Millionenvertrag bei PSG

25. November 2011 12:38; Akt: 25.11.2011 16:03 Print

Ein Beckham als Marketing-Investition

Vieles deutet darauf hin, dass David Beckham seine Karriere bei Paris St. Germain beendet. Der Präsident des Klubs, Nasser al-Khelaifi, soll bereit sein, dem Altstar 17 Millionen zu zahlen.

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David Beckham wechselte mit 16 Jahren von seinem Heimatverein Brimsdown Rovers zu Manchester United. 1995 debütierte er in der ersten Mannschaft und stieg schnell zum absoluten Superstar auf. Sechsmal wurde Beckham mit den Red Devils zwischen 1995 und 2003 englischer Meister. Den grössten Erfolg feierte der Träger der legendären Nummer 7 1999 mit dem Gewinn der Champions League. In 265 Spielen für Manchester United erzielte Beckham 62 Tore. Viele davon per Freistoss. Auch im Dress der «Three Lions» nahm Beckham ab 1996 eine wichtige Rolle ein. 2001 sicherte er England mit einem Traumfreistoss das WM-Ticket für Japan und Südkorea 2002. 2003 zog es den englischen Glamourboy zu Real Madrid. 37,5 Millionen Euro mussten die Königlichen für Beckham nach Manchester überweisen. Im Ensemble der Galaktischen blieb der ganz grosse Erfolg allerdings aus. Die spanische Meisterschaft 2007 blieb der einzige wichtige Titel, den Beckham mit Real gewinnen konnte. Auch seine Torquote sank: 13 Treffer in 116 Spielen. Beckham als Buhmann: Nach einem verschossenen Penalty 2004 im EM-Viertelfinal England gegen Portugal durchlebte Beckham eine schwierige Zeit. Doch Beckham biss sich durch und führte die englische Nationalmannschaft weiterhin als Captain an. Mit 115 Länderspielen ist Becks auch englischer Rekordnationalspieler. Nachdem sein Vertrag bei Real Madrid ausgelaufen war, wechselte Beckham 2007 in die Major League Soccer zu Los Angeles Galaxy. Im Frühling 2009 und 2010 wurde Beckham von der AC Milan ausgeliehen. Am 14. März 2010 verletzte er sich an der Achillessehne schwer. Im November 2011 holte «Becks» mit L.A. Galaxy seinen ersten Meistertitel in der Major Soccer League. Nach der Saison 2011 endete der Vertrag des Engländers beim US-Klub. Einen Wechsel zurück nach Europa zu Paris St. Germain lehnte Beckham nach intensiven Vertragsverhandlungen im Januar 2012 aber ab. Am 18. Januar 2012 gab LA Galaxy bekannt, dass Beckham seinen ausgelaufenen Vertrag um zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2013 verlängert habe. Noch immer hatte der Glamour Boy nicht genug. Gerne hätte Becks 2012 an den Olympischen Spielen in seinem Heimatland teilgenommen. Doch er erhielt kein Aufgebot für das britische Olympiateam. Am 20. November 2012 gibt Beckham bekannt, dass er die LA Galaxy am Saisonende trotz laufendem Vertrag verlassen wird. Er will sich noch einer «letzten Herausforderung» stellen. Am 31. Januar 2013 wird bekannt, dass der englische Superstar seine Karriere in Europa bei Paris Saint-Germain fortsetzt. Dort kriegt der Mittelfeldspieler einen Vertrag bis zum Saisonende. Beckham war für viele auch modisch ein Vorbild. Unzählige Frisuren schmückten im Laufe der Jahre seinen Kopf. Auch seine Frau Victoria ist eine Mode-Ikone. David heiratete das ehemalige Spice-Girl 1999. Die Beckhams haben drei Söhne. Im Jahr 2011 kam dann auch noch die Tochter Harper Seven zur Welt.

Die Karriere von David Beckham.

