Grosse Pläne

30. Juli 2014 18:37; Akt: 30.07.2014 18:37 Print

Die 500 Besten sollen alle in Spanien spielen

Die spanische Primera División hat sich wieder zur ersten Adresse im Weltfussball gemausert. Wenn es nach Liga-Chef Javier Tebas geht, ist noch lange nicht Schluss.

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Cristiano Ronaldo hatte mit Manchester United alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Als er eine neue Herausforderung suchte, fand er diese in Spanien bei Real Madrid. Dort steht er im Zentrum der Mannschaft, die die Champions League gewann und nächste Saison noch stärker werden soll. Den gleichen Weg ging Gareth Bale. Aus England nach Spanien, wo er auf Anhieb einschlug. 15 Liga-Treffer und sechs Tore in der Champions League, eines davon im Finalspiel, sprechen eine deutliche Sprache. Einer traf letzte Saison häufiger als alle anderen: Luis Suarez. Für Liverpool. In England. Nächste Saison wird auch er in Spanien auf Torejagd gehen, für den FC Barcelona. Sein ehemaliger Trainer bei Bayern München, Louis van Gaal, hätte Toni Kroos gerne zu seinem neuen Arbeitgeber Manchester United gelotst. Der WM-Held der Deutschen ging lieber nach Spanien und schloss sich den Königlichen an. Ebenso wie Kolumbiens Wunderknabe James Rodriguez. Auch sein Name stand auf dem Wunschzettel mehrerer englischer Teams. Daraus wurde nichts, er hat sich ebenfalls für Spanien und Real Madrid entschieden. Antoine Griezmann ist einer der jungen Wilden des französischen Fussballs. Letzte Saison bei San Sebastian engagiert, hätten vor allem die Tottenham Hotspurs den 23-Jährigen gerne zu sich geholt. Er entschied sich für den Verbleib in der Primera División und geht zu Meister Atlético Madrid. Immerhin: Mit Cesc Fabregas (hinten) und Diego Costa haben auch zwei Starspieler den umgekehrten Weg eingeschlagen. Die beiden wechselten von Barcelona (Fabregas) und Atlético Madrid (Costa) zum FC Chelsea.

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Lionel Messi und Cristiano Ronaldo haben sich die letzten sechs Jahre die Krone des Weltfussballers geteilt. Beide spielen in der Primera División, Ronaldo verliess England und Manchester United, um für Real auf Tore- und Titeljagd zu gehen. Weltklasse-Flügel Gareth Bale hat den gleichen Weg eingeschlagen und sich auf Anhieb in Spanien durchgesetzt. Luis Suárez, der erfolgreichste Stürmer der abgelaufenen Saison – europaweit, versteht sich –, verlässt die Premier League und geht zum FC Barcelona nach Spanien.

Zwei der Superstars der Fussball-WM in Brasilien, der deutsche Toni Kroos und Kolumbiens WM-Toptorschütze James Rodríguez, haben sich bereits gegen einen Wechsel auf die Insel entschieden und beide bei Real Madrid angeheuert. Der französische Wunderknabe Antoine Griezmann hat sich ebenso entschieden in La Liga zu bleiben wie Weltmeister Sami Khedira.

Am liebsten die komplette Weltelite in Spanien

Und damit ist noch lange nicht das Ende dieser Liste erreicht, im Gegenteil. Der Präsident der spanischen Liga, Javier Tebas, würde am liebsten die komplette Weltelite in seiner Meisterschaft sehen. Die englische «Dailymail» zitiert den Spanier mit den Worten: «Wir werden nicht aufhören. Wir wollen die besten fünfhundert Spieler.» Er sagte das zwar mehr oder weniger im Scherz, die sportlichen Entwicklungen der letzten Jahre zeigen aber, dass die Besten der Besten wieder mehrheitlich nach Spanien gehen.

Natürlich gibt es auch Topspieler, die den umgekehrten Weg gehen, zuletzt Diego Costa, Cesc Fàbregas und Filipe Luís – alle zu Chelsea. So gut diese Spieler auch sein mögen, so schillernd wie Ronaldo, Bale oder Rodríguez sind ihre Namen nicht (mehr). Dass sich die englischen Klubs in den europäischen Wettbewerben kommende Saison aber gegen die spanischen Topklubs durchsetzen können, müssen sie erst einmal beweisen.

(ofi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • M. Platini am 30.07.2014 19:24 Report Diesen Beitrag melden

    Das soll ein Witz sein ! Spanien ist

    defacto bankrott. Die UEFA sollte eine Überschuldung der Clubs verbieten.

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  • Fussballer M. am 30.07.2014 19:07 Report Diesen Beitrag melden

    Tut mir weh...

    ....zuzusehen wie der Fussball zersört wird durch Scheichenklubs und die hochverschuldeten Barcelona und Real Madrid. Das Fifa Financial Fairplay scheint nur für die kleinen zu gelten. Klubs welche der Fifa viel Geld einbringen können machen was sie wollen. Madrid und Barcelona haben Millionen bis Milliarden Schulden. Und zwar genau bei den spanischen Banken welche EU-Hilfsgelder erhalten haben.

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  • Pasquale am 30.07.2014 19:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Von Steuerzahler finanziert

    Ich bin ein Anhänger von Barca, aber was Spanien sich mit dem Fussball leistet ist ein einziger Witz. Da werden Milliarden verbraten und vom Steuerzahler oder mit EU Geldern wieder beglichen. Mehr als die halbe Spanische Liga wäre ohne Finanzspritzen vom Staat und Städten bereits bankrot. Aber is ja egal. Es geht ja auch so

Die neusten Leser-Kommentare

  • Grandfather of Football am 31.07.2014 13:22 Report Diesen Beitrag melden

    Mutterland

    Und die besten Spieler werden in England geformt. Natürlich nicht alle, aber viele. Ob eine Liga gut oder nicht gut ist entscheidet nicht die Qualität der ersten Beiden Teams, sondern die Qualität aller Mannschaften und vor allem das Gefälle!! In England gibt es dieses Jahr Minimum fünf Meisterkandidaten. In Spanien das erste Mal seit ein paar Jahren wieder drei.

  • LaLigaFan am 30.07.2014 21:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neider

    Kommt her ihr Hater und Neider!!! Lasst alles raus von Schuldenanhäufung bis "nur Real und Barca sind gut" doch die Realität spricht für sich: Stehts sind spanische Vereine in den Finals und die Liga/Pokal ist stehts spannend und auch ein Barca kann gegen einen Klub der unteren Tabellenmitte fallen. Ausser der PL kann das keine Liga von sich behaupten. PS:siehe Athletico Madrid, Sevilla, Valencia, Real Sociedad und Athletic de Bilbao = alle CL, top platziert in der Liga oder EL Halbfinalisten und mehr. Also hört auf Schwachsinn zu reden, nur weil die cH Liga nichts bietet ausser Basel

    • cccchhaaammes rodriguez am 31.07.2014 10:00 Report Diesen Beitrag melden

      guter Kommentar/FifaFinancial Fairplay

      solche Kommentare gefallen mir!! sehe ich auch so. und diese die die wörter Fifa Financial Fairplay in den mund nehmen wissen nicht wie dies funktioniert aber es klingt gut und ist bei fifa Kritiker gern gesehen

    • Michelle am 31.07.2014 13:50 Report Diesen Beitrag melden

      Wie bitte ?

      Ja Ja Ja ... Gebt Eure Kinder lieber was zu essen, statt alles in den Fussball zu stopfen mit Geld was Euch eigentlich nicht mal gehört! Denn für sowas war das Europäische Geld nicht gedacht!!! Wie war das nochmal mit den tausenden von Familien die kein Geld für Essen haben?! Anstatt so stolz zu sein, würde ich mich in Grund und Boden schämen!!! Diese Clubs bezahlen nicht mal Steuern und die EU muss dann wieder einspringen!!! Merkt Ihr eigentlich nicht, wie Peinlich das ganze langsam wird ?

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  • soso am 30.07.2014 21:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    primera Division

    eine der langweiligsten Ligen

    • DerDeutsche am 30.07.2014 22:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      von wegen

      aber die super league ist natürlich hoch spannend

    • Chicharito am 30.07.2014 23:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      lolololol

      So einen Quatsch wie die Super League werde und würde ich mir nie antun.

    • Simon Gerber am 31.07.2014 13:59 Report Diesen Beitrag melden

      Bundesliga

      Die Bundesliga ist noch langweiliger, da der Meister schon im voraus klar ist.

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  • El Fenomeno am 30.07.2014 21:11 Report Diesen Beitrag melden

    Es sieht m.M.n. so aus.

    Spielerisch und am erfolgreichsten in CL und EL sind klar die Spanier, danach kommt die Premier League welche durchs Feld durch am spannendsten ist und sehr ausgeglichen, dann die Bundesliga welche finanziell, Infrastruktur Technisch einfach Top ist. Die Serie kann man definitiv als Taktisch stärkste Liga sehen dort ist der graben zwischen erster und letzter riesig plus spielerisch sind sie nicht auf der Höhe wie die Top 3.

    • gerz am 30.07.2014 22:58 Report Diesen Beitrag melden

      Fakten

      Die Vereine aus der Serie A sind aber zusammengezählt international die erfolgreichsten.

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  • Oliver Kahn am 30.07.2014 20:28 Report Diesen Beitrag melden

    Bayern :-)

    Wenn die besten 20 Spieler in Deutschland spielen wirds wohl auch in Zukunft nichts mit einem CL Sieg für ein Spanisches Team :-)

    • pascal am 30.07.2014 21:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      ...

      hat bayern letzte saison die cl gewonnen? ach nein; sie sind sang- und klanglos gegen real ausgeschieden;)

    • hahaha am 30.07.2014 23:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Herrlich..

      Die Schadenfreude war riesig als Real Bayern vor den eigenen Fans auseinander genommen hat hahahaha

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