Champions League

07. April 2014 17:09; Akt: 07.04.2014 17:09 Print

Chelsea braucht gegen PSG die Tore von Eto'o

von Oliver Fischer - Chelsea hat in der Premier League gerade 3:0 gegen Stoke City gewonnen – und doch wünscht sich Coach José Mourinho die schnelle Rückkehr von Samuel Eto'o.

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Wenn Chelsea-Trainer José Mourinho sich über sein Team auslässt, hat man oft den Eindruck, er trainiere eine Kellermannschaft, die froh sein sollte, wenn sie ab und zu ein Spiel gewinnt. Insbesondere die Offensivabteilung, namentlich die nominellen Stürmer, haben bei Mou einen schweren Stand. Dabei liegt Chelsea in der Premier League auf Rang zwei mit ebenso vielen Punkten Rückstand auf Leader Liverpool und steht im Champions-League-Viertelfinal.

Doch bei genau diesem Viertelfinal liegen aktuell die Sorgen des Portugiesen: Das Hinspiel ging gegen Paris Saint-Germain 1:3 verloren und der Druck an der Stamford Bridge ist damit hoch. Zwei Tore braucht Chelsea, um doch noch in den Halbfinal einzuziehen – sofern Paris nicht trifft. Wer diese Tore erzielen soll, ist für Mourinho die grosse Frage. Seinen Stürmern Fernando Torres und Demba Ba traut er das nicht wirklich zu. Und beim 3:0 gegen Stoke City trafen mit Mohamed Salah, Frank Lampard und Willian drei Mittelfeldspieler, die nicht einmal fix zur Stammelf gehören.

«Wenn das Risiko nicht zu gross ist, stelle ich ihn auf»

Das eigentliche Sorgenkind ist der Spanier Torres, der bei Chelsea weiterhin nicht auf Touren kommt. Der dünne Silberstreifen am Horizont scheint für Chelsea und seinen erfolgsverwöhnten Trainer ein möglicher Einsatz von Samuel Eto'o zu sein. Der Kameruner fehlte seit dem 6:0-Kantersieg in der Liga gegen Arsenal am 22. März verletzungsbedingt. Der 33-Jährige ist immer noch der produktivste Chelsea-Stürmer mit 11 Toren in 31 Spielen. Wenn also auch nur die leiseste Chance besteht, dass Eto'o spielen kann, gedenkt Mourinho ihn einzusetzen: «Wenn wir nicht mindestens zwei Tore schiessen, sind wir draussen. Wenn es also jemanden gibt, der diese Tore schiessen kann, dann werde ich ihn aufstellen. Wenn das Risiko für ihn nicht zu gross ist, stelle ich ihn auf.»

Die Wahrscheinlichkeit, dass Mourinho das Risiko eingeht, ist gross. Er braucht seinen gefährlichsten Stürmer, um Paris zu schlagen. Und zehn seiner elf Tore hat Eto'o an der heimischen Stamford Bridge erzielt. Damit kommt Mou eigentlich gar nicht um den Kameruner herum. Dass Chelsea ein 1:3 aufholen kann, haben die Londoner vor zwei Jahren gegen Napoli bewiesen, als sie die Gäste zuhause gleich mit 4:1 abfertigten.