Wie 2 Zusatzpunkte

16. Oktober 2019 10:42; Akt: 16.10.2019 18:47 Print

Darum ist das späte Tor der Schweiz Gold wert

Nur Erlösung? Mitnichten! Der Treffer in der Nachspielzeit hat den Wert von zwei zusätzlichen Punkten.

Dank diesem Tor reichen der Schweiz noch vier Punkte für die direkte EM-Qualifikation. Video: SRF
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In der 93. brach es aus ihnen heraus. «Jaaaaaaaaaaaaaa», schrie SRF-Kommentator Sascha Ruefer ins Mikrofon, Yann Sommer schien eine ähnliche Wortwahl zu verwenden, als er alleine in der Schweizer Platzhälfte jubelte. Der Rest stürzte sich auf den (vermeintlichen) Torschützen Edimilson Fernandes. Vorbei ist er, der Fluch der späten Gegentore. Zurück sind sie, die erlösenden Treffer kurz vor Schluss – wie beispielsweise gegen Serbien an der WM 2018. Dabei dürfte den meisten im ersten Augenblick gar nicht bewusst gewesen sein, dass dieses Tor viel mehr wert ist, als nur die Entscheidung in diesem kapitalen EM-Qualifikationsspiel.

Nein, das späte 2:0 gegen Irland nahm auch noch gehörig Druck für die letzten beiden Partien. Um sich sicher für die Europameisterschaft 2020 zu qualifizieren benötigt die Schweiz nun maximal vier Punkte. In diesem Fall hätte die Schweiz 15 Punkte, diese Marke könnten auch Dänemark und Irland erreichen. Dann würde die Tordifferenz aus den Direktbegegnungen der punktgleichen Teams entscheiden. Dank dem 2:0 gegen Irland steht die Schweiz bei einer Differenz von +1 – ebenso wie Dänemark.

Irland hat aufgrund der Niederlage vom Dienstagabend eine Minus-2-Bilanz. Um die Konstellation von drei Mannschaften mit 15 Punkten zu erreichen, müsste Irland gegen die Dänen gewinnen, Dänemark stünde dann also schlechter da als die Schweiz. Hätten die Schweizer gegen Irland nur 1:0 gewonnen, wäre ein Ausscheiden mit 15 Punkten noch möglich gewesen.

Nun ist die Ausgangslage vor dem Heimspiel gegen Georgien und dem Gastauftritt in Gibraltar zum Schluss noch etwas komfortabler. Das Nationalteam könnte sich sogar einen kleinen Ausrutscher erlauben und wäre dennoch an der EM. Auch wenn Punktverluste gegen die beiden Aussenseiter so gar nicht ins Selbstverständnis dieses Teams passen: etwas Reserve zu haben schadet nie.

Noch ruhiger schlafen lässt es sich mit etwas Hilfe von den Gegnern. Es gibt nämlich ein Szenario, in dem der Schweiz ein einziger Punkt zum Weiterkommen genügt: Wenn die Dänen am letzten Spieltag Irland schlagen, sind sie Gruppensieger. Dann würde der Schweiz ein Punkt genügen – mit 12 Zählern hätten sie zwar gleich viele wie die Iren, aber auch in diesem Szenario die bessere Tordifferenz aus den Direktbegegnungen.

Fussball

(fas)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ab Löscher am 16.10.2019 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Stoppt diesen GIF Quatsch !

    das lesen der Kommentare wird zur Qual ! durch die vielen, sich wiederholenden Kurzfilmchen (meist von schlechter Qualität) wird einem schwindelig... da löscht es einem noch ganz ab...

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  • Abacus am 16.10.2019 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    immer diese Rechnerei

    die Primadonnas müssen einfach den Finger raus nehmen und die Spiele jeweils gewinnen. Dann braucht es auch kein Rechnen à la "was wäre wenn" mehr ;-)

  • Realist am 16.10.2019 11:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    94

    Hmmm da möcjt ich doch auch mal nen kommentar schreiben. Erstmal mag ich den sieg der nati doch sehr gönnen. Aber da wird von der besten nati aller zeiten gesprochen, und wir müssen in einer gruppe mit (beste gegner irland und dänemark) um die quali zittern bzw rechnen. Da muss ich mir doch sagen wievdie vorherige quali wo england mitspielte, wir sind weit weg von den grossen, wirklich weit weg. Die letzten jahre meist losglück. Für die wm 94 war man mit italien und portugal ind der gleichen gruppe und kam weiter, das war doch ne leistung. Weiterhin viel glück

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter am 19.10.2019 10:19 Report Diesen Beitrag melden

    Aufhören zu rechnen

    Gegen Gibraltar & Georgien muss man einfach gewinnen. Würde auch dem verunsicherten Team gut tun, denn diese Qualy war alles andere als überzeugend. Man hatte einfach Glück eine schwache Gruppe zu erwischen

  • Marcellino am 18.10.2019 18:03 Report Diesen Beitrag melden

    Fräulein Rodriguez Penaltyschütze?

    Für Penaltys hätten wir auch noch Männer in der Mannschaft. z.B. Schär oder so!

  • Ganjaflash am 17.10.2019 05:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Max Recht am 17.10.2019 01:00 Report Diesen Beitrag melden

    Wirklich?

    Cool, aber ist es wirklick so? habs nirgends gefunden. Sagen wir es wäre 1:0 geendet dann hätte die Schweiz +-0 und Irland bezwingt Dänemark 1:0 dann hätten alle +-0, aber würde dann nicht geschossene Tore zum Zug kommen?

    • Peter Silie am 17.10.2019 01:16 Report Diesen Beitrag melden

      so geht's

      Sagen wir es wäre 12 zu 9 die Iren hätten 4 Punkte weniger als die Russen und die Engländer 12 mehr als Italien. Was sagt uns dies? Die Schweiz wäre qualifidüdelt. Prost.

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  • Daniel am 17.10.2019 00:22 Report Diesen Beitrag melden

    Schwache Leistung des CH-Teams...

    nach dem 1:0 einfach lustlos den Ball hin und her schieben wird an der EM niemals ausreichen. Die alten Säcke wie z.B. Lichtsteiner müssen aus der Mannschaft gekippt werden. Schon nur die hässlichen Jubel Fratzen nach dem Schlusspfiff in die Kamera sagen alles über die Einstellung von Lichtsteiner aus.