ASL-Zuschauerrekord

12. Dezember 2011 14:33; Akt: 12.12.2011 14:40 Print

Die Operettenliga interessiert eben doch

Die Schweizer Super League ist nicht für den attraktivsten Fussball in Europa bekannt. Sie lockt die Fans aber dennoch in Scharen ins Stadion.

Bildstrecke im Grossformat »

Die Zuschauer-Halbjahreszahlen der zehn ASL-Vereine.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die höchste Schweizer Fussball-Liga könne international nicht mithalten, es sei eine Operetten- und Ausbildungsliga. Der Tenor über die Qualität in der Axpo Super League fällt oft negativ aus. Natürlich ist die Schweiz fussballerisch ein Ausbildungsland. Dies hängt aber auch mit vielen Faktoren wie zum Beispiel den Fernsehgeldern zusammen. Ist ein Spieler irgendwann gut genug, dann wechselt er ins Ausland. Die Anzahl jener Fussballer, die diesen Schritt gemacht haben, zeigt, dass die Schweizer Vereine doch nicht alles falsch machen.

Umfrage
Besuchen Sie oft Fussballspiele der Axpo Super League?
49 %
34 %
17 %
Insgesamt 793 Teilnehmer

Schaut man die Zuschauerzahlen der Vorrunde dieser Saison an, wollen sogar immer mehr Fans die Akteure im Stadion bewundern. Die Axpo Super League verzeichnet mit 1 121 172 Fans nämlich erneut einen Zuschauerrekord und durchbrach die Millionen-Grenze. Im Durchschnitt besuchten 12 457 Zuschauer die 90 Partien in der höchsten Liga.

Aufwärtstrend geht weiter

Zum dritten Mal in Folge wurde die Millionengrenze damit vor der Winterpause übertroffen. Der bisherige Rekord für die 1. Phase der Meisterschaft wurde in der Saison 2009/10 mit 1 025 591 Fans erreicht. Der damalige Durchschnittswert von 11 395 Personen wurde in diesem Jahr deutlich übertroffen. Mit der Unterstützung von 12 457 Fans pro Spiel erzielten die zehn Klubs der Axpo Super League eine Steigerung von rund 12 Prozent. Und dies, obwohl mit dem FC St. Gallen ein Verein aus dem Top-Trio der letzten Saison nicht mehr in der höchsten Spielklasse vertreten ist.

Die Spitzenplätze in der Gunst der Schweizer Fussball-Fans belegen weiterhin der FC Basel und die Young Boys mit durchschnittlich 29 345 respektive 23 466 Zuschauerinnen und Zuschauern an ihren Heimspielen. Möglich machten diese Traumwerte auch die beiden neuen Stadien in Luzern und Thun. Der FC Luzern konnte seine Besucherzahlen gegenüber dem letztjährigen Exil praktisch auf 140 878 verdoppeln. Im Schnitt strömten 15 653 Fans in die swissporarena, die diesen Herbst dreimal ausverkauft war (17 000). Dank der neuen Arena Thun vermochten die Berner Oberländer (total 58 685 Besucher) ihren Zuschauerschnitt von 5112 auf 6520 zu heben.

Super League schlägt Bundesliga

Vergleicht man die Anzahl Zuschauer im Stadion mit der Bevölkerungsdichte anderer Länder, hat die Schweiz (rund 8 Millionen Einwohner) sogar vor Deutschland (81 Millionen) die Nase vorn. Während bei uns gut jeder siebte Einwohner ein Fussballspiel besucht, geht in der Bundesliga nur jeder Zwölfte ins Stadion. Im Vergleich mit einem ähnlich grossen Land wie Belgien (11 Millionen) hat die Schweiz hauchdünn das Nachsehen. Im Königreich ist knapp jeder siebte Einwohner ein Fussballfan und geht an ein Spiel ins Stadion.

(heg / si)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans Stelzbock am 12.12.2011 16:48 Report Diesen Beitrag melden

    Kriegsstimmung im Stadion?

