Berner Derby

11. Februar 2019 06:10; Akt: 11.02.2019 06:12 Print

Ein teuer erkaufter Thuner Punkt

Die Berner Oberländer trotzen Leader YB in einem stürmischen Derby ein 1:1-Remis ab, verlieren aber Captain Dennis Hediger wohl für länger.

Das sagt YB-Trainer Gerry Seoane zum Punktverlust im Berner Derby. (Video: 20 Minuten)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Es passierte kurz nach dem späten Thuner Ausgleich durch Marvin Spielmann (81.), YB-Mittelfeldspieler Djibril Sow fällt bei einem Zweikampf auf das durchgestreckte Bein von Dennis Hediger. Der Thun-Captain hält sich das Knie. Es sieht sehr schmerzhaft aus. Hediger kann nicht mehr weitermachen, muss vom Platz gefahren werden. Eine erste Diagnose: Verdacht auf Kreuz- und Seitenbandriss im rechten Knie.

«Er ist das Gesicht der Mannschaft, unser Captain», sagt Trainer Marc Schneider später an der Medienkonferenz, «diesen Punkt mussten wir teuer bezahlen.» Es ist der erste Punktgewinn der Berner Oberländer im 3. Saisonduell, aber die Freude darüber war nach der Verletzung des Captains getrübt. Es war aber auch der erste Punktverlust des Leaders aus der Hauptstadt seit dem 20. Oktober 2018 (3:3 gegen den FCZ).

An der Tabellenspitze ist nichts passiert

«Wir sind mit dem Unentschieden nicht ganz zufrieden», sagte Trainer Gerry Seoane, «können aber damit leben.» Mit Blick auf die Tabelle sowieso: Der Vorsprung auf den FC Basel, der auf Platz 2 liegt, beträgt weiterhin 19 Punkte, nachdem der FCB am Samstag zuhause nicht über ein 1:1-Remis gegen St. Gallen hinauskam. «Tabellarisch ist alles gleich geblieben», so der YB-Trainer, «ausser, dass eine Runde mehr gespielt ist.» Seoane kann sich sogar den Luxus leisten, schon die nächste Saison vorzubereiten und junge Spieler zu entwicklen - in einem Pflichtspiel. Lauper, Aebischer und Sow - als künftige Defensivachse funktioniert schon ganz gut. Aber noch nicht gut genug für den YB-Trainer, dem die Kommunikation ungenügend erschien.

YB steuert unaufhaltsam auf die früheste Titelverteidigung der Geschichte zu. Aber das sei kein Thema in der Mannschaft, sagt David von Ballmoos. Das seien Rekorde generell nicht. «Wir jagen keine Rekorde», so der YB-Goalie, der laut eigenen Angaben mindestens eine Viertelstunde unter die Dusche stehen wollte, um die steifen Finger aufzutauen. Sturm «Uwe» hat dem YB-Keeper in der zweiten Halbzeit arg zugesetzt.

Eine Bestmarke hat YB schon im Sturm - nicht Uwe - erreicht: Roger Assalés Tor zum zwischenzeitlichen 1:0 in Thun war der 60. YB-Treffer der Saison – nach 20 Runden notabene. Das gab es in der Geschichte der höchsten Schweizer Liga noch nie. YB hat saisonübergreifend in nunmehr 51 Super-League-Partien mindestens ein Tor geschossen. Ein Wermutstropfen: Liga-Topskorer Guillaume Hoarau (16 Spiele/13 Tore) zwickts in der Wade. Der Franzose wird am Montag untersucht.
Das sagen die Akteure nach einem 1:1 im Berner Derby. (Video: 20 Minuten)

Fussball

(ete)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Raydayana am 11.02.2019 07:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Besserung

    Ich wünsche ihm gute und schnelle Genesung das er bald wieder auf dem Platz ist

  • W. von der Vogelweide am 11.02.2019 08:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Teuer

    Wohl eher ein teuer erkämpfter als ein teuer erkaufter Punkt. Einmal mehr eine journalistische Glanzleistung dieses Gratisblattes.

  • Julchen am 11.02.2019 07:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FCThun

    Hätte nicht sein müssen,das schmerzt dermassen,habe selber Grosse Knieprobleme. Ich wünsche dem Captain sehr schnelle und gute Besserung.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lyrisiech am 17.02.2019 23:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Back to the CLQuali

    Hey Den Du sagst, du wirst körperlich und mental besser bereit sein als vorher. Genau richtig für die bevorstehende Champions-League Quali!

  • Fred am 11.02.2019 13:24 Report Diesen Beitrag melden

    Verletzung Dennis Hediger

    Kampfsau Hediger, wie er eben ist. Die meisten Fussballer hätten sich mit der Trage vom Fussbalfeld tragen lassen und hätten sich beide Hände vors Gesicht gehalten. Er ist da anders. Diese Saison wird er wohl nicht mehr spielen können, gute Besserung.

    • allmen am 11.02.2019 14:24 Report Diesen Beitrag melden

      same

      genau er ist anders und lässt sich mit dem Mobil wegfahren anstatt mit der Trage weg zu tragen und die Hände hatte er auch vor dem Gesicht. So wie das Knie aussah auch völlig zu recht. Aber nicht anders als alle anderen.

    einklappen einklappen
  • BananeBieger am 11.02.2019 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Don Höfi und Bärenfamilie

    Ich habe das Spiel als Gast zusammen mit meinen Freunden Don Höfi und der Bärenfamilie YB Bär, Berner Bär, Papa Bär und Übergalaktischer Bär sowie meinem Schwager, YB Fanaticer, besucht. Ich war bzgl. Seitenwahl flexibel, unterstützte ich zu Beginn eher YB, begannen die Thuner mir nach dem Spielmann-Tor ebenfalls zu gefallen. Die Stimmung liess leider zu wünschen übrig. Ich erlebte es als Urbasler und grosser FCB-Fan noch wie in Wettingen gefightet wurde. Die Atmosphäre dort würde ich mit jener vom Ali Sami Yen Stadion vergleichen, jeder Toilettengang war ein Gang durch die Hölle.

  • FCT Fän am 11.02.2019 10:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gueti Besserig

    Ich wünsche Dennis Hediger ganz gute Besserung. Du bist unser Kämpfer. Klar werden wir Thun Fäns dich als Captain vermissen. Aber erhol dich gut und komm in alter Stärke zurück.

  • Helmut Pelias am 11.02.2019 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    Schingerkönig Hediger

    Wer, wie Hediger Fussball mit Schwingen verwechselt, muss mit Schwingerverletzungen rechnen.