Neuer Trend

24. Juni 2015 11:27; Akt: 24.06.2015 11:27 Print

Die WM der Tattoo-Girls

An der Frauen-WM in Kanada fällt ein neuer Trend auf. Immer mehr Kickerinnen tragen auffällige Tattoos.

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Ein Kreuz am Arm: Bei Südkorea ist Park Eun Sun tatöwiert. Ein kleiner Schriftzug ist am Arm von Nati-Stürmerin Ramona Bachmann erkennbar. Auch US-Star Hope Solo ist ein Tattoo-Fan, unter anderem liess sich die Torhütern oberhalb ihrer Brust stechen. Immer wieder ein gutes Sujet für ein Selfie: Das auffällige Tattoo am Arm der australischen Goalie-Frau Melissa Barbieri. Auch die Norwegerin Isabell Herlovsen verbrachte einige Stunden im Tattoo-Studio. Die WM 2015 ist für die Brasilianerin Cristiane nach dem überraschenden Achtelfinal-Out gegen Australien bereits Geschichte, doch ihr Tattoo bleibt. Klein, aber fein: Gestochener Handgelenk-Schmuck bei der Engländerin Lucy Bronze. Das Tattoo der kanadischen Torhüterin Erin McLeod ragt auffällig aus ihren Handschuhen heraus. Die schwedische Abwehrchefin Nilla Fischer war nicht zu übersehen, auch wegen ihren Tattoos. Ein wahrer Tattoo-Freak ist die amerikanische Stürmerin Sydney Leroux, ihr ganzer Rücken ist übersät von Tattoos, und auch am rechten Arm liess sie sich eine grosse Verzierung stechen. «Meine Tattoos erklären mich ohne Worte», sagt sie. Die kräftigen Flügel eines Adlers trägt die Schweizerin Ana-Maria Crnogorcevic an ihrem oberen Rücken mit sich. Sie haben einen Bezug zu ihrer Familie. Der Arm der Deutschen Dzsenifer Marozsan zeigt unter anderem einige indianische Symbole. Der Französin Elodie Thomis war ihr Freestyle-Tattoo viel Zeit und Geld wert, hier setzt sie es im Zweikampf gut in Szene. Ein grosser Elefant als Glücksbringer: Massarbeit bei der australischen Stürmerin Michelle Heyman. Anja Mittag ist nicht nur die Torschützenleaderin dieser WM, sie ist auch die Miss Tattoo mit den augenfälligsten Verzierungen. Über zehn Tattoos hat sie sich bereits stechen lassen, auf ihrer Haut ist zu finden, was der Deutschen in ihrem Leben wichtig ist. Bei der Schwedin Therese Sjögran kamen im Lauf ihrer Karriere immer mehr neue Tattoos dazu. Eine Augenweide, nicht nur wegen ihres heftigen Tattoos: Die amerikanische Torhüterin Ashlyn Harris.

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An der letzten WM vor vier Jahren waren es noch Raritäten, doch mittlerweile haben die Fussballerinnen gegenüber ihren männlichen Kollegen wie Nigel de Jong, Kevin-Prince Boateng oder Arturo Vidal massiv aufgeholt. Viele präsentieren in diesen Wochen in Kanada nicht nur ihre Fähigkeiten mit dem Ball, sondern auch ihre Tattoos.

Glückszahl, Leuchtturm und eine Kassette

WM-Torschützenleaderin Anja Mittag (5 Tore) ist gleichzeitig auch die Miss Tattoo der WM. So ziemlich alles, was ihr wichtig ist, hat die Deutsche auf ihren Armen verewigt: Das Datum des EM-Finals vor zwei Jahren, ihre Glückszahl 31, einen Leuchtturm, wie ihn auch ihr Zwillingsbruder trägt, eine antik anmutende Kassette für ihre Musikleidenschaft, einen Hammer und Schraubenzieher für ihren Vater, der einst auf dem Bau arbeitete. Die 30-jährige Stürmerin hat sich jedoch nicht schon über zehn Körperverzierungen stechen lassen, um aufzufallen. Vielmehr findet sie: «Heutzutage fallen eher die auf, die kein Tattoo haben. Klar tut es weh, aber es macht irgendwie süchtig.»

Auch Teamkollegin Dszenifer Marozsan trägt ein grosses, auffälliges Tattoo am Arm, genauso wie in anderen Teams Elodie Thomis (Fr), Michelle Heyman (Au), Sydney Leroux (USA), Cristiane (Br), Therese Sjögren (Sd) oder Isabel Herlovsen (No), um nur einige zu nennen. Auch kleine, aber feine Tattoos sind dabei, wie die Handgelenk-Verzierung von Lucy Bronze, der Siegesschützin beim 2:1 in den Achtelfinals gegen Norwegen.

Die Flügel am Rücken von Crnogorcevic

Der Trend machte auch vor der inzwischen ausgeschiedenen Schweizer Nati nicht halt – wenn auch noch nicht in der Auffälligkeit wie bei Valon Behrami oder Marco Schönbächler oder eben Anja Mittag, sondern eher auf den zweiten Blick sichtbar. Vom Rücken Ana-Maria Crnogorcevics ragen die kräftigen Flügel eines Adlers (verziert mit den Initialen ihrer Familienmitglieder) in Richtung Hals, bei Romana Bachmann ist es ein kleiner Schriftzug am Arm.

Was werden wir an der EM 2017 in Holland alles zu sehen bekommen?

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mara am 24.06.2015 11:38 Report Diesen Beitrag melden

    Was für ein Trend

    Junge Frauen lassen sich andauernd tätowieren und schon seit Jahren exzessiv. Wo sollte der Zusammenhang mit dem Fussball sein?

  • Roger am 24.06.2015 11:39 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht mein Ding

    Ich finde Tatoos total unsexy. Besonders bei Frauen die Fussball spielen ...

  • tiziana am 24.06.2015 11:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    vermännlicht

    ich spiele auch fussball aber ich finde, dass die frauen mit ganzarmigen tattoos ihren männlichen kickern abgeschaut haben. es steht einer frau nicht, sorry da bleibe ich bei meinen kleinen feinen tattoos

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Heiri Basler am 25.06.2015 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Jedem das Seine

    Wirklich doofe Tatoos sind nur solche des Partners oder der Partnerin, wenn man dies mit etwa 18 Jahren stechen lässt. Ausser man hat dicke Arme und viel Platz für Korrekturen.. ;-)

  • Nina am 25.06.2015 12:09 Report Diesen Beitrag melden

    Unsexy

    früher trugen nur harte Kerle Tätowierungen, die musste man sich verdienen als Krieger, Seefahrer, Rocker oder Gangster. Heutzutage scheint es mir als würden sich die meisten Leute wegen mangelndem Selbstvertrauen tätowieren, um nach aussen zu zeigen ich bin stark. Männer verweichlichen sowieso zusehends mit ihren Ganzkörperrasuren, eitlen Frisuren und immer längeren aufenthalte im Badezimmer.

  • Mann am 25.06.2015 09:41 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist Emazipation?

    Das Streben der Frauen, wie wir Männer zu sein. Und umgekehrt werden Männer immer Mehr zu Frauen. Das Ganze führt dann zum X-Gender, wo keiner mehr weiss, was er ist, wo ES hingehört und sein ganzes Leben lang krampfhaft nach seiner Identität sucht, was evolutionstechnisch nach der Pubertät eigentlich vorbei sein sollte.

  • Christian Zahnd am 25.06.2015 09:06 Report Diesen Beitrag melden

    mir gefallen Tattoos generell nicht

    ich begreife nicht, wie man sich so etwas freiwillig in den Körper stechen lassen kann. 90% der Tattoos sind dann noch äusserst hässlich. Fussballer beider Geschlechts haben in ihrer Freizeit scheinbar keine sinnvolle Beschäftigung ausser sich mit hässlichen Frisuren und Tattoos zu verzieren.

  • Rosy am 25.06.2015 05:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schrecklich

    Frauen haben natürliche Schönheit und sollten sich nicht mit Tattoos verunstalten. Sie werden einfach nicht Ernst genommen und wer das Gegenteil behauptet ist leider selber tätowiert oder lügt.