Ballon d'Or

09. Oktober 2018 18:12; Akt: 09.10.2018 18:12 Print

Der Weltmeister will seinen Weltfussballer

Bei der Wahl der Fifa ging Frankreich leer aus. Nun soll ein Franzose den Ballon d'Or kriegen. Antoine Griezmann?

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«Was kann er noch tun, um ihn zu gewinnen?» Nun, Diego Godin, die Antwort lautet offenbar auch in einem WM-Jahr: die Champions League gewinnen. Der Verteidiger von Atlético Madrid macht sich im Vorfeld des Ballon d'Or für seinen Teamkollegen Antoine Griezmann stark. Der Weltmeistertitel mit Frankreich und der Gewinn der Europa League reichten dem Franzosen nicht zur Wahl des Fifa-Weltfussballers.

Die Veranstaltung des Weltverbandes – die Fifa kürt ihre Weltbesten seit 2016 in Eigenregie – endete gar ohne einen Weltmeister in den Top 3. WM-Finalist und Champions-League-Sieger Luka Modric setzte sich Ende September gegen Cristiano Ronaldo (Real Madrid, jetzt Juventus Turin) und Mohamed Salah (Liverpool) durch.

Nun soll es also mit dem Ballon d'Or klappen, den «France Football», ein französisches Magazin, seit 1956 vergibt. Wenn nicht für den 27-jährigen Angreifer, dann für einen anderen Weltmeister. «Ein Franzose sollte gewinnen», so Griezmann auf dem Cover der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins. Es stehen sieben zur Auswahl, so viele wie zuletzt nach dem Gewinn der Heim-WM 1998. Ein gutes Omen gibts obendrauf: Damals wurde mit Zinédine Zidane letztmals ein Franzose Weltfussballer.

29 Spieler sind 2018 nebst Griezmann nominiert, darunter auch Diego Godin. Inwiefern sich die Wahl von derjenigen der Fifa unterscheidet, zeigt sich am 3. Dezember. Die Jury ist zumindest eine andere: Während bei «France Football» 173 Stimmen von Fachjournalisten zählen, ist es bei der Fifa ein Mix aus Fans, Nationaltrainern und Captains sowie ausgewählten Journalisten.

Elf Fakten zur Auswahl von «France Football»:

Die Madrilenen

Acht Kandidaten stehen bei Real Madrid unter Vertrag. Der Club hatte Ende Mai in Kiew zum dritten Mal in Serie die Champions League gewonnen. Mit Luka Modric haben die Königlichen bereits den Fifa-Weltfussballer. Gut möglich, dass Real den dritten Sieger in Folge stellt, der zugleich den Ballon d'Or überreicht kriegt. 2016 und 2017 hatte sich Cristiano Ronaldo das Double geschnappt.

Luka Modric ist erstmals Weltfussballer. (Video: Tamedia/SNTV via AP)

Die Deutschen

Ein Champions-League-Titel rechtfertigt keine Nomination. Für Toni Kross, Modrics Mittelfeldpartner bei Real Madrid, fand sich kein Platz unter den 30 Spielern. Was auffällt: 2018 ist kein Deutscher dabei.

Die Bundesliga

So gesehen gehört die Bundesliga nicht mehr zu den Top-Ligen Europas. Die 30 Kandidaten sind in Spanien (14), England (11), Italien (2) und Frankreich (3) engagiert.

Die Italiener

Auch hier steht die Null. Immerhin sind drei in der Serie A engagierte Spieler nominiert.

Die Stammgäste

Man kennt sich. Die 30 Namen verteilen sich auf lediglich zehn Clubs. FC Barcelona (3), Real Madrid (8), FC Liverpool (4), Paris Saint-Germain (3), Atlético Madrid (3), Manchester United (1), Tottenham Hotspur (2), Juventus Turin (2), FC Chelsea (2), Manchester City (2).

Der Dauerbrenner

Cristiano Ronaldo ist zum 14. Mal in Folge auf der Liste und damit einmal mehr als Lionel Messi.

Die Neuen

12 der 30 Fussballer sind erstmals auf der Liste vertreten. Die Abwechslung ist wohl primär auf das WM-Jahr, aber auch auf die Leistungen des FC Liverpool zurückzuführen. Das Ensemble von Jürgen Klopp begeisterte national und international und erreichte den Final der Champions League. Welche drei Akteure von Liverpool nebst Mohamed Salah zur Wahl stehen, sehen Sie in der Diashow oben.

Die Nicht-WM-Fahrer

27 der 30 Spieler waren an der WM in Russland zu sehen. Sie fragen sich, wer primär mit seiner Leistung im Club punktete. Die Antwort findet sich in Madrid: Karim Benzema, Gareth Bale (beide Real) und Jan Oblak (Atlético).

Der Jüngste

Er ist erst 19, ist aber schon zum zweiten Mal für den Ballon d'Or nominiert: Kylian Mbappé. Diese Ehre wurde noch keinem anderen unter 20 zuteil.

Der Älteste

Ist Cristiano Ronaldo mit 33. Er ist einer von 13 Spielern, die 30-jährig oder älter sind.

Die Offensiven

Wenig überraschend wird die Auswahl von den Offensiven dominiert: 15 Angreifer, sieben Mittelfeldspieler, vier Verteidiger und vier Torhüter schickt «France Football» ins Rennen.

Sollte ein Franzose Weltfussballer werden? Welche Titel/Leistungen sind aussagekräftiger? Sollte die Champions League in einem WM-Jahr weniger Gewicht haben? Diskutieren Sie mit!

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(20 Minuten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sarah am 09.10.2018 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    N'Golo Kante

    dieser stillschweigende, nimmermüde, faire und sympathische Schwerstarbeiter sollte den Ballon erhalten. Wegen ihm ist Frankreich Weltmeister geworden, und die Franzosen lieben ihn alle.

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  • Oscar am 09.10.2018 18:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schauspieler

    Das Neymar überhaupt dabei ist. Der gehört schon aus Prinzip nicht in diese Auswahl. Der wird höchstens für einen Oscar nominiert.

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  • Päuli am 09.10.2018 19:59 Report Diesen Beitrag melden

    Get real

    Griezmann ist gut, aber schlicht nicht in der Liga, in der er gerne wäre.

Die neusten Leser-Kommentare

  • TMos am 10.10.2018 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist mit De Gea?!

    Klar ManUnited durchlebt nicht gerade die tollste Zeit mit dem Verein, dennoch finde ich das man David De Gea hätte nominieren müssen... er ist wohl einer der besten Keeper auf diesem Planenten im Moment.. seine Saves sind zum Teil schon unmenschlich! Pogba aber sicherlich auch einer von wenigen bei United, der es verdient hat.

    • Lesley am 10.10.2018 20:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @TMos

      Der beste goalkeeper, eher der schlechteste, ganz Spanien will ihn nicht mehr im Gol.. Casillas war einer der es sehr wohl verdient hat vor einigen Jahren oder ein Buffon, aber De Gea das ich nicht lache...

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  • unglaublich am 10.10.2018 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    aber wahr

    Mit seinen entscheidenden Toren bis zum Champions League Sieg und Topskorer ganz klar Cristiano Ronaldo.

    • Daniel23 am 10.10.2018 20:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @unglaublich

      immer die gleichen sind langweilig, Ronaldo hat dieses Jahr nicht viele überzogen, da gab es schon bessere die mehr erreicht haben, aber sehr wahrscheinlich bekommt ers oder Messi wie immer die gleichen.. Ballon dOr ist schon lange lanweilig geworden..

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  • Payne am 10.10.2018 12:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nie im Leben

    Das Griezmännchen soll es werden dass ist der Witz des Jahres!

  • De Seppi am 10.10.2018 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    Fragender

    Zu viel Preise, man hat hier keinen Überblick mehr. Ich denke es reicht wenn die Uefa und die Fifa je einen Preis vergeben. Der Ballon d'Or (Frankeich/Journalisten) muss echt nicht sein, wo ist der Unterschied zu der Fifa Verleihung?

  • Bärentöter am 10.10.2018 10:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine YB-Spieler???

    wo sind denn da die YB-Stars? Die, die alles in der Luft zerreissen? Was meint denn der Papa Bär eigentlich dazu? Oder interessiert er sich seit letzten Samstag nur noch für Eishockey?