Für Favre

20. Dezember 2011 22:57; Akt: 21.12.2011 10:41 Print

Die Gladbacher beissen auf die Zähne

von Andy Huber - Am Mittwoch steigt der Pokal-Hit zwischen Gladbach und Schalke. Die Spieler von Trainer Lucien Favre wollen trotz Blessuren unbedingt dabei sein.

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Handicapiert, aber top motiviert: Gladbachs Lucien Favre will im Pokal gegen Schalke einen Coup landen. (Bild: Keystone)

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Andere Spielerkollegen aus der Bundesliga hätten längst die Badelatschen eingepackt und sich an einen sonnigen Strand verabschiedet. Nicht so die angeschlagenen Gladbacher, die im Achtelfinal-Knüller gegen Titelverteidiger Schalke auf die Zähne beissen. Beispielweise Jungstar Marco Reuss: Nach seinem Zehenbruch verdrehte sich der Stürmer am Wochenende gegen Mainz das linke Knie und überdehnte sich die Bänder. Sein cooler Kommentar: «Ich hatte Schlimmeres befürchtet. Das Spiel lasse ich mir nicht entgehen.»

Das tut auch Marc-André ter Stegen nicht. Der Goalie stürzte gegen Mainz auf sein vorher schon geprelltes Brustbein mit Bluterguss. Sein Rezept gegen Schalke: «Spritze und Schmerzmittel lehne ich ab. Der Brustkorb wird getaped, das Trikot wieder geölt – dann geht das schon.» Auch Mike Hanke (Prellung) und Tony Jantschke (Kniekehle geschwollen) versuchen alles, um bis zum Anpfiff im ­Borussia-Park dabei zu sein.

Auch Favre selbst ist handicapiert: Armbruch

Mit Sicherheit an der Seitenlinie stehen wird dann auch Lucien Favre – obwohl auch er leidet. Der Welsche war letzte Woche im Kabinentrakt gestürzt, hatte sich dabei den rechten Arm gebrochen und trägt seither einen Gips. «Ich bin Linkshänder, alles halb so wild», betont Favre.

Keine Frage, die harten Jungs von Favre tun alles, um gegen Schalke das erfolgreiche Jahr würdig abzuschliessen. Und welche Taktik hat sich Favre zugelegt? «Wir müssen uns auf mehrere Fälle vorbereiten», so der Trainerfuchs, der im Abschlusstraining Penaltyschiessen üben liess: «Ich brauche einen Plan B, C und D.» Gehts nach ihm, werden nach dem Fight die Schalker vor Schmerzen aufheulen.