Nach Rassismus-Eklat

18. Oktober 2019 17:46; Akt: 18.10.2019 18:02 Print

Bulgarien-Coach Balakov tritt zurück

Sowohl der Nationaltrainer als auch die Führung des nationalen bulgarischen Fussballverbands reichen ihren Rücktritt ein.

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Das skandalöse EM-Qualifikationsspiel zwischen Bulgarien und England zieht nach vier Tagen weitere Konsequenzen nach sich. Am Freitag gaben sowohl der bulgarische Nationaltrainer Krassimir Balakov als auch die gesamte Führung des nationalen Verbandes ihren Rücktritt bekannt. In einer offiziellen Mitteilung heisst es, man sei «übereingekommen, dass die Leistungen des Nationalteams zuletzt enttäuschend» gewesen seien.

Der ehemalige GC-Trainer war international in die Kritik geraten, weil er rassistische Vorfälle heruntergespielt hatte. So waren während der Partie in Sofia die englischen Nationalspieler Raheem Sterling und Tyrone Mings mit Affenlauten von der Tribüne attackiert worden. Zudem zeigten einige Zuschauer den Hitlergruss. Das Spiel wurde in der ersten Halbzeit zweimal unterbrochen, dann aber beendet. England gewann 6:0, unter anderem durch zwei Tore von Sterling. Dieser schrieb danach auf Twitter: «Es tut mir leid für Bulgarien, dass sie von solchen Idioten repräsentiert werden.» Balakov selbst hatte nach dem Spiel verlauten lassen, dass er keine rassischten Gesänge vernommen habe und sich die englischen Fans daneben benommen hätten.

Rücktritt des Präsidenten und Festnahmen

Wegen der Ereignisse trat der Präsident des bulgarischen Fussballverbandes, Borisslaw Michailow, am Dienstag nach Aufforderung des bulgarischen Regierungschefs Boiko Borissow zurück. In der Verbandszentrale in Bojana bei Sofia begann kurz darauf eine polizeiliche Überprüfung wegen Korruptionsverdachts. Die Uefa hat eine Untersuchung gegen Bulgarien eingeleitet. Zuletzt waren am Mittwoch vier Bulgaren von der lokalen Polizei festgenommen worden. Sie sollen zu jenen Anhängern gehören, die im Stadion von Sofia mit rassistischen Parolen und Gesten auffielen.

Fussball

(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Analytiker am 19.10.2019 00:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Man beachte

    Die Bulgaren haben wenigstens Rückgrat. Es gibt eine andere Mannschaft, welche ebenfalls durch hässliche Gesten aufgefallen ist - und keiner der Verantwortlichen ist zurückgetreten.

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  • Roli1966 am 18.10.2019 21:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sperren für

    mind 5 Jahre für sämtliche internationalen Wettbewerbe

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  • Ganjaflash am 18.10.2019 20:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ferry Güller am 21.10.2019 11:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chapeau

    Das wünschte ich mir auch von dem einen oder anderen (Schweizer) Trainer

  • DavidBelfort am 20.10.2019 15:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
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  • DavidBelfort am 20.10.2019 15:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
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  • Flo_Aus_H_in_D am 19.10.2019 17:23 Report Diesen Beitrag melden

    der bala....

    er ist bestimmt nicht wg der gesten zurückgetreten..... er hat vorher behauptet das es in bulgarien keinen rassismus gibt und er hat behauptet, das er im spiel, obwhol 2mal unterbrochen, auch ncihts davon mitbekommen hat! er ist einfach ein schlechter trainer - deshalb die rücktrittsforderungen und sein rücktritt! wg. rückgrat..... bulgaren..... lol

  • Condorman am 19.10.2019 15:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zweierlei

    Freistösse zirkeln ins Lattenkreuz ist das eine und eine Mannschaft zu führen ist das andere und dass sind eben zwei verschiedene paar Schuhe.