Maradonas Päsentation

17. Juli 2018 12:53; Akt: 18.07.2018 09:13 Print

Der Fussballgott kommt im Monstertruck

von Tim Zimmermann - In Weissrussland wurde Diego Maradona, der neue Club-Boss von Dinamo Brest, vorgestellt – und das ziemlich skurril.

Der Star von Dinamo Brest ist der neue Club-Boss Diego Armando Maradona. Seine Präsentation war skurril. (Video: Tamedia)
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Während in Paris die Massen den französischen Weltmeistern zujubeln, wird in Turin mit Cristiano Ronaldo der Transfercoup des Jahres vorgestellt. Am gleichen Tag stellt auch der weissrussische Club Dinamo Brest einen Neuen mit viel Tamtam vor. Der neue Star des aktuellen Tabellensechsten? Ihr neuer Vorstandsvorsitzender.

Einen Tag nachdem er in Moskau den WM-Final mit seiner Anwesenheit beehrt hat, landet Diego Armando Maradona mit dem Privatjet in Weissrussland. Er steigt aus der Maschine und alle auf dem Rollfeld jubeln. Die Hand Gottes winkt aus dem Fenster der Limousine und alle auf dem Rollfeld jubeln.

Der Kommandant im fussballerischen Niemandsland

An der darauffolgenden Pressekonferenz unterschreibt Maradona Autogramme, verzieht das Gesicht beim Kaffeetrinken und posiert mit der weissrussischen Cup-Trophäe, die Dinamo Ende Mai gewann. Der Verein hat eigens für ihn Autogrammkarten drucken lassen. Darauf steht in Anlehnung an Che Guevara, dessen Konterfei Maradona als Tattoo auf dem Oberarm trägt, «Comandante». Che Guevara kämpfte für ein unabhängiges Kuba, Maradona um Aufmerksamkeit.


Die Bilder der Präsentation:

Mardonas Ankunft im fussballerischen Niemandsland


Am Abend wird dann in Brest auch noch Fussball gespielt. Dinamo trifft auf den Meisterschaftszweiten Soligorsk. Doch das Vorprogramm der Partie ist der Event. In einem Vehikel, das aussieht, als hätten ein Monstertruck und ein Militärjeep einen gemeinsamen Nachfahren, steht der 57-jährige Argentinier, hebt seinen Kopf aus dem Dachfenster und winkt den Fans zu. Das Schauspiel in Brests GOSK-Brestskiy-Arena wirkt wie eine skurrile Militärparade für einen gefallenen Fussballgott.

Seine Zuständigkeiten sind unklar

Ob Maradona effektiv Aufgaben beim Verein übernimmt und – falls ja – welche, ist bisher unklar. Wie verschiedene Medien berichten, soll Maradona für sein dreijähriges Engagement im Südwesten Weissrusslands 20 Millionen Euro erhalten. Auf Instagram hatte Maradona bereits verkündet, dass er gerne in Weissrussland leben und arbeiten möchte. Was er dort zu tun hat, wird sich zeigen.

Und während in Paris gejubelt und gefeiert wurde, in Turin sich die Tifosi die Seele aus dem Leib schrien, wurde in Brest Fussball gespielt. Unter den Augen Maradonas verlor Dinamo 1:3. Aber wen interessiert schon das Spiel, wenn man so einen Promi im Vorstand hat.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Theorie &Praxis am 17.07.2018 13:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Coci

    Ich sehe nur einen drogensüchtigen steuerhinterzieher der von einem seiner söhne nichts wissen möchte. Welcher gott ist den hier gemeint ?

    einklappen einklappen
  • Mary Roos am 17.07.2018 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    O M Gott

    Meine Güte, wie kann man nur. Fussballgott! Mit was für einer Überheblichkeit, kann man einen Mann, mit einer recht dubiosen Vergangenheit, so nennen??!! Was hat der schon gemacht, dass es der Menschheit besser geht? Er möchte in Weissrussland leben und arbeiten.... arbeiten, weiss er überhaupt wie das geht?

    einklappen einklappen
  • @Dona Mara am 17.07.2018 14:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich

    20 Mio zum Fenster rausschmeissen für jemanden der ins Gefängnis gehört. Und wir Dubelis gehen täglich arbeiten. Die Gesellschaft geht dem Abgrund entgegen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Loris Brenner am 19.07.2018 20:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unterschied

    Maradona macht sich jetzt zum Kasper, ok. Aber er hat als Fussballer sehr viel geleistet. Die sogenannten Schweizer Nati-Stars hingegen haben an der WM wenig geleistet und machen sich zum Kasper.

  • Gigi Oehri am 17.07.2018 22:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fussballgott fährt gepanzerte Limo

    Wie beim Papst und seinem Papamobil. Nur, dass Diegos Limousine offen stand. ;)

  • Marc am 17.07.2018 18:23 Report Diesen Beitrag melden

    Schade Dieguito

    Er ist kein Fussballgott mehr, sondern nur noch eine Karikatur seiner selbst.

  • eiramenna am 17.07.2018 18:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Maradona

    Wieso Fussballgott? Der gehört nicht mehr in ein Fussballstadion mit seinen widrigen Gesten in Russland.

  • Bud am 17.07.2018 17:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gspune......

    noch so ein Spinner und ich schaue niemehr Fussball