Serie A

13. Mai 2018 23:28; Akt: 13.05.2018 23:29 Print

Der siebte Streich von Juventus

Die Turiner haben sich in der vorletzten Runde der Serie A die Titelverteidigung gesichert. Es ist der siebte Scudetto in Folge.

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Geschafft: Die Turiner können erneut jubeln. (13. Mai 2018) (Bild: AFP/Tiziana Fabi)

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Im Auswärtsspiel gegen den Tabellendritten AS Roma reichte Juventus ein 0:0, um Verfolger Napoli entscheidend auf Distanz zu halten. «Es ist emotional nicht der schönste Titel. Aber es war der schwierigste seit ich hier bin», sagte Geschäftsführer Giuseppe Marotta, der seit acht Jahren für Juventus tätig ist. Noch vor drei Wochen schien Verfolger Napoli nach dem Sieg im Spitzenspiel in Turin die besseren Karten zu haben.

Doch während die Süditaliener mit dem ersten Titel seit 28 Jahren in Griffnähe abstürzten und zuletzt drei Mal in Folge nicht gewannen, hob Juventus das Niveau nochmals an. Die Turiner gewannen dank später Wende (und etwas Schiedsrichterglück) auswärts gegen Inter Mailand, siegten ohne Mühe gegen Bologna und deklassierten Milan im Cupfinal. Dass es in Rom nach mässiger Leistung und trotz Überzahl in der Schlussphase nicht zum Erfolg reichte, konnte ihnen für einmal egal sein.

Wohin zieht es Lichtsteiner?

Auch für Stephan Lichtsteiner ist es der siebte Titel in Folge. Er hatte im Sommer 2011 von Lazio Rom zu Juventus gewechselt – und ist seither immer Meister geworden. Nun wird er Turin verlassen, wahrscheinlich in Richtung Dortmund. Gegen die AS Roma sass er während 90 Minuten auf der Bank, er stand zum vierten Mal hintereinander (inklusive Cupfinal) nicht in der Startformation. Dies war Lichtsteiner letztmals vor 15 Monaten passiert. In Rom wurde ihm der Italiener Mattia De Sciglio vorgezogen, der letztmals vor knapp zwei Monaten gespielt und zuletzt wegen einer Fussverletzung gefehlt hatte.

Mit dem erneuten Meistertitel werkelt auch der Trainer Massimiliano Allegri an seinem Rekord. Er hat seit seiner Ankunft und Turin 2014 als Nachfolger von Antonio Conte alle acht nationalen Titel geholt. Ausserdem hat er Juventus zweimal in den Final der Champions League geführt. Ob Allegri, der vor sieben Jahren schon mit Milan Meister wurde, bei Juventus bleibt, ist jedoch ungewiss. Der 50-Jährige aus der Toskana wird in London als Nachfolger von Arsène Wenger bei Arsenal gehandelt.

Serie, 37. Runde, Sonntag: AS Roma - Juventus Turin 0:0 53'091 Zuschauer. - Bemerkungen: Juventus Turin ohne Lichtsteiner (Ersatz). 68. Gelb-Rote Karte gegen Nainggolan (AS Roma).

Sampdoria Genua - Napoli 0:2 (0:0) 22'000 Zuschauer. - Tore: 72. Milik 0:1. 81. Albiol 0:2.

Bologna - Chievo Verona 1:2 (1:0) 22'581 Zuschauer. - Tore: 12. Verdi 1:0. 48. Giaccherini 1:1. 60. Inglese 1:2. - Bemerkung: Bologna mit Dzemaili (bis 62.).

Hellas Verona - Udinese 0:1 (0:1) 14'013 Zuschauer. - Tor: 20. Barak 0:1. - Bemerkung: Udinese mit Behrami, ohne Widmer (Ersatz).

Atalanta Bergamo - Milan 1:1 (0:0) 19'883 Zuschauer. - Tore: 60. Kessié 0:1. 92. Masiello 1:1. - Bemerkungen: Atalanta Bergamo mit Freuler und Haas (ab 70.), Milan mit Rodriguez. 64. Gelb-Rote Karte gegen Toloi (Atalanta). 75. Rote Karte gegen Montolivo (Milan) wegen Fouls.

Die weiteren Resultate vom Sonntag: Crotone - Lazio Rom 2:2. Torino - SPAL Ferrara 2:1. Fiorentina - Cagliari 0:1.

Rangliste: Rangliste: 1. Juventus Turin 37/92 (84:23). 2. Napoli 37/88 (75:28). 3. AS Roma 37/74 (60:28). 4. Lazio Rom 37/72 (87:46). 5. Inter Mailand 37/69 (63:28). 6. AC Milan 37/61 (51:41). 7. Atalanta Bergamo 37/60 (57:38). 8. Fiorentina 37/57 (53:41). 9. Sampdoria Genua 37/54 (55:57). 10. Torino 37/51 (52:45). 11. Sassuolo 37/43 (29:58). 12. Genoa 37/41 (32:41). 13. Bologna 37/39 (40:51). 14. Chievo Verona 37/37 (35:59). 15. Udinese 37/37 (47:63). 16. Cagliari 37/36 (32:61). 17. SPAL Ferrara 37/35 (36:58). 18. Crotone 37/35 (39:64). 19. Hellas Verona 37/25 (29:76). 20. Benevento 37/21 (33:83).

(fal/sda)