13. Dezember 2007 00:01; Akt: 12.12.2007 19:13 Print

Chikhaoui: Bayern gehen in Offensive

Die FCZ-Bosse treffen sich am Samstag zu Verhandlungen in Berlin. Gesprächspartner soll aber nicht Herthas Dieter Hoeness, sondern dessen Bruder Uli von Bayern München sein.

Fehler gesehen?

Die Dienstreise von Präsident Ancillo Canepa und dem Verwaltungsrats-Delegierten René Strittmatter an den Knüller Hertha Berlin gegen Bayern München ist seit längerem geplant. Nur, wer vermutet hat, das FCZ-Führungsduo folge einer Einladung von Dieter Hoeness, liegt falsch. «Wir haben keine gekriegt», bestätigt Strittmatter. Einen Termin mit dem Hertha-Manager in Sachen Raffael (darf für 10 Mio. Franken im Winter weg) gebe es auch nicht, erklärt Strittmatter. «Wir haben zwar Offerten für ihn auf dem Tisch – aber nicht von Hertha.» Weshalb also der Trip nach Berlin? Strittmatter vielsagend: «Es spielt am Samstag ja auch noch ein anderer Verein in Berlin.»

Damit liegt es auf der Hand, dass sich die Zürcher für den Vertragspoker um den von ganz Europa umworbenen Tunesier Yassine Chikhaoui ins Olympiastadion begeben. Und da die Bayern-Bosse unlängst die Fühler nach dem 21-jährigen Ballkünstler ausgestreckt haben, wird der Gesprächspartner des Duos nicht Dieter, sondern Uli Hoeness heissen. «Das kann ich weder bestätigen noch dementieren», sagt Strittmatter nur.

Es ist jedoch wahrscheinlich, dass Chikhaoui im Sommer für die Münchner zaubern wird. Weil sich der Rekordmeister die Ablösesumme für Chikhaoui – etwa 20 Mio. Franken – locker leisten könnte. Gestern verpflichtete der Bundesliga-Krösus das brasilianische Supertalent Breno – für 18 Mio. Franken.

Andy Huber