Antalya

08. August 2017 16:05; Akt: 08.08.2017 16:05 Print

Djourou kickt in Ferien-Metropole mit Alt-Star

von A. Hunziker - Johan Djourou (30) versucht, seiner Karriere in Antalya neuen Schub zu geben.

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Johan Djourou hat bei Antalyaspor einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Er betont, dass der Transfer in die Türkei nach einer sehr schnellen Verhandlungsphase zustande gekommen sei. «Ich bin sehr glücklich, nach Antalya gekommen zu sein. Ich habe einige Angebote erhalten. Ich habe jedoch auf mein Herz gehört und bin deshalb hierhergekommen», wird er von türkischen Medien zitiert. Kurze Zeit später postete Antalyaspor auf seinem Twitter-Account bereits ein Foto des 67-fachen Schweizer Internationalen. Dazu stand geschrieben: «Unser neuer Transfer in seiner ersten Trainingseinheit.» Übrigens läuft rechts neben Djourou der Star des türkischen Clubs. Ja, Sie haben richtig gesehen: Es ist Samuel Eto'o. Der 36-jährige Kameruner, der bereits dreimal die Champions League gewonnen hat, befindet sich im Herbst seiner Karriere. Trotzdem ist er in Antalya Captain und Leistungsträger zugleich. Dank Eto'os 18 Toren schaffte das Team von Trainer Riza Calimbay in der vergangenen Saison Historisches: Antalyaspor wurde in der Süper Lig Fünfter. Eine so gute Platzierung in der höchsten türkischen Liga hatte der Club noch nie inne. Seit Januar steht mit dem GC-Eigengewächs Harun Alpsoy sogar noch ein zweiter Schweizer bei Antalyaspor unter Vertrag. Der 20-Jährige konnte sich bisher aber nicht durchsetzen. Schafft er den Durchbruch noch? Eine ähnliche Frage stellt sich auch für Djourou: Wird der 30-Jährige an der türkischen Riviera zu seiner alten Stärke zurückfinden? Oder wird der Innenverteidiger in der Versenkung verschwinden und in der Nati für Trainer Vladimir Petkovic keine Rolle mehr spielen?

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Beim Hamburger SV wurde Johan Djourou ausgebootet. Zuerst hatte er das Captain-Amt abgeben müssen, dann flog er ganz aus dem Team. Der 30-Jährige liess sich nicht unterkriegen, sein Vertrag beim HSV lief im Sommer ohnehin aus. Die Fans des Innenverteidigers musste sich lange gedulden, bis die Gerüchte um Djourou konkret wurden.

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Montpellier? Zurück nach England? Oder in die Türkei? Djourou kommentierte nichts, kündigte aber des Öfteren auf Instagram an, dass Neuigkeiten anstehen. Am Ende entschied sich der 67-fache Schweizer Internationale für Antalyaspor, – und nicht, wie erste Gerüchte besagten, für Trabzonspor.


Djourou freut sich auf die Herausforderung

In Antalya unterschrieb Djourou einen Zweijahresvertrag. Aber wird er an der türkischen Riviera zu seiner alten Stärke zurückfinden? Oder wird ihn die Ferienstimmung – die jährliche Durchschnittstemperatur in Antalya beträgt 18,6 Grad Celsius – in der 2,4-Millionen-Metropole vereinnahmen? Bleibt Djourou weiterhin Schweizer Nationalspieler unter Trainer Vladimir Petkovic, sollte er in der türkischen Süper Lig regelmässig zum Einsatz kommen?

Darüber macht sich der Genfer vorerst keine Gedanken. Er wird in türkischen Medien wie folgt zitiert: «Ich bin sehr glücklich, nach Antalya gekommen zu sein. Ich habe einige Angebote erhalten. Ich habe jedoch auf mein Herz gehört und bin deshalb hierhergekommen.» Auf Instagram schreibt er: «Bin glücklich und stolz, zur Antalyaspor-Familie zu gehören. Ich freue mich, meine neuen Teamkollegen zu treffen und diese neue Herausforderung in Angriff zu nehmen.»

