Acht Trainer in anderthalb Jahren

12. Februar 2020 10:28; Akt: 12.02.2020 10:51 Print

Diesem Fluch fiel auch Klinsmann zum Opfer

Wer ihn aufstellt, ist bald seinen Job los: Der Trainerverschleiss von Krzysztof Piatek geht weiter.

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Vielleicht hätten sie etwas genauer hinschauen müssen in Berlin. Auf den ersten Blick ist Krzysztof Piatek: ein treffsicherer Stürmer. 30 Tore schoss der 24-Jährige vergangene Saison, ein Jahr zuvor waren es immerhin 21. Klar also, dass die Hertha bereit war, 22 Millionen Euro für den polnischen Nationalspieler (10 Spiele, 5 Tore) zu bezahlen – auch wenn seine Tormaschinerie in der aktuellen Spielzeit etwas ins Stocken kam. Doch Piatek lässt seine Trainer nicht nur jubeln, nein, wer ihn aufstellt, der ist bald arbeitslos.

Seit der Sturmtank im Sommer 2018 von KS Cracovia zu Genua wechselte, erlebte er sieben Trainer. Mit Jürgen Klinsmanns Nachfolger Alexander Nouri sind es mittlerweile acht. Bei Piateks Ankunft in Genua stand Davide Ballardini noch an der Seitenlinie, dieser wurde im Oktober 2018 jedoch entlassen und durch Ivan Juric ersetzt. Mit dem Kroaten soll Piatek nicht das beste Verhältnis gehabt haben. Kein Problem, zwei Monate später war Juric seinen Job schon wieder los, auf ihn folgte Cesare Prandelli. Über das Verhältnis mit dem ehemaligen Nationaltrainer Italiens ist wenig bekannt, schliesslich blieb auch der nicht lange Piateks Trainer. Dieses Mal nicht aufgrund einer Entlassung, sondern wegen eines Transfers. Piatek wechselte für 35 Millionen Euro zur AC Milan.

Immerhin ein halbes Jahr lang wurde er dort von Gennaro Gattuso gecoacht. Doch weil den Milan-Bossen Rang 5 zum Saisonschluss nicht reichte, musste der Weltmeister von 2006 gehen. Mit Marco Giampaolo lernte Piatek also schon wieder einen neuen Coach kennen. Nun, immerhin oberflächlich, denn auch Giampaolos Engagement endete nach nur kurzer Zeit wieder – im Oktober 2019 wurde Stefano Pioli als neuer Milan-Trainer vorgestellt. Unter Pioli kam Piatek, wie schon zuvor in den ersten Saisonmonaten, nicht richtig in die Gänge. Im Winter verpflichteten die Rossoneri dann Zlatan Ibrahimovic, für Piatek wurde die Luft im Sturm dünner. Also flüchtete er nach Berlin, in die Arme Klinsmanns. Und auch in Deutschlands Hauptstadt schlug er sofort zu. Nicht unbedingt Piatek selber, schliesslich blieb er in seinen beiden ersten Bundesligaspielen ohne Torerfolg, sondern eher sein Fluch. Es wäre also eine Überraschung, sollte Herthas Interimscoach Alexander Nouri längerfristig Cheftrainer bleiben dürfen.

Denn ein Stürmer wird gerne an Zahlen gemessen. Bei Piatek lauten sie seit Juli 2018 so: Im Schnitt erzielt er pro 139 Minuten ein Tor – und erhält nach zweieinhalb Monaten einen neuen Trainer.

Fussball

(fas)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sämi am 12.02.2020 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts Neues

    Kennen wir doch bei uns im Wallis seit Jahren.

  • Lukas am 12.02.2020 11:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht fähig

    Der ist doch nicht fähig für ein trainerposten

    einklappen einklappen
  • Bernerfussballfam am 12.02.2020 15:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    JK

    Habe ja Anfang Jahr wo er gekommen ist schon geschrieben das er Ende Saison weg ist. Er lebt in der eigene Fussballwelt und als Trainer ist vor allem ein Geldverschleuderer. Ausweise als Trainer hat er keine. Überall waren sie froh wenn sie ihn los wurden, egal ob er ging oder gegangen wurde. Mehr als Berater im Hintergrund sollte er sich nicht zumuten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kudi Müller am 12.02.2020 22:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Er muss endlich weg!

    Die Besserung zum Guten wäre so einfach bei Hertha: Preetz muss weg! Von Beginn weg machtgeil, doppelzüngig und hasardierend unterwegs. Der mit Abstand am schlechtesten geführte Verein in der BuLi. Alle wissen es, keiner tut etwas!

  • cMitch am 12.02.2020 19:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gattuso...

    Gattuso ist von sich aus gegangen, meine Herren. Er wollte nicht verlängern.

  • A. Scopatore am 12.02.2020 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    Sauhäfeli usw.

    JK wollte auch seinen Sohn, der ja nur Drittklassisch ist als BL-Torwart bei Hertha unterbringen.

  • Blub-Blub am 12.02.2020 19:27 Report Diesen Beitrag melden

    So ist er...

    Klinsi ist ein charakterlicher Tiefflieger und dazu ein Schaumschläger erster Güte.

  • blondi am 12.02.2020 19:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wie lange noch?

    michael preetz ist der untergang für diesen verein - alle wissen es keiner unternimmt etwas. klinsi hat es auch zu spät bemerkt, seine ziele lassen sich mit einem wie preetz nicht realisieren. als ihm dies klar wurde hat er reagiert - alles richtig gemacht. der preetz hält sich für den fussballgott berlins.