    Ich vermisse hier die glorreichen, objektiv geprägten Antworten und Kommentare der richtigen Fans. Zum Beispiel die in Online-Portalen immer zahlreich vertretenen Familienväter, welch sich mit ihren Kindern wegen den bösen Hooligans nicht mehr ins Stadion trauen?! Auf zum

  • Peter Oberholzer am 12.12.2011 14:44 Report Diesen Beitrag melden

    Entschuldigung angebracht

    So und jetzt soll mir ein Redaktor oder Journalist mitteilen dass es so schlimm aussieht in den Stadien betreffend der Pyro-Diskussion. Ha? Wo bitte ist Ihre entschuldigung beim Fanbashing. Wäre wohl angebracht oder? In diesem Sinne ein schöne Weihnacht mit Pyaro unter dem Baum :-)

  • Eff. C. Bee am 15.12.2011 09:53 Report Diesen Beitrag melden

    25% der Zuschauer im Joggeli

    Dass von der guten Million rund 25% (264'113) aus dem Joggeli kommen wird aber nirgends erwähnt. Sprich: von den 10 Clubs steuert Basel 25 % der Zuschauer bei. GC und der FCZ haben zusammen nicht einmal halb so viele Zuschauer wie der FCB, und beanspruchen dafür noch ein zweites, grösseres Stadion.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gretchenfrage am 15.12.2011 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    Vergleich mit BL?

    Der Vergleich mit der Bundesliga ist sehr schwach, denn dort sind fast alle Spiele ausverkauft. Wie soll denn da ein Vergleich aufkommen. Versucht mal, in München auch nur ein Ticket für ein gewöhnliches Spiel gegen einen noch so unspektakulärern Gegner wie Hoffenheim oder Mainz zu ergattern. Wie würde der Vergleich wohl aussehen, wären die Stadien in D und der CH doppelt so gross?

  • Eff. C. Bee am 15.12.2011 09:53 Report Diesen Beitrag melden

    25% der Zuschauer im Joggeli

    Dass von der guten Million rund 25% (264'113) aus dem Joggeli kommen wird aber nirgends erwähnt. Sprich: von den 10 Clubs steuert Basel 25 % der Zuschauer bei. GC und der FCZ haben zusammen nicht einmal halb so viele Zuschauer wie der FCB, und beanspruchen dafür noch ein zweites, grösseres Stadion.

  • Hähnähn am 13.12.2011 07:44 Report Diesen Beitrag melden

    schade

    Es erstaunt mich nicht, dass dieser Artikel schon längst wieder in den Tiefen des Archivs verschwunden ist. Gute Nachrichten ziehen beim Publikum einfach nicht, schon gar nicht über Fussballfans. Ich finde das aber doch ein bisschen realitätsverzerrend, sämtliche schlechten News stehen während 3 Tagen auf der Startseite, diesen Artikel muss man schon suchen.

  • Fussball am 12.12.2011 17:20 Report Diesen Beitrag melden

    BL VS SL

    Was für ein Witz die Zuschauerzahlt pro Einwohner eines Landes zu berechnen!? 1. In Deutschland gibt es in der 2. und 3. höchsten Liga mehr Zuschauer als bei uns. 2. Gibt es bei den meisten Zuschauern eine Schmerzgrenze was die Anfahrt betrifft und rund um die Stadien wohnen in der Schweiz wohl etwa gleich viel wie in Deutschland. Punkto Fussball-Angefressenheit können wir unseren Nachbarn nicht das Wasser reichen - leider Fakt.

  • Hans Stelzbock am 12.12.2011 16:48 Report Diesen Beitrag melden

    Kriegsstimmung im Stadion?

    Ich vermisse hier die glorreichen, objektiv geprägten Antworten und Kommentare der richtigen Fans. Zum Beispiel die in Online-Portalen immer zahlreich vertretenen Familienväter, welch sich mit ihren Kindern wegen den bösen Hooligans nicht mehr ins Stadion trauen?! Auf zum