Ein Ex-Barça-Star als Leithammel

An der Mittelmeerküste trifft Djourou mit Samuel Eto'o auf einen Starspieler, der seinen Zenit zwar vor langer Zeit überschritten hat, seine Leistungen auf dem Platz aber immer noch abliefert. Der 36-Jährige ist Leistungsträger und Captain des Teams. Der Kameruner, der mit Barcelona (2006 und 2009) und Inter (2010) dreimal die Champions League gewann, schoss in der vergangenen zwei Saisons für die Türken in 62 Spielen 38 Tore.

Dank seiner 18 Treffer erreichte das Team von Trainer Riza Calimbay in der letzten Spielzeit den fünften Schlussrang. Das ist die beste Platzierung in der ersten türkischen Liga in der Historie des seit 1966 bestehenden Vereins. Zudem stand Antalyaspor 2000 im Final des türkischen Cups. Diesen gewann aber das grosse Galatasaray Istanbul 5:3 nach Verlängerung.

Gegen Basel ohne Chance

Antalyaspor machte auch schon mit einem Schweizer Club Bekanntschaft. 1996 trafen die Türken im Intertoto Cup auf den FC Basel. Die Basler siegten auswärts 5:2. Und noch ein Schweizer Aspekt: Neben Djourou gibt es in den Reihen der Rot-Weissen einen weiteren Spieler aus der Heimat. Seit Januar steht mit Harun Alpsoy ein GC-Eigengewächs bei Antalyaspor unter Vertrag. Der 20-Jährige aus Menziken kam in der Süper Lig im zentralen Mittelfeld aber bisher erst zweimal und insgesamt über 85 Minuten zum Einsatz.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dk10 am 08.08.2017 18:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Djourou

    Die türkische liga hat weitaus mehr qualität als die schweizer liga, vorallem bekommen die auch die stadien voll ;) aber wieso man djourou kauft ist für mich fraglich, da wäre jeder andere innenverteidiger unserer nati viel besser

  • Paul Sanor am 08.08.2017 16:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Antalya, Heaven on earth

    Wunderschöne Stadt! Gratuliere Djourou und wünsche ihm alles gute

  • starke Liga am 08.08.2017 17:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ogi

    Also eins kann ich mit sehr gutem Gewissen sagen. Das Niveau der türkischen Liga ist doppelt so stark wie die schweizer Liga. Die Mannschaften sind viel stärker als in der Schweiz.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Pa3Du am 09.08.2017 05:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Niete

    ... und weil die türkische Liga ein deutlich höheres Niveau hat als die Super League, wird Djourou auch dort nicht genügen...

  • Fussball am 08.08.2017 21:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Senioren

    Man muss ganz klar sagen das Djourou viel mehr in Antalya verdient als in anderen Ligen. Darum zieht es die Spieler auch dorthin zu wechseln. Kann ja nicht nur die politische Lage sein.

  • Dk10 am 08.08.2017 18:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Djourou

    Die türkische liga hat weitaus mehr qualität als die schweizer liga, vorallem bekommen die auch die stadien voll ;) aber wieso man djourou kauft ist für mich fraglich, da wäre jeder andere innenverteidiger unserer nati viel besser

  • Jeton-Beton Xylofon am 08.08.2017 17:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum?

    Warum nicht im Kosovo (schenste land vom welt) bei fc prishtina unterschreben ein vertrag? Gruss Jeton-Beton Xylofon.

  • starke Liga am 08.08.2017 17:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ogi

    Also eins kann ich mit sehr gutem Gewissen sagen. Das Niveau der türkischen Liga ist doppelt so stark wie die schweizer Liga. Die Mannschaften sind viel stärker als in der Schweiz.

    • Träun Weiter am 08.08.2017 18:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @starke Liga

      Na wenn wunderts!!! Man gibt auch zuviel Geld für überalterte Spieler aus! Und die Vereine erreichen international nix.

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