Rücktritt aus der Nati

05. Juni 2011 20:47; Akt: 06.06.2011 08:07 Print

Eklat: Grichting bricht mit Hitzfeld

Stéphane Grichting hat der Schweizer Nati den Rücken gekehrt. Weil der 32-Jährige für das England-Spiel (2:2) im Wembley auf die Tribüne verbannt wurde, gab er per sofort seinen Rücktritt.

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Stéphane Grichting will nicht mehr für die Nati spielen. (Bild: Keystone/AP)

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Grichting hat vor dem Spiel im Wembley Ottmar Hitzfeld darüber informiert, dass er künftig nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten wolle. «Als ich erfuhr, dass ich auf der Tribüne sitzen würde und nicht einmal auf der Ersatzbank, war das für mich ein Mangel an Respekt», wurde Grichting in der Westschweizer Zeitung «Le Matin» zitiert, «Ich habe mich wie ein Profi benommen und vor dem Spiel nichts gesagt. Erst nach dem Schlusspfiff habe ich mich von der Mannschaft verabschiedet.»

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Unter Hitzfeld war Grichting bisher immer gesetzt gewesen. Weil aber Johan Djourou und Philippe Senderos gegen England erstmals beide gleichzeitig verfügbar waren, war abzusehen, dass Grichting Ersatz sein würde. Der Walliser bestritt für die Schweiz seit April 2004 45 Länderspiele und erzielte dabei einen Treffer. Zum Ende der Saison hin war der linke Innenverteidiger bei Auxerre verletzt gewesen und war nur noch wenig zum Einsatz gekommen. Das EM-Qualifikationsspiel vom 26. März gegen Bulgarien (0:0) war somit sein letzter Einsatz im Schweizer Nati-Trikot. Allerdings war absehbar gewesen, dass er sich zum Ende der EM-Qualifikation sowieso aus dem Nationalteam zurückgezogen hätte.

Grichting zog damit dieselben Konsequenzen wie Englands Peter Crouch. Der Stürmer von Tottenham Hotspur war von Nationaltrainer Fabio Capello für das Spiel gegen die Schweiz ebenfalls nur auf die Tribüne gesetzt worden und gab daraufhin seinen Rücktritt aus dem englischen Nationalteam bekannt.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • makii am 05.06.2011 21:22 Report Diesen Beitrag melden

    Die Mannschaft zählt!

    Fehlender Respekt ihm gegenüber,dass ich nicht lache. Was soll denn dieses Verhalten gegenüber der Mannschaft? Als mein Mitspieler hätte er meinen Respekt nicht. Nicht einmal ein Messi oder Ronaldo dürften sich so verhalten und dann von fehlendem Respekt sprechen!

  • Poldi am 05.06.2011 21:08 Report Diesen Beitrag melden

    Danke Grichting

    Grichting hat so eine Rückstellung nicht nötig, das heisst, mit seiner Erfahrung hätte er der Schweiz bestimmt den Sieg gegen England eingefahren! Super Grichting du zeigst Moral, jetzt sollen die Schaufenster-Spieler agieren!

    einklappen einklappen
  • Peter Pan am 05.06.2011 23:38 Report Diesen Beitrag melden

    Diva

    Was für Diven! Grichting, Crouch und auch der Marokkaner Taarabt ist zurückgetreten weil er nicht spielen durfte. