Arjen Robben

15. März 2011 08:06; Akt: 15.03.2011 08:06 Print

Der Torrausch hat seine Sinne nicht vernebelt

von Andy Huber - Die Bayern können im Achtelfinal-Rückspiel Inter Mailand aus der Champions League werfen. Doch trotz des 1:0 vom Hinspiel und des 6:0 zuletzt gegen den HSV geben sich die Münchner ungewohnt zurückhaltend.

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Bayerns Arjen Robben liess im Hinspiel Inter-Verteidiger Andrea Ranocchia alt aussehen. (Foto: Keystone)

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Das Sechserpack am vergangenen Samstag gegen den Hamburger SV hatte alle in München aus dem Stimmungstief gerissen. Aber offenbar hat der Torrausch die Sinne der Spieler nicht vernebelt. Man werde zwar mit «breiter Brust» in den Hit gegen den Titelverteidiger gehen, betont Flügelflitzer Arjen Robben, der gegen den HSV mit drei Toren brilliert hatte. Der Holländer weiss aber nach dem Theater der letzten Wochen um Trainer und Landsmann Louis van Gaal (darf bis Ende Saison bleiben) und der sportlichen Achterbahnfahrt, wie wacklig das Bayern-Ge­bilde ist und wie schnell heute auch der ­letzte Strohhalm in Sachen Titelgewinn in dieser Saison knicken könnte: «Wir haben ein sehr gefährliches Spiel vor uns. Wir dürfen uns nichts erlauben. Wenn Inter Mailand ein Tor schiesst, wird es plötzlich sehr eng.»

Für die Münchner, die für die Pleite im letztjährigen Final (0:2) unbedingt Revanche nehmen wollen, spricht die Statistik: Seit der Einführung der «Königsklasse» in der Saison 1992/93 flog der Titelhalter stets vorzeitig raus.

Derlei Statistiken interessieren die Italiener nicht. Trainer Leonardo, der mit seinen Stars im Münchner Hotel Vier Jahreszeiten logiert, denkt nicht daran, sich bereits sechs Tage vor dem offiziellen Frühlingsanfang aus dem Wettbewerb zu verabschieden: «Nichts ist unmöglich. Wir sind gut genug, um den Job in München zu erledigen.» Und Boss Massimo Moratti betont: «Wir brauchen kein Wunder, um weiterzukommen!» So tönen sonst eher die Bayern.