Polen nicht bereit

08. Juni 2011 16:33; Akt: 08.06.2011 17:10 Print

Chaotische Zustände ein Jahr vor der EM

In genau einem Jahr beginnt die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine. In Polen ist man alles andere als bereit - das hängt auch mit einem chinesischen Billig-Angebot zusammen.

storybild

Der Bau des Nationalstadium in Warschau hinkt hinter her. (Bild: Reuters)

Zum Thema
Fehler gesehen?

In Polen und der Ukraine gibt es in Sachen Fussball-Europameisterschaft noch einige offene Baustellen. Zum Beispiel hinken in Polen die Arbeiten am Nationalstadium in Warschau hinter dem Zeitplan her. Der Arena, in der am 8. Juni 2012 das Eröffnungsspiel stattfinden soll, fehlt es noch an so einigem. Es gibt weder Fluchtwege noch Nottreppen und auch die Elektroinstallationen weisen noch erhebliche Mängel auf. Das Arbeitstempo muss deutlich erhöht werden, soll das Stadion rechtzeitig fertig sein.

Baustopp auf wichtigster Autobahn

Weitere Probleme gibt es beim Ausbau der Autobahnstrecke zwischen Berlin und Warschau. Die Verbindung ist aus logistischer Sicht sehr entscheidend. Über diese Autobahn sollen im Wesentlichen die westeuropäischen Zuschauer an die vier polnischen Spielorte Warschau, Danzig, Breslau und Posen ins Land gebracht werden. Die Arbeiten stehen nun aber bereits seit Anfang April still. Ursache sollen laut der Frankfurter Allgemeinen ausstehende Zahlungen des chinesischen Baukonzerns «China Overseas Engineering Group (Covec)» an die polnischen Subunternehmen sein, die daraufhin in Ausstand traten. Nun kommt es zu Gesprächen zwischen der Baufirma und der polnischen Regierung. Sogar der Premierminister Donald Tusk hat sich eingeschaltet. Notfallpläne werden trotzdem ausgearbeitet. Eine andere Lösung scheint aber in der begrenzten Zeit kaum möglich. Die Verpflichtung des chinesischen Baukonzerns war von Anfang an umstritten. Das Unternehmen lag mit seinem Angebot mit rund 330 Millionen Euro um mehr als einen Drittel unter den offiziell berechneten Kosten.

Verzögerungen bei fast einem Drittel der Projekte

Aber nicht nur die Autobahn zwischen Berlin und Warschau hinkt hinter dem Zeitplan her. Bei fast einem Drittel aller Bauprojekte kommt es zu Verzögerungen. Dem Ausbau des Strassen- und Schienennetzes kommt eine grosse Bedeutung zu, weil an der Europameisterschaft allein 60 Millionen Tagestouristen zu den Stadien gebracht werden müssen.

In der Ukraine sorgt man sich ebenfalls um den Stadionbau. Im März gestand die Uefa noch «ein paar Probleme» ein.

(fbu)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jürg Meili/Fortaleza/Brasilien am 08.06.2011 23:03 Report Diesen Beitrag melden

    WM 2014

    Das ist noch gar nichts. Wartet mal ab, was 2014 hier in Brasilien abgeht. Da wird nix fertig sein, nicht einmal die Flughäfen werden die Zuschauer abfertigen können.

  • Niko Hammann am 08.06.2011 21:38 Report Diesen Beitrag melden

    kein wunder

    so ist es richtig! sie sollen weiterhin nur noch chinesische firmen mit dem bau von strassen usw beauftragen und dann kommt garantiert alles zu stande! schande!!! kann ich da nur sagen. zu grunde gehen sollen länder die den inländischen firmen schaden zu fühgen und ihnen die aufträge vorenthalten!!!

    einklappen einklappen
  • Bernhard am 09.06.2011 06:36 Report Diesen Beitrag melden

    Ist doch logisch

    Musste ja so kommen, denn die Polen arbeiten auf anderen Baustellen in der Schweiz, Deutschland und übrigen Europa. Die haben keine Zeit in der Heimat zu arbeiten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • el Patrrron am 17.06.2011 17:16 Report Diesen Beitrag melden

    jaja...

    Immer die gleiche Leier, ist das überhaupt noch ein Beitrag wert? Solche Sachen passieren doch immer vor EM oder WM, dort ist man nicht fertig, da fehlt geld etc. Schlussendlich wirds schon klappen

  • Bernhard am 09.06.2011 06:36 Report Diesen Beitrag melden

    Ist doch logisch

    Musste ja so kommen, denn die Polen arbeiten auf anderen Baustellen in der Schweiz, Deutschland und übrigen Europa. Die haben keine Zeit in der Heimat zu arbeiten.

  • Jürg Meili/Fortaleza/Brasilien am 08.06.2011 23:03 Report Diesen Beitrag melden

    WM 2014

    Das ist noch gar nichts. Wartet mal ab, was 2014 hier in Brasilien abgeht. Da wird nix fertig sein, nicht einmal die Flughäfen werden die Zuschauer abfertigen können.

  • Victor P.. am 08.06.2011 22:35 Report Diesen Beitrag melden

    What you pay is what you get!

    So war es und wird immer sein. Aber kein Problem - die EM kann notfalls irgendwo anders ausgetragen werden.

  • Niko Hammann am 08.06.2011 21:38 Report Diesen Beitrag melden

    kein wunder

    so ist es richtig! sie sollen weiterhin nur noch chinesische firmen mit dem bau von strassen usw beauftragen und dann kommt garantiert alles zu stande! schande!!! kann ich da nur sagen. zu grunde gehen sollen länder die den inländischen firmen schaden zu fühgen und ihnen die aufträge vorenthalten!!!

    • Icarus am 08.06.2011 23:13 Report Diesen Beitrag melden

      Etwas wiedersprüchlich

      Entweder hast du deinen Sarkasmus sehr gut versteckt oder dein Beitrag ist ziemlich wiedersprüchlich. Man darf im Übrigen die inländischen Firmen bei grossen Projekten nicht bevorzugen.

    • Bruno Banani am 09.06.2011 04:03 Report Diesen Beitrag melden

      China ist ueberall

      Nico, ich denke auch Du konsumierst taeglich chinesische Produkte

    • Bauhher am 09.06.2011 07:08 Report Diesen Beitrag melden

      Bevorzugen?

      Bevorzugen nicht, aber die Aufträge an Sie vergeben kann man trotzdem...

    • Rudy Mentair am 09.06.2011 08:56 Report Diesen Beitrag melden

      so oder so

      @icarus: man muss aber auch nicht den günstigsten/billigsten nehmen... ;)

    einklappen einklappen