U21-EM

14. Juni 2011 13:17; Akt: 14.06.2011 13:59 Print

Darauf müssen wir uns gefasst machen

von Eva Tedesco, Aalborg - Sie kommen aus dem Land der Vulkane, Geysire und Eis-Wüsten. Für die U21-EM haben sie sich zum ersten Mal qualifiziert: Island fordert die Schweiz. Das müssen wir erwarten.

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Hoffenheim-Mittelfeldspieler Gylfi Sigurdsson zählt zum besten Standard-Schützen im Team der Isländischen U21-Nati. (Bild: Keystone/AP)

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Obwohl die isländische U21-Nati zum ersten Mal an einer U21-Endrunde teilnimmt, verfügt die Mannschaft über viel Erfahrung. Denn gleich 11 der 23 Spieler im Kader von Trainer Eyjolfur Sverrisson spielen bei Vereinen in England, Holland, Schweden oder Deutschland und haben diverse Einsätze in der A-Nationalmannschaft auf den Konten.

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Einer, der aus dem Talentschuppen der Isländer herausragt, ist Gylfi Sigurdsson. Der offensive Mittelfeldspieler wechselte im September 2010 für 5,2 Millionen Euro vom FC Reading (37 Spiele/16 Tore) zur TSG Hoffenheim. Entdeckt wurde Sigurdsson vom Sohn des damaligen Trainers Ralf Rangnick. Während seiner Schulzeit in Bradfield besuchte Kevin die Spiele des englischen Zweitligisten. Dabei war ihm der Isländer aufgefallen und seinem Vater empfohlen worden. Sigurdsson wechselte in die Bundesliga und kam in der abgelaufenen Saison zu 29 Einsätzen (9 Tore). In der U21-Nati zählt der in Reykjavik geborene Mittelfeldspieler (5 U21-Tore) nach Topskorer Johann Gudmundsson (AZ Alkmaar/9 Tore) und mit Alfred Finnbogason (Lokeren/5) zu den treffsichersten Schützen.

David Beckham kopiert

Neben der Torgefährlichkeit und seinem guten Passspiel gilt Sigurdsson vor allem als sicherer Freistossschütze. Die Technik dafür hat er sich antrainiert. Mit unzähligen Wiederholungen und immer und immer wieder den gleichen Übungen, verriet er einst in einem Interview in Deutschland. Zudem habe er zu Hause sehr genau die Freistösse seines Idols David Beckham studiert, seine Standards analysiert und auch vieles davon abgeschaut. 2010 war der 21-Jährige in der Heimat zum Fussballer des Jahres gewählt und ihm zu Ehren ein Song komponiert worden. Der kultige Hit heisst: «Sig! Sig! The Sig's on fire!»

U21-Nati-Trainer Pierluigi Tami hat vor dem weitgehend unbekanntem Gegner viel Respekt. «Island ist eine Mannschaft mit Erfahrung.» Der Schweizer warnt nicht nur vor Sigurdsson, sondern allgemein vor den schnellen Konterangriffen der Isländer, die oft mit fünf bis sechs Mann ausgeführt werden. «Wir müssen mit viel Köpfchen, Geduld und Präzision spielen. Viele Fehlpässe und Ungenauigkeiten wie in den letzten 30 Minuten im Spiel gegen Dänemark dürfen wir uns nicht mehr leisten.»

Zwei bis drei Neue im Schweizer Team

Viel Grund zu Umstellungen in seiner Equipe hat Tami nicht. Dennoch kündigt er für Dienstag «zwei bis drei» Änderungen gegenüber dem ersten Spiel an. In der nicht ganz sattelfesten Abwehr wird wohl François Affolter für Timm Klose Platz machen müssen. Wahrscheinlich ist, dass Tami statt im 4-1-4-1, mit der Einzelmaske Admir Mehmedi im Sturm, auf ein 4-3-3 umstellt und dafür der defensive Mittelfeldspieler Pajtim Kasami ins Team rutscht.

So spielt die Schweiz heute:
Sommer, Rossini, Berardi, Klose, Koch, Lustenberger, Shaqiri, Xhaka, Frei, Emeghara, Gavranovic.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marco am 14.06.2011 18:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    U21

    U21 ist besser als die A manschaft der schweiz

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marco am 14.06.2011 18:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    U21

    U21 ist besser als die A manschaft der schweiz