WM in Frankreich

04. September 2018 17:44; Akt: 05.09.2018 09:39 Print

Die WM-Quali in zwei Spielen verschenkt

Gegen Polen spielen die Schweizerinnen nur 0:0. Weil Schottland zeitgleich gegen Albanien gewinnt, müssen sie in die Barrage zur WM 2019.

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Viele Chancen, kein Erfolg: Die Schweizerinnen (hier Ana Maria Crnogorcevic) verpassen die direkte WM-Qualifikation. (Bild: Keystone)

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Ein Sieg beim Gruppendritten hätte dem Team von Martina Voss-Tecklenburg in Mielec für den 1. Platz gereicht. Diesen verpassten die Schweizerinnen im letzten Gruppenspiel nach einer deutlichen Steigerung in der zweiten Halbzeit trotz mehrerer hochkarätiger Chancen. Unter anderem scheiterten Ana Maria Crnogorcevic und Ramona Bachmann freistehend vor dem polnischen Tor. «In der ersten Halbzeit gelang es uns nicht, viele Chancen zu erarbeiten. Das wurde danach besser, aber vor dem Tor hätten wir cooler sein müssen. Das eine oder andere Mal trafen wir die falschen Entscheide», befand Voss-Tecklenburg.

Der Schweiz entglitt der Gruppensieg auch deshalb, weil Schottland gleichzeitig in Albanien 2:1 gewann. Dabei sah es bis vor kurzem noch nach der zweiten souveränen WM-Qualifikations-Kampagne unter Voss-Tecklenburg aus. Vor dem missglückten Finish hatten die Schweizerinnen alle sechs Spiele in der Fünfergruppe gewonnen. Immerhin: Als eine der besten vier Zweiten können sie sich via Barrage noch für die Endrunde im nächsten Sommer qualifizieren. Allerdings gibt es dort nur noch ein Ticket zu holen.

Auslosung am Freitag

Die möglichen Gegner in der Barrage sind Belgien, Dänemark und die Niederlande. Vor allem Letztere, im Vorjahr Europameisterinnen am Heimturnier und nun am letzten Spieltag von Norwegen auf Platz 2 verwiesen, stellen eine sehr hohe Hürde dar. Gespielt wird Anfang Oktober (Halbfinals) und Anfang November (Final) im K.o.-System mit Hin- und Rückspiel. Die Auslosung der Halbfinals findet am Freitag statt.

Gecoacht werden die Schweizerinnen dannzumal weiter von Martina Voss-Tecklenburg. Die designierte Nationaltrainerin Deutschlands hat bereits vorgängig erklärt, dass sie der Schweiz bei der allfälligen Zusatzschlaufe zur Verfügung stehen wird. Ihren Trainerjob bei den DFB-Frauen wird die 50-jährige Ex-Internationale aus Nordrhein-Westfalen nun erst per 1. Januar antreten.

Telegramm:

Polen - Schweiz 0:0 –Mielec. – SR Martincic. – Schweiz: Thalmann; Crnogorcevic, Kiwic, Bühler, Maritz; Aigbogun, Zehnder (60. Calligaris), Dickenmann; Reuteler (84. Stierli), Bachmann, Widmer (46. Lehmann). – Bemerkungen: Schweiz ohne Wälti (gesperrt).

Resultate:

WM-Qualifikation Frauen. Gruppe 2. In Mielec: Polen - Schweiz 0:0. In Shkodër: Albanien - Schottland 1:2 (1:1). - Schlussrangliste (je 8 Spiele): 1. Schottland 21. 2. Schweiz 19. 3. Polen 11. 4. Albanien 4. 5. Weissrussland 3. - Schottland direkt für die WM-Endrunde 2019 in Frankreich qualifiziert, Schweiz in der Barrage der besten vier Zweiten.

Fussball

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Katrina am 04.09.2018 19:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hopp Schwiiz

    Leider die grossartigen Chancen im Spiel nicht genutzt. Schade.

  • publisher am 04.09.2018 19:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das war zuwenig

    Natürlich kann nach der erstmaligen WM-Quali und der anschliessenden Qualifikation zur EM nicht erwartet werden, dass sich das Team nun immer für die grossen Turniere qualifiziert. Der Aderlass nach der EM ist aber deutlich spürbar und konnte nicht adäquat ersetzt werden. Diese Leistung in den letzten Tagen war nicht WM-würdig.

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  • Anna am 04.09.2018 20:05 Report Diesen Beitrag melden

    War wohl doch nicht die Erfolgsstory

    Beim Frauenfussball sind die Leistungsunterschiede ganz extrem - es gibt ein paar Topteams, dann eine Verfolgergruppe... und alle Anderen kassieren auch an der Top-24 WM noch Niederlage mit bis zu 10 Gegentoren. Muss leider sagen, dass Schottland auch nur knapp zu den Verfolgern gehört - und schon da hat's der Schweiz jetzt leider nicht gereigt...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Zok-P am 07.09.2018 13:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    WM

    Chancen besser ausnutzen....!

  • Jocker am 05.09.2018 16:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sie werden von zu hause die wm anschauen

    unglaublich so was aber typisch schweizer fussball ob Männer ob Frauen immer dasselbe theater.

  • Defender am 05.09.2018 15:43 Report Diesen Beitrag melden

    Das wird schwierig

    Ich wünsche dem Team trotzdem viel Erfolg in der Barrage und das bis dahin die dringend nötigen Lernprozesse und Selbstreflektionen bereits Früchte tragen.

  • Defender am 05.09.2018 15:41 Report Diesen Beitrag melden

    Das wird schwierig

    Wenn ich zudem die Aufstellungen der letzten Spiele anschaue, stelle ich fest, dass z. Bsp. die Torschützenkönigin der abgelaufenen Schweizer Saison nur auf der Ersatzbank oder auf der Tribune sitzt. Wieso dies so ist, müsste sich das Trainerteam um Voss-Tecklenburg wohl nach den letzten beiden Spielresultaten auch fragen. Vielleicht liegt es auch daran, daß die Spielerin bisher den Schalmeiklängen aus dem Ausland widerstehen konnte, oder vielleicht auch daran, dass sie in der Schweiz scheinbar nur bei einem Mittelfeldclub und nicht beim dominanten FC Zürich spielt?

  • Andre Heller am 05.09.2018 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Zum Wegschauen

    Die Frauen Nati ist tiefstes 5. Liga Niveau, was machen die eigentlich den ganzen Tag, da kann keine wirklich kicken, auch wenn Madame Bachmann das denkt!