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Seit Tagen halten sich die Gerüchte hartnäckig, dass Englands Altstar David Beckham nach Ablauf seines Vertrages bei L.A. Galaxy nach Europa zurückkehrt – mehrere europäische Klubs zeigten bereits Interesse. Am intensivsten scheinen aber die Bemühungen von Paris St. Germain zu sein. Die englische Zeitung «Daily Mail» will nun in Erfahrung gebracht haben, dass «Becks» kurz davor stehe, einen Vertrag beim Pariser Klub zu unterschreiben. Angeboten werden ihm offenbar eine Verpflichtung über 18 Monate und rund 17 Millionen Schweizer Franken.

Becks soll Teil einer grossen Strategie sein

PSG-Präsident Nasser al-Khelaifi soll sich höchstpersönlich dafür einsetzen, dass Beckham den Weg an die Seine findet. Ziel des Mannes aus Katar ist es, Paris St. Germain in eine fussballerische Supermacht zu verwandeln. Und «Becks» ist dabei ein Teil seines Plans: «David Beckham geht über den Sport hinaus. Er ist ein Botschafter, er ist eine Marke und er ist ein Vorbild für andere», sagte PSG-Präsident Nasser al-Khelaifi gegenüber der Online-Ausgabe der Equipe. «Aber er ist auch immer noch ein sehr guter Fussballer, dessen Alter kein Problem ist», bekräftigte er. Schon früher feilte Paris St. Germain am Supermacht-Plan, z.B. mit dem Kauf von Javier Pastore. Knapp 52 Million Schweizer Franken kostete der Argentinier.

Al-Khelaifi hat bestätigt, dass sich Beckham zwischen Tottenham und PSG entscheiden muss. Inzwischen hätten sich laut dem Präsidenten die Vorteile aber in Richtung des französischen Klub verschoben. Grund dafür dürfte sein, dass Geld für den Katarer kein Problem ist. Mit dem Angebot, dass er Beckham macht, können die Tottenham Hotspurs nicht mithalten.

Grosse TV-Pläne und Trikotverkäufe

Der katarische Präsident von PSG ist auch der General-Manager der Sportsektion des arabischen TV-Senders «Al Jazeera». Nun hat al-Khelaifi angekündigt, das am Samstag zum ersten Mal ein PSG-Spiel live auf dem arabischen Sender zu sehen sein wird. Und er betont: Wenn Beckham tatsächlich Teil seines Teams wird, dann werden die Ernstkämpfe von PSG wöchentlich im Nahen Osten zu sehen sein.

Hintergrund der grossen TV-Pläne al-Khelaifis dürfte auch das Ankurbeln der Trikotverkäufe bei Paris St. Germain sein. Trikots mit grossen Namen - wie zum Beispiel Beckham - verkaufen sich wesentlich besser als andere. So soll laut «Spiegel Online» Madrid nach dem Rekord-Transfer von Cristiano Ronaldo, für welchen Real eine Ablösesumme von 94 Millionen Euro hingelegt hat, innerhalb der ersten sieben Monate 1,2 Millionen Trikots des Portugiesen verkauft haben. Bei einem Stückpreis von 116 Franken lag der erzielte Umsatz durch die Shirts mit der Rückennummer 9 bei rund 140 Millionen Schweizer Franken. Wie viel davon tatsächlich beim Verein ankam, ist unklar. Klingt aber allemal lukrativ.

(fbu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • realist am 27.11.2011 17:43 Report Diesen Beitrag melden

    uninteressant

    wen interessiert das? er ist mit seiner frau ein auslaufmodell....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • realist am 27.11.2011 17:43 Report Diesen Beitrag melden

    uninteressant

    wen interessiert das? er ist mit seiner frau ein auslaufmodell....

    • auch realist am 28.11.2011 11:26 Report Diesen Beitrag melden

      becks!

      nur weils dich nicht interessiert... ist durchaus bemerkenswert was becks ins rollen bringt.

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