U21 EM

16. Juni 2011 22:44; Akt: 17.06.2011 07:13 Print

EM ein Fall für Mathe-Freaks

von Sandro Compagno, Dänemark - Am Samstag spielt die U21 ihr letztes EM-Gruppenspiel gegen Weissrussland. Punktet sie, steht sie im Halbfinal. Doch es gibt Szenarien, die weniger mit Fussball als mit Mathematik zu tun haben.

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Kompliziert wird es, wenn die Schweizer mit einem Tor Differenz verlieren und die Dänen gegen Island siegen. Dann belegen Weissrussland, Dänemark und die Schweiz mit sechs Punkten ex aequo die Plätze 1 bis 3. Die Direktbegegnungen entscheiden nun über Halbfinal oder Heimreise. Die drei Teams haben je ein Spiel gewonnen und eines verloren. Auch die Tordifferenz ist dieselbe – die Anzahl geschossener Tore muss entscheiden. Verliert die Schweiz 0:1, ist sie raus. Verliert sie 2:3, 3:4, 4:5 oder mit mehr erzielten Toren, sind die Dänen raus. So richtig knackig wird es aber, wenn die Schweiz 1:2 verliert.

Die Weissrussen sind weiter, da sie in den Direktbegegnungen drei Tore schafften. Die Dänen und die Schweizer stehen bei 2:2. Nun entscheidet die Tordifferenz aller Gruppenspiele. Wenn nun die Dänen gegen Island mit 2:0 gewinnen, dann wird es lustig: Sie haben dann eine Tordifferenz von 4:2 wie die Schweiz und haben (nächstes Kriterium) auch gleich viele Tore erzielt. Nun kommt es auf den Uefa-Koeffizienten an, der sich aus den vergangenen Qualifikationen errechnet. Die Schweiz und Dänemark haben – Sie ahnen es? – identische Koeffizienten. In diesem Fall entscheidet die Fairplay-Wertung des Turniers. In den ersten zwei Spielen hat die Schweiz drei Gelbe Karten erhalten. Und Dänemark nur zwei. Besteht nach dem letzten Gruppenspiel auch hier Gleichstand, wird ein Losentscheid fällig. Und Sie dachten, hier in Dänemark gehe es um Fussball?