Der EM-Fahrplan der Nati

10. Dezember 2019 00:17; Akt: 10.12.2019 09:24 Print

Basiscamp in Rom, Testspiele in Katar

von Eva Tedesco - Die Schweizer Nationalmannschaft wird sich in Bad Ragaz vorbereiten. Das Hauptquartier während des Turniers schlägt sie in Rom auf.

Bildstrecke im Grossformat »
Die Nationalmannschaft wird - die Bestätigung des katarischen Organisators steht noch aus - zwischen 23. und 31. März 2020 in Doha gegen Portugal, Kroatien und Belgien spielen. Ab dem 25. Mai bezieht die Schweiz in Bad Ragaz Quartier für die Vorbereitung bis 5. Juni. Die Nationalmannschaft erwartet für das tägliche Training auf dem Fussballplatz des FC Bad Ragaz ein Rasen in «Weltklasseformat». Aber auch die Infrastruktur und der hohe Qualitätsstandard haben aus dem Grand Resort Bad Ragaz das Fussball-Hotel Nummer 1 in der Schweiz gemacht. Patrick Vogler, CEO Grand Ressort Bad Ragaz und seine rund 800 Mitarbeiter werden alles tun, damit sich die Nationalspieler wohl fühlen. Das Grand Resort Bad Ragaz erstrahlt in neuem Glanz, wurde zum 150. Geburtstag am 1. Juli 2019 für 45 Millionen Franken umgebaut. Und es kann sich sehen lassen. Der grüne Salon dient als Rückzugsort, aber kann auch für Teambesprechungen verwendet werden, denn im hinteren Teil der Green Hall gibt es Leinwand und Beamer. Die Fussballer, die auch viel Zeit auf den Zimmern verbringen, erwartet Luxus, aber auch Behaglichkeit. So eine Suite steht dem Nationaltrainer zur Verfügung. Die Mahlzeiten nehmen Lichtsteiner, Akanji und Co. in einem eigenen Raum im Kursaal ein. Dort kann Petkovic auch seine Meetings abhalten. Der Raum verfügt über einen separaten Zugang. Der hauseigene Fitnessclub mit den modernsten Geräten. Nach einem anstrengenden Training steht den Stars mit dem Helenabad (34°) und das Sportbad (28°) zur Verfügung. Zudem können sie auch den Pool im Garten benützen. Manuel Akanji kennt Bad Ragaz bestens, denn der Verteidiger bereitet sich im Sommer mit Borussia Dortmund im Sarganserland auf die Bundesliga vor. Ab 14. Juni - nach dem ersten Gruppenspiel reist das Nationalteam nach Rom und bezieht dort ihr Base-Camp. In der italienischen Hauptstadt wohnt die Mannschaft im 4-Sterne-Hotel Sheraton Parco de' Medici. Ein 27-Loch Golfplatz und ein Aussenpool laden zum Entspannen und Abschalten zwischen den Spielen ein. Die Zimmer sind modern und hell. Rom ist nach den Spielen zudem auch leicht erreichbar für einen Kurzbesuch für die Familien der Spieler.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Es ist jetzt schon so sicher wie das Amen in der Kirche: Das Turnier 2020 wird eine Vielflieger-EM. Denn die Euro im kommenden Sommer findet nicht wie bisher in einem oder maximal zwei Ländern, sondern in 12 Städten in ganz Europa statt. «Romantisch» nannte der abgesetzte Uefa-Präsident Michel Platini seine gewöhnungsbedürftige Idee zum 60-Jahr-Jubiläum der Europameisterschaft. Die Schweiz muss in der Gruppenphase gegen Italien, Wales und die Türkei spielen. «Eine nicht ganz einfache, aber machbare Gruppe», sagt Nationaltrainer Vladimir Petkovic. «Rein logistisch haben wir aber die schwierigste Gruppe gezogen.» 7000 bis 8000 Kilometer werden die Schweizer allein in der Vorrunde im Flugzeug zurücklegen.

Katar
Schweizer Auftakt ins EM-Jahr
Die Schweizer tragen zwei Gruppenspiele (13. Juni gegen Wales und 21. Juni gegen die Türkei) in Baku aus. Dazwischen spielen sie in Rom gegen Italien (17. Juni). Aber die erste Reise steht schon im März an. Zum Auftakt ins EM-Jahr geht es ab in die Wüste. Die Nationalmannschaft wird – die Bestätigung des katarischen Organisators steht noch aus – zwischen dem 23. und 31. März in Doha gegen Portugal, Kroatien und Belgien spielen. Jedes Team soll à la Final-Four-Turnier zwei Spiele austragen. Für diese Art Werbung zahlt der WM-Ausrichter 2022 eine nicht unerhebliche Summe. Ein weiterer Vorteil: Die SFV-Verantwortlichen können sich ein erstes Bild über die Begebenheiten, Stadien und die Atmosphäre im Wüstenstaat machen.

Nationalmannschafts-Direktor Pierluigi Tami zu den Vorbereitungsspielen vor der EM. (Video: E. Tedesco)

Bad Ragaz
Trainingslager im Kurort
Am 25. Mai – exakt 20 Tage vor dem ersten Gruppenspiel – nimmt das Nationalteam im Grand Resort Bad Ragaz (SG) die Vorbereitung auf. Das führende Wellbeing & Medical Health Resort Europas besteht aus den beiden Fünf-Sterne-Hotels Grand Hotel Quellenhof & Spa Suites und Grand Hotel Hof Ragaz sowie dem Palais Bad Ragaz und hat viel Erfahrung mit Fussballmannschaften. Während Borussia Dortmund, Liverpool und West Ham die Vorzüge des Kurortes mit Güte-Qualitätssiegel geniessen, ist es für die Schweizer Nationalmannschaft der erste Aufenthalt in Bad Ragaz. Liverpool-Trainer Jürgen Klopp und von BVB-Coach Lucien Favre lobten stets den perfekten Rasen der Rii-Au, dem Platz des FC Bad Ragaz, wo auch die Nationalmannschaft trainieren wird.

Teammanager Damien Mollard sagt, was für Bad Ragaz den Ausschlag gab. (Video: E. Tedesco)

«Die Regenerationsmöglichkeiten rund um das 36.5°C warme Thermalwasser, das aus der Tamina-Schlucht direkt ins Resort fliesst, und die medizinische Kompetenz unseres Hauses bieten perfekte Rahmenbedingungen, um an der EM punkten zu können», sagt CEO Patrick Vogler. Vor der EM wird die Schweiz am 31. Mai in Basel gegen Deutschland testen und zum Abschluss am 4. Juni in St. Gallen ein Länderspiel gegen Liechtenstein absolvieren. Am 8. Juni fliegen die Schweizer ab Zürich nach Baku.

Für die Unterkunft und Trainingsmöglichkeiten in Baku muss der SFV noch zwei Entscheide der Delegationen von Wales und der Türkei abwarten. Die Entscheidung soll bis Ende Woche feststehen.

Rom
Base-Camp im Land des Gegners
Nach dem Auftaktspiel gegen Wales reist die Nationalmannschaft am 14. Juni ins Basislager nach Rom. Wieso ausgerechnet Rom? «Mental ist es sicher interessanter für die Spieler, in Rom statt in Baku stationiert zu sein. Rom ist für die Familien nach den Spielen auch besser zu erreichen. Und wenn wir weiterkommen, hätten wir für die kommenden Aufgaben eine weniger weite Anreise», argumentiert Vladimir Petkovic.

In der italienischen Hauptstadt wohnt die Mannschaft im Hotel Sheraton Parco de' Medici. Das 4-Sterne-Hotel ist vom Flughafen aus in kurzer Distanz zu erreichen und ist umgeben von Gärten. Ein 27-Loch Golfplatz und ein Aussenpool laden zum Entspannen und Abschalten zwischen den Spielen ein. Trainieren wird das Nationalteam auf dem Gelände Fulvio Bernardini der AS Roma.

Nationaltrainer Vladimir Petkovic zur Wahl von Rom als Base-Camp. (Video: E. Tedesco)

Fussball

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Della Santa am 10.12.2019 09:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umweltsünde EM

    Bin ich der einzige der es irgendwie absurd findet. Jeder Spricht von Umweltschutz, die Grünen haben Riesen Zuwachs , aber man macht eine Fussball Europameisterschaft verteilt auf ganz Europa. Die Fans und Spieler fliege nun jedes Spiel.

  • Roger am 10.12.2019 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    Geld...Geld..Geld..

    Es gibt wohl nicht einen einzigen Grund der Baku als Austragungsort rechtfertigt.. Genau wie beim Europa-League Final.. Als nächstes ist der EM-Final in New York City oder was?

  • Roli am 10.12.2019 08:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Typisch

    Es kann nicht genug kosten und das ist typisch fuer die Nati unter Petkovic!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Roger am 10.12.2019 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    Geld...Geld..Geld..

    Es gibt wohl nicht einen einzigen Grund der Baku als Austragungsort rechtfertigt.. Genau wie beim Europa-League Final.. Als nächstes ist der EM-Final in New York City oder was?

  • @Schweizer Fan am 10.12.2019 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Es ist eine bodenlose Frechheit, das man nach Baku fliegen muss, dann nach Rom und wieder zurück nach Baku. Kann mir jemand sagen, warum Deutschland und Italien solche Heimspiele hat? Wurde wohl bei der Planung schon Geld verschoben!!

  • Katrin Tar am 10.12.2019 10:46 Report Diesen Beitrag melden

    Ernsthaft...

    Finde ich super die Testspiele in Katar zu absolvieren! Das wäre auch mein erster Vorschlag für einen Austragungsort gewesen...

  • Michi am 10.12.2019 10:18 Report Diesen Beitrag melden

    Too much?

    Etwas sehr viel Luxus auf Kosten der Steuerzahler

  • André Meier am 10.12.2019 09:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zeitplan

    Eher Zeitplan, nicht Fahrplan.