Knall in der Super League

24. Oktober 2019 15:00; Akt: 30.10.2019 18:37 Print

Der FCL-Verwaltungsrat fällt auseinander

Nach den Rückzügen von Sawiris, Schmid und Sieber tritt auch Bernhard Alpstaeg ab.

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Der 24. Oktober wird als turbulenter Tag in die Geschichte des FC Luzern eingehen. Es ist dieser Donnerstag, an dem der Verwaltungsrat der Zentralschweizer auseinander fällt. Am Morgen vermeldete die «Luzerner Zeitung», dass ein Trio das Gremium per sofort verlassen würde, bestehend aus Samih Sawiris, Hans Schmid und Marco Sieber. Den Entscheid teilten sie Präsident Philipp Studhalter schriftlich mit. Es soll um ein Kaufangebot des Trios gegangen sein. Sawiris, Schmid und Sieber besitzen 34,1 Prozent der FCL-Aktien.

Von einem Verkauf seiner Aktien an seine Mitaktionäre wollte Hauptgeldgeber Bernhard Alpstaeg offenbar nichts wissen. Wie die «Luzerner Zeitung» schreibt, verweigerte er ein Gespräch mit Sawiris, Schmid und Sieber. Letzterer wird in der Zeitung so zitiert: «Da Herr Alpstaeg einmal mehr das Gespräch verweigert, diesmal über ein aus unserer Sicht faires Angebot im Interesse des FC Luzern, sich jedoch gleichzeitig aktiv um den Verkauf seiner Aktien an Dritte bemüht, sind aus unserer Sicht die Voraussetzungen für ein weiteres Mitwirken im Verwaltungsrat nicht mehr gegeben.»

Sawiris, Schmid und Sieber wollten Alpstaeg seine 52 Prozent abkaufen. Sie boten aber zugleich an, ihre Anteile an Alpstaeg zu verkaufen. Dieser aber soll nicht nur das Gespräch verweigert haben, er hat kürzlich auch 60 Prozent der Stadion Luzern AG erworben und sich zum Stadionbesitzer gemacht.

Die grösste Überraschung kam am Donnerstagnachmittag. Gegenüber der Luzerner Zeitung bestätigte Präsident Studhalter, dass Alpstaeg ebenfalls nicht mehr zum Verwaltungsrat gehöre. Offenbar ist der Hauptaktionär bereits Anfangs Oktober von seinem Amt zurückgetreten. Darüber sei das Trio um Sawiris nicht informiert worden, sagte Sieber.

Gemäss Präsident Studhalter ist der FCL weiterhin handlungsfähig, es sei zudem sichergestellt, dass die Führung mit ihm selbst und dem weiteren Verwaltungsrat Josef Bieri gut funktioniere. Bieri besitzt zehn Prozent der FCL-Aktien und ist der letzte Aktionär, der im Verwaltungsrat verbleibt.

Um 16 Uhr bestätigt der FC Luzern die Rücktritte seiner Verwaltungsräte. In einer offiziellen Mitteilung heisst es: «Der FC Luzern bedauert, dass sich der im Aktionariat schon längere Zeit schwelende Zwist nun in der Öffentlichkeit entladen hat. Der Club fordert die Aktionäre in der aktuellen Situation zu einem besonnenen und lösungsorientierten Handeln auf, um einen noch grösseren Schaden für die Reputation und das Image des Clubs abzuwenden.»

Fussball

(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • CHerin am 24.10.2019 15:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kindergarten

    Geld und Macht, traurig und der Verein ist der Leidtragende, schlimm solche Szenen

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  • Mäsu B. am 24.10.2019 15:12 Report Diesen Beitrag melden

    Klartext

    Endlich, Alpsteg geht! Das ist eine Chance, Schade um die anderen drei!

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  • Rummenigge am 24.10.2019 15:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Theater FCL

    Typisch, seit Jahren immer Theater, deswegen kommt der FCL auf keinen grünen Zweig.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kurt am 27.10.2019 02:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bernhard,richtig gemacht!

    Ich habe das vor Jahren profezeit. Deine Großzügigkeit und Vertrauen wurden nie richtig wahrgenommen. In der Schweiz haben wir Weltklassesportler die weltweit mit weniger Sponsoring mehr Leute erreichen. Schade für großartigen Fans.Es muss ja nicht Federer sein.

  • FCL Fan - eh. Spieler am 26.10.2019 22:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt Befreiung von den EGO Besitzer

    Der FCL wäre gut beraten die Mächte der Investoren mit EGO Interessen zu befreien Weg von Einzelpersonen und Publikumsaktien auszuschreiben. ... Bitte an die heutigen Besitzer Abschluss und Verkauf zu einem guten Preis Nur so, kann der FCL zum Ausbildungsverein gesund wachsen und wird identifiziere Fans und Aktionäre finden und bessere Besucherzahlen ausweisen

  • Pfulg am 26.10.2019 11:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alpstäg hat unter Null Ahnung vom Fussball Geschäf

    Als grosser Fan des FCL, würde ich lieber RB mit seiner nachhaltigem Aufbau in Luzern sehen, unterstützen, siehe Salzburg, Leipzig, New York diese sind überall Spitze und der Nachwuchs wird extrem gut gefördert, als einer wie Bernhard Alpstäg, der nur da ist, um mit seinem Geld und Macht zu prahlen, aber unter Null Ahnung vom Fussball Geschäft hat. Der ist noch viel schlimmer als CC.

    • Ruedi von Arb am 26.10.2019 11:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Absolut

      Gut geschrieben. Zum Glück gibt es noch Fussball Fans mit realer Sicht. Auch wenn ich eigentlich gegen RB und anderen Grossinvestoren bin, wäre es dennoch die bessere Lösung als mit Alpstaeg.

    • Kurt am 27.10.2019 02:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pfulg

      Didi Mateschitz hat Hunderte Mio in den Sport mit seiner Brühe investiert. Dank dem Thailänder.Das ist doch kein Vergleich. Ich denke, B.Alpstäg sehr wohl an die Jungen gedacht, als er beim FCL einstieg. Kein Schweizer kann sich solche Investitionen im Sport leisten.Mateschitz hatte dazumal einfach ein glückliches Händchen, obwohl es ein ungesundes, grausiges Gesöff ist.

    • KvB am 27.10.2019 12:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pfulg, Alpstäg ist ein Macher,kein Träumer!

      B. Alpstäg wollte etwas beim FCL bewegen und Ordnung bei dem Club reinbringen, der schon vor seiner Anwesenheit Turbulenzen aufwies. Aber gewisse Neider hatten immer was zu meckern. Es ist nicht selbstverständlich so grosse Summen für eine Region zu investieren. B. Alpstäg hätte eher in Weltklassesportler investiert, die wir ja in der CH haben und einige Aufmerksamkeit weltweit erreichen. Denn mit dem FCL war das ja nie möglich. Seine auf der ganzen Welt erfolgreichen Produkte schafft er mit sehr zufriedenen Mitarbeitern, die B. Alpstäg achten und als volksnahen Patron mögen. Topinvestor!

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  • Seetaler am 26.10.2019 11:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mir blutet das Herz und die Seele

    B. Alpstaeg ist ein Möchtegern und ein krankhafter Egoist, Ich Mensch und ein Querulant. Solche Typen werden nie Freunde haben und im Sport wird es nie aufgehen. In der Privatschaft ein Schweinetreiber deren Mitarbeiter ausgenutzt werden. Ich an meiner Stelle würde mal seine Firma unter die Lupe nehmen. Dort werden scheinbar Dumpinglöhne ausbezahlt, was strafbar ist. Kenne einen, dem werden nicht mal Sozialleistungen bezahlt. Sicher anderen auch nicht. Aber ein Bonze darf sich ja mehr erlauben, Frechheit. Fakt ist: Alpstaeg ist zwar der, der die meisten Anteile hat beim FCL, aber es ist auch ein Fakt dass der FCL mit Alpstaeg nicht vorwärts kommt. Mir als Jahrzehntelanger FCL Fan blutet das Herz und Seele, wenn ich sehe was für ein Machtmensch hier das Sagen hat, der ehrlich gesagt ein trauriger Kautz ist.

    • Malterser am 26.10.2019 11:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Sehe ich gleich

      Sehe ich gleich. Mittlerweile könnte ich mir auch vorstellen, wenn RB oder ein anderer grosser Investor Luzern kaufen würde, um nachhaltige Arbeit zu verrichten, mit Leuten, die wirklich Ahnung vom Fussball haben. Mit Alpstäg sind wir trotz seinem Geld keinen Schritt weiter gekommen, seit Jahren stagnieren wir. Stagnation ist immer schlecht.

    • Bonanza am 26.10.2019 12:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Auch schon gehört

      @Seetaler Solche Infos hab ich auch schon gehört. Dann wird sicher was dran sein. Alpstäg raus

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  • Marco am 25.10.2019 16:12 Report Diesen Beitrag melden

    schade

    Der FC Luzern hätte so viel Potential, leider ist der Club seit einigen Jahren schlecht geführt, die Konstellationen passen auch nicht. Ein initiativer Unternehmer aus der Innerschweiz könnte viel erreichen, wenn er übernimmt. Die jetzige Crew muss weg und zwar möglichst alle, so blamiert man sich.