Verletzungssorgen

02. Juni 2011 14:43; Akt: 02.06.2011 14:46 Print

Derdiyok muss auf die Zähne beissen

Am Donnerstagmorgen trainierte die Nati ein letztes Mal auf Schweizer Boden. Eren Derdiyok konnte nur mit einer Spritze mitmachen. Den Leverkusen-Söldner zwickts im Rücken.

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Eren Derdiyok plagt sich mit Rückenproblemen herum. (Bild: Keystone)

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Bei englischem Wetter und knapp 16 Grad feilten unsere Nationalspieler weiter am neuen System. Während der Einheit Griff sich Derdiyok immer wieder an den Rücken. «Ich habe seit zwei, drei Tagen Schmerzen im Kreuz», sagt der 23-jährige Stürmer. Das Training absolvierte Derdiyok mit einer Spritze gegen die Schmerzen.

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Würde der ehemalige Bebbi am Samstag im EM-Qualifikationsspiel gegen England ausfallen, könnte Nati-Coach Ottmar Hitzfeld nur noch auf die Neulinge Admir Mehmedi oder Innocent Emeghara zurückgreifen. Der FCZ-Stürmer und der GC-Angreifer stehen erstmals im Aufgebot der A-Nati. Doch Derdiyok gibt nach dem Training Entwarnung. «Bis Samstag sollte es schon gehen.»

Bowling vor der Abreise

Mit England verbindet Derdiyok (31 Länderspiele/2 Tore) eine besondere Erinnerung: Am 6. Februar 2008 erzielte der Leverkusen-Söldner bei seinem Debüt sein erstes Tor für die Nati zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich (1:2). «Der Reiz für mich besteht nun in der Wiederholung», so Derdiyok. Auch der Basler spürt die Aufbruchstimmung nach den Rücktritten der Routiniers. «Wir haben es auch neben dem Platz sehr gut zusammen. Es ist mehr Leben in der Mannschaft.»

Und das hat sich am Mittwochabend gezeigt. Als Abwechslung zum Hotel- und Trainingsalltag stand erst Bowling in Schindellegi auf dem Programm. In Gruppen duellierten sich die Nati-Cracks, die dabei viel Holz trafen, aber noch mehr Spass an der Sache hatten. Danach ging es gemeinsam in die heimelige Alpwirtschaft «Körnlisegg» zum Abendessen.

Nati auf den Spuren von Lord Mountbatten

Am Donnerstagnachmittag um 17 Uhr fliegen die Schweizer mit dem Flug WK 2016 nach London. Die Mannschaft ist im Sopwell House Hotel in Hertfordshire untergebracht, einem ehemaligen Landsitz von Lord Mountbatton. Der Onkel von Queen-Gemahl Prinz Philip kommandierte im 2. Weltkrieg eine Zerstörerflotte und war berühmt für seine mutigen und gewagten Einsätze. Das passt doch zum Team von Ottmar Hitzfeld. Denn auch die Nati will den Engländern frech und mutig trotzen.

(ete)