Erfolgreich wie nie

01. Mai 2012 01:55; Akt: 01.05.2012 07:21 Print

Der FCB kratzt an der 100-Millionen-Marke

von Eva Tedesco - Der FC Basel präsentiert an seiner 118. Generalversammlung ein Rekordergebnis. Vor allem in der Champions League spielte Rotblau so viel Geld ein wie noch nie.

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Die Führung des FC Basel präsentiert an der Generalversammlung ein Rekordergebnis. (Bild: Keystone/AP)

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Der abtretende FCB-Finanzchef Mathieu S. Jaus übergibt seinem Nachfolger Stephan Werthmüller ein prallgefülltes Kässeli. Im Kalenderjahr 2011 generierte der FCB einen Umsatz von 67,6 Millionen Franken. So viel wie noch kein Schweizer Fussballverein zuvor. Der Reingewinn beträgt 5,52 Millionen. Allein in der Champions League kassierte der alte und neue Schweizer Meister 24 Millionen Franken. Rund fünf Millionen Franken aus der Europa-Kampagne kann der FCB in die Bilanz für das Jahr 2012 übertragen. Wie auch den Reingewinn aus der Jahresrechnung 2011. «So gehen wir mit Rückenwind ins Kalenderjahr 2012», so Jaus zufrieden.

In vier Champions-League-Teilnahmen hat der FCB knapp 95 Millionen Franken verdient. Bei der Premiere im 2002 betrug der Gewinn 28 Millionen Franken. Auch dank der Zwischenrunde, die es damals noch gab. Die Teilnahmen in den Jahren 2008 und 2010 waren sportlich wie finanziell weniger lukrativ: Die Einnahmen beliefen sich auf je 19 Millionen. Rund 29 Millionen werden es dank der sensationellen Achtelfinal-Qualifikation aus der vergangenen Kampagne werden. Dass Rotblau die 100-Millionen-Marke knapp verpasst, liegt allein am schwachen Euro. 2008 gab es für den Euro 1,50 Franken und mehr. Jaus: «Die Verbandseinnahmen wären dann um rund vier Millionen Franken höher ausgefallen.» Und der FCB hätte an der 100-Millionen-Marke gekratzt.

Spitzenreiter auch bei den Zuschauereinnahmen

Besonderes wirtschaftliches Geschick zeigt die Vereinsleitung bei der Ausbildung und dem Verkauf von Spielern. 2011 füllte der Transfer von Samuel Inkoom in die Ukraine die Kasse. Und auch der abrupte Abgang von Thorsten Fink zum HSV brachte Geld ein. Den Trainer-Transfer im letzten Oktober liess sich der FCB mit über einer Million Franken Schmerzensgeld bezahlen. Insgesamt belief sich der Transferertrag 2011 auf 9,7 Millionen.

Absolut top ist Rotblau bei den Zuschauereinnahmen. 26,6 Millionen Franken (bei einem Schnitt von über 29000 Fans pro Heimspiel und über 24000 Saisonkarten-Inhabern) nahm der FCB durch Zuschauer ein. Zum Vergleich: Der Schnitt beim Rest der SL-Klubs liegt bei knapp acht Millionen Franken.

Der Erfolg bringt auch Mehrausgaben mit sich

Das erfolgreiche Jahr 2011 hat aber auch die Kosten in die Höhe schnellen lassen. Allein die Personalkosten belaufen sich mittlerweile auf 34,9 Millionen Franken - für aktuell 161 Angestellte. Die Lohnkosten für das Profikader weist der FCB nicht aus. Schätzungsweise liegt diese Summe aber zwischen 20 und 23 Millionen. Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr (31,3 Millionen) ist auf den sportlichen Erfolg und die damit zusammenhängenden Prämien für die Profimannschaft (Punkteprämien, Meisterprämien etc.) zurückzuführen. «Die Prämien sind für ausserordentliche Leistungen ausbezahlt worden und deshalb sehr gut investiertes Geld», sagt Jaus.

Dank diesen ausserordentlichen sportlichen Erfolgen sieht es danach aus, dass der FCB seinen Umsatzrekord schon mit der nächsten Jahresrechnung wieder übertrumpfen wird. Zu den eingangs erwähnten Millionen, die auf das Jahr 2012 übertragen werden, kommen rund 15 Millionen fix dazu. Das ist die Summe, die die Bayern für den Transfer von Xherdan Shaqiri nach Basel überweisen müssen. Weitere mögliche Transfereinnahmen sind nicht ausgeschlossen. Ein Jahresumsatz von 80 Millionen Franken ist keine Utopie. Und auch 100 Millionen scheinen nicht mehr unerreichbar, glaubt Jaus. Ein Satz, den die Konkurrenz der Bebbi mit Unbehagen lesen wird.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Remo Müller am 01.05.2012 09:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Guten Job gemacht

    Diese Leistung ist beeindruckend. Ich wünschte, so wäre es auch bei meinem FCSG. Gratulation an den FCB. Der Erfolg ist verdient.

  • Pascal Huber am 01.05.2012 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Dummschwätzer und Neider

    Unglaublich. Nicht mal jetzt kriegen es diese von Neid geplagten Dummschnuuris hin einfach mal hinzustehen und einzugestehen das beim FC Basel schlicht und einfach grandios gearbeitet wird. Die Dummschnuuris haben auch noch nicht gemerkt, dass beim FCB die halbe Mannschaft aus einheimischen besteht und nicht irgendwelches Geld von entscheidender Bedeutung für diesen Meistertitel war. Hauptsache immer mit dem Finger vor Neid erblassend auf andere zeigen und niemals etwas selber erreichen, gell YB Fans? Ihr tut mir einfach nur leid. Der FCB hat eine schlicht überragende Saison gezeigt. Punkt!

  • a.fo am 01.05.2012 08:50 Report Diesen Beitrag melden

    Professionelles Management

    Andere Klubs sollten nach Basel schauen, damit sie auch so professional geführt werden können, dass würde der Liga und dem Schweizer Fussbal gut tun.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Pascal Huber am 01.05.2012 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Dummschwätzer und Neider

    Unglaublich. Nicht mal jetzt kriegen es diese von Neid geplagten Dummschnuuris hin einfach mal hinzustehen und einzugestehen das beim FC Basel schlicht und einfach grandios gearbeitet wird. Die Dummschnuuris haben auch noch nicht gemerkt, dass beim FCB die halbe Mannschaft aus einheimischen besteht und nicht irgendwelches Geld von entscheidender Bedeutung für diesen Meistertitel war. Hauptsache immer mit dem Finger vor Neid erblassend auf andere zeigen und niemals etwas selber erreichen, gell YB Fans? Ihr tut mir einfach nur leid. Der FCB hat eine schlicht überragende Saison gezeigt. Punkt!

  • Oliver Guggisberg am 01.05.2012 14:06 Report Diesen Beitrag melden

    Basel, das Mass aller Dinge

    Basel soll in die BL, dann gäbe es den krankhaften Neid nicht mehr. Was die lächerliche ASL ohne Basel noch Wert hat, sei mal dahin gestellt. Fans vom FCZ und YB sind meist die grössten Grännis und kommen immer wieder mit dem Namen Gigi Oehri. Hat es in den Slum Vierteln rund um die Städte Zürich und Bern keine Geldgeber, oder wollen potenzielle Geldgeber keinen Looser Verein unterstützen? haha Wieviele Einwohner hat die Stadt ZH? Die Ausrede mit den vielen vereinen kommt nicht mehr an, da kein einziger Verein, ausser der ZSC Erfolg hat. ZH ist keine Sportstadt, da liegt der Hund begraben!!

  • Basler am 01.05.2012 11:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FCB ist mehr als nur ein Fussballklub

    Im Gegensatz zu den meisten anderen Clubs ist der FCB nicht nur ein Fussballclub sondern tief in der Region verwurzelt. Wenn jemand (auch nicht Fussballfans) Basel charakterisiert, spricht er/sie vom Rhein, Fasnacht und vom FCB. Der Club ist identitätsstiftend und allgegenwärtig, er ist mehr als ein Fussballclub, fast schon "Staatsreligion" ;-)

    • Maniac am 01.05.2012 11:51 Report Diesen Beitrag melden

      FCB Religion? Pah!

      Wenn der FCB 'ne Religion sein soll, bin ich Atheist ;-). Ihr Basler meint wirklich ihr seid die einzigen Fussballverrückten in der Schweiz? Dann schaut mal nach St. Gallen oder Sion, hat halt weniger Modefans, aber sonst wahrscheinlich noch leidenschaftlicher als ihr.

    • yves müller am 01.05.2012 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      nein

      ehhhm nein? was es bei uns in basel gibt, gibt es so in keiner region der schweiz....

    • noel noe am 01.05.2012 12:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      ...

      Erst denken, dann plappern. Akzeptier's, dass Basel der Krösus ist, von wegen Sion (Kasperverein) und St. Gallen (Abstiegskandidat).

    • Stefan Schindler am 01.05.2012 13:25 Report Diesen Beitrag melden

      Basler hat recht

      Weil eben auch echte Basler beim FCB spielen: Huggel, Streller, Frei, Degen, Shaqiri, Xhaka alle in Basel aufgewachsen! Das sind eben die Wurzeln vom Club.

    • 1893 am 01.05.2012 13:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      krösus

      wir sind der krösus der liga, akzeptiert es!

    • Joggel vom Joggeli am 01.05.2012 14:05 Report Diesen Beitrag melden

      Träumer

      Schön, wie der Basler vor sich hinschwärmt. Ist aber schon etwas armselig, wenn die Rheinstadt nur gerade den FCB zu bieten hätte. Ich sehe den FCB als das positivstes Ereignis und den Stern einer absolut vergessenswerten Grotten-Liga. Wenn sich der FCB zu halten vermag und die Clubführung etwas Grips an den Tag legt, klappts. Hoffentlich räppeln sich auch die anderen Vereine zusammen, sonst wirds noch langweiliger.

    • Jolli am 01.05.2012 14:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Basel top

      Manica@ einfach nichts schrieen wenn es nur kindliches verhalten zeigt! Es ist so der FCB ist seit generationen fest mit der Stadt verwurzelt. Mein Vater nahmmich immer an die spiele mit ich nehme jetzt immer meinen Sohn mit. Hat nichts mit Modefans zu tun. Schau lieber mal das deine Verein fussball spielen lernen damit wir mal konkurenz haben.

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  • Phil am 01.05.2012 11:37 Report Diesen Beitrag melden

    Sinn?

    Die 100-Millionen-Marke der Vier-Champions-League-Teilnahmen-auf-zehn-Jahre-verteilt-Kategorie ist natürlich ein wichtiger Benchmark. Was dies allerdings aussagen soll, bleibt mir ein Rätsel.

  • Markus am 01.05.2012 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht schlecht

    Da können sich die anderen klubs in der schweiz aber eine gehörige scheibe abschneiden!