Bin Hammam wäre der erste Asiate. Blatter hatte 1998 nach einem intensiven Wahlkampf den FIFA-Chefsessel eingenommen. In einer Kampfabstimmung setzte er sich gegen den damaligen UEFA-Präsidenten Lennart Johansson durch. 2002 folgte ein Wahlsieg über den afrikanischen Verbandschef Issa Hayatou. 2007 wurde Blatter ohne Gegenkandidat per Akklamation im Amt bestätigt.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • André Trauner am 19.05.2011 16:11 Report Diesen Beitrag melden

    Blatter hat fertig

    Blatter, tritt in den Ruhestand! Es braucht neue "jüngere" Kanditaten mit Visionen. Es reicht! Die FIFA ist sowieso ein undurchschaubares Gebilde.

  • Andy am 18.03.2011 11:59 Report Diesen Beitrag melden

    FIFA?

    Wurde endlich mal Zeit, dass wieder jemand gegen "Gott" Blatter antritt. Wäre auch gut, wenn die FIFA endlich mal Steuern bezahlen müsste!!!!

    einklappen einklappen
  • Nemo am 19.05.2011 13:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wär ja zu geil,

    erst bekommt Hammam die Spiele und dann den Chefposten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Der Schlaue am 19.05.2011 19:48 Report Diesen Beitrag melden

    Ach Sepp

    Ach Sepp. Warum kraulst du dich am Sessel fest???????

  • toine us züri am 19.05.2011 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    und der FIFA Hauptsitz geht nach Asien.

  • Mark am 19.05.2011 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    Well done, England!

    Fantastisch, dass der wichtigste und älteste Fussballverband der Welt aus England (FA) keinen dieser Typen unterstützt! Damit ist mal ein Zeichen gesetzt. Was aber tun die Deutschen und Schweizer? Weiterhin schön den Bückling machen, man will es sich ja mit Blatter und Konsorten nicht verscherzen. Wahrscheinlich darum, weil dort ähnliche "Strukturen" herrschen. Dass ein Weltwoche-Journi dem noch amtierenden Präsidenten hilft, spricht für sich. Bei einer Volkswahl hätten beiden 0,0% Chancen...aber eben, Demokratie ist was anderes.

    • Mafalda am 20.05.2011 12:25 Report Diesen Beitrag melden

      Right

      Das sehe ich genau so!

    einklappen einklappen
  • André Trauner am 19.05.2011 16:11 Report Diesen Beitrag melden

    Blatter hat fertig

    Blatter, tritt in den Ruhestand! Es braucht neue "jüngere" Kanditaten mit Visionen. Es reicht! Die FIFA ist sowieso ein undurchschaubares Gebilde.

  • Rodolfo am 19.05.2011 14:38 Report Diesen Beitrag melden

    Latour als Nachfolger

    Da schwarze Loch..... und Blatter ist weg. Freuet-Euch, es kommt nichts besseres. Oder soll Strauss-Kahn der Nachfolger werden. Ich persönlich würde Peter Latour vorschlagen, der ist integer und hat Humor.