Urteilsbegründung

20. Dezember 2011 16:31; Akt: 20.12.2011 16:31 Print

Darum darf Sion die Punkte behalten

Die Swiss Football League verzichtete darauf, den FC Sion mit Forfaitniederlagen zu bestrafen. Weshalb sie dies tat, hat sie nun öffentlich gemacht.

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Wie lange jubeln die Sion-Spieler noch? (Bild: Keystone)

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Die Disziplinarkommission der Swiss Football League hat knapp zwei Wochen nach ihrem Entscheid, den FC Sion nicht mit Forfaitniederlagen zu bestrafen, die Urteilsbegründung nachgeliefert.

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Fünf Vereine (Grasshoppers, Lausanne-Sport, Thun, Basel und Luzern) hatten gegen die Wertung der Begegnungen mit Sion Protest eingelegt, weil die Walliser mit den sechs mittlerweile nicht mehr spielberechtigten Neuzugängen angetreten waren. Auf den Einspruch von GC ging die Disziplinarkommission aus formellen Gründen nicht ein.

Die Proteste der anderen Vereine wies sie ab, weil die superprovisorischen und provisorischen Massnahmen des Bezirksgerichts Martigny gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts auch dann gültig bleiben, wenn sie sich im Nachhinein als ungerechtfertigt erweisen. Das heisst, die sechs Spieler (Stefan Glarner, Billy Ketkeophomphone, Mario Mutsch, Pascal Feindouno, José Gonçalves und Gabri) waren vom Zeitpunkt des superprovisorischen Entscheids aus Martigny (5. August) bis zu dessen Aufhebung durch das Walliser Kantonsgericht (16. November) spielberechtigt. Dass die Swiss Football League dem FC Sion irrtümlich die Qualifikations-Formulare zustellte, war für die Disziplinarkommission nicht von Belang.

Sions Einsprachen abgeschmettert

Auch die Einsprachen des FC Sion wurden abgewiesen. Die Walliser hatten gegen die Wertung der beiden Begegnungen mit den Young Boys (1:2 am 23. Juli und 1:1 am 4. Dezember) protestiert, weil sie ohne ihre sechs Neuzugänge hatten antreten müssen. Die Disziplinarkommission hielt diesbezüglich fest, dass am 23. Juli die sechs Spieler noch ohne Spielberechtigung waren und Anfang Dezember das Walliser Kantonsgericht die provisorische Massnahme bereits aufgehoben hatte. Gegen alle diese Entscheide kann nur vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch erhoben werden.

Noch ausstehend ist das Urteil in Bezug auf den Protest des FC Sion gegen die Wertung der Partie vom 10. Dezember (1:1 gegen Zürich). Zudem läuft derzeit ein Verfahren gegen den Walliser Verein. Die Disziplinarkommission prüft, ob das Team von Präsident Christian Constantin gegen statuarische oder reglementarische Bestimmung verstossen hat. Der Weltverband FIFA hatte am Samstag ultimativ eine Strafe gegen den FC Sion gefordert und dem Schweizerischen Fussballverband mit der Suspendierung seiner Mitgliedschaft gedroht.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Willem van Penalty am 20.12.2011 17:42 Report Diesen Beitrag melden

    Das Recht gilt für alle!

    Und jetzt soll die Disziplinarkommission auf Druck der FIFA und evtl. des SFV Sion die Schweizer Rechtssprechung brechen? Die Disziplinarkommission hat das Recht absolut korrekt angewandt. Und auch wenn das die FIFA anders sieht, in der Schweiz steht es jedermann offen juristisch gegen etwas vorzugehen. Die FIFA will hier ein Exempel statuieren und gegen das ist entschieden vorzugehen. Suspension hin oder her! Oder wie sollen wir unseren Jungen erklären, dass das nur für uns Normalsterblichen, für die Herren Blatter, Platini resp. deren Verbände nicht gilt!

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  • Thomas Jauslin am 20.12.2011 18:35 Report Diesen Beitrag melden

    Pfui!

    Beim SFV und der SFL kann der FC Sion und sein Präsi seit Jahren machen was er will. 2 Jahre sind 2 Jahre und nicht 2 Saisons!! Sion und CC hat überall Narrenfreiheit und die anderen Clubs leiden darunter. Der Verband und seine Hampelmänner kuschen vor CC.

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  • Jack the Chipper am 20.12.2011 16:58 Report Diesen Beitrag melden

    Dramaqueen superleague

    Unsere Liga ist auf dem Rasen schon öde genug... das wird durch diesen Juristenkram nicht besser. Man hätte Sion einfach mit allen ihren Söldnern spielen lassen sollen... an der Tabelle hätte sich nicht viel geändert.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Vereinsmeier am 21.12.2011 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    Vereinsmitglied

    Die Geschichte ist doch relativ einfach. Wenn ich in einem Verein bin, so habe ich dessen Statuten zu befolgen. Sonst habe ich dort nichts zu suchen.

  • Thomas Weber am 20.12.2011 22:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie hat das nochmal angefangen?

    Das ganze Problem hat doch damit angefangen das sich der Fc Sion über ein verhängtes Transferverbot hinweg gesetzt hat oder sehe ich das falsch? Der Fc Sion hat ja auch die Statuten der Uefa und Fifa anerkennt also sollten sie sich auch daran halten. Das sagt ein Außenstehender der mit dem ganzen Schweizer Fussball nichts am Hut hat. Also bin ich neutral.

    • oliver am 22.12.2011 02:10 Report Diesen Beitrag melden

      neutral aber unwissend

      du siehst das falsch: der fall geht viel weiter zurück auf den transfer des ägyptischen nationaltorhüters. sion hat sich nicht einfach über ein transferverbot hinweggesetzt. das sportgericht hat das transferverbot unklar formuliert. das gericht in martigny hat nicht einfach aus freundschaft zum fc sion die spieler berechtigt, die ganze sache ist komplex. ebenso nicht die dk! die fifa ist in der ch und missachtet schweizer rechtssprechung, das ist ein skandal an sich.

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  • J.U. Rist am 20.12.2011 21:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Recht/FIFA/Blatter/CC 

    Es ist schon interessant, dass jetzt gegen die FIFA so geschossen wird (nein, ich bin auch nicht Freund der FIFA), aber man (der SFV, die Teams, CH-Juristen etc.) hätte halt vor dem Unterschreiben des Vertrages genauer darüber nachdenken sollen was man unterschreibt (um oben mitzuspielen) und ob alles rechtens ist! Von Blatter kann man halten was man will, aber er hat den Fussball zu dem gemacht, was er heute ist (mit allen vor- und nachteilen)!

  • Toni Klose am 20.12.2011 18:41 Report Diesen Beitrag melden

    Basler jammern wieder

    Ist doch EGAL ob die Basler spielen oder nicht, sie werden sowiso verlieren, also wen krazt das?

    • dill dabb am 20.12.2011 20:09 Report Diesen Beitrag melden

      Was heisst übrigens "wieder jammern"??? du gehörst sicher zu denjenigen, die gegen Manu im Vorfeld auch posaunt haben, dass der FCB hoch verliert.. !

    • Hans Muster am 20.12.2011 20:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Einahmen 

      Es geht auch noch um die Einahmen!

    • Ein nicht FCB Fan am 20.12.2011 20:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Intelligent

      Wieder mal ein toller Beitrag eines Superintelligenten. Hast du evt mitbekommen das der FCB mit ABSTAND das beste Team ist und kürzlich MANU aus der CL geworfen hat. Schon klar das sie das nicht jeden Dienstag machen aber kein anderes CH Team ist nur annähernd so gut wie der FCB.

    • Andi A am 20.12.2011 21:14 Report Diesen Beitrag melden

      wie unsportlich und diskriminierend

      immer gegen die Basler, obwohl sie zurzeit Schweizweit den besten Fussball spielen. Es geht nicht ums Gewinnen, sondern darum, dass viel Geld flöten geht. Basel hat sich die Qualifikation erkämpft.

    • Samuel Winter am 20.12.2011 21:26 Report Diesen Beitrag melden

      Basler jammern wohl zurecht

      Das hättest Du wohl auch vor dem ManU-Match geschrieben. Wie falsch Du da gelegen hättest...

    • johnny b am 20.12.2011 21:53 Report Diesen Beitrag melden

      ja da redet wohl ein yb fan

      weil es ein SCHWEIZER TEAM IST nicht nur basel fiebert mit auch gc fans hoffen auf das nächste wunder

    • P. Enz am 20.12.2011 23:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Jaja...

      Toni: es spielt überhaupt keine Rolle ob sie nun weiterkommen oder nicht, es geht um die Chance die dem FCB ohne eigenes verschulden weggenommen wird. Und ausserdem geht ein Spiel immer 90min und da kann alles passieren und nur weil Sie dem FCB diese Chance nicht gönnen oder neidisch sind, da Ihr Club dies nicht schafft, ist Ihr Kommentar am falschen Platz!

    • miro manne am 20.12.2011 23:46 Report Diesen Beitrag melden

      verdienst

      es geht hier um 2Spiele, welche sich der FCB verdient hat, indem man Manchester United aus der CL geworfen hat! ist ja egal wer Favorit ist und wie DU das siehst, oder?

    • Claude Nöthiger am 21.12.2011 08:02 Report Diesen Beitrag melden

      Basler haben wenigstens etwas zum Jammer

      Scheinbar Sie, FCZ Fan?

    • jäck the chipper am 21.12.2011 11:17 Report Diesen Beitrag melden

      Finanzen

      Es gibt ca. 6mio gute Gründe diese Spiele auszutragen.

    • Marc Mayer am 21.12.2011 12:22 Report Diesen Beitrag melden

      Denk mal nach!

      Hier geht es um ein paar Millionen Franken, die Basel nicht bekommen würde, deshalb würde Basel den SFV/SFL auf Schadensersatz verklagen. Ausserdem geht es hier um Plätze in der Weltrangliste der Länder, wenn sie am Achtelfinale teilnehmen. Besorg dir also lieber mal die Hintergrundinfos, bevor du ein Kommentar wie dieses abgibst. Es könnte auch die restlichen Schweizer Klubs betreffen, und der einzig wahre Klub ist der FC Basel!

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  • Thomas Jauslin am 20.12.2011 18:35 Report Diesen Beitrag melden

    Pfui!

    Beim SFV und der SFL kann der FC Sion und sein Präsi seit Jahren machen was er will. 2 Jahre sind 2 Jahre und nicht 2 Saisons!! Sion und CC hat überall Narrenfreiheit und die anderen Clubs leiden darunter. Der Verband und seine Hampelmänner kuschen vor CC.

    • hans peter am 20.12.2011 20:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      2 Jahre?? da wissen Sie ja mehr alls alle anderen

    • Dani A. am 20.12.2011 22:54 Report Diesen Beitrag melden

      Hallo Thomas? hast du überhaupt eine Ahnung um was es in diesem Fall geht? oder jammerst du weil es die anderen au tuen? Weist du wieso die 6 Spieler nicht spielen dürften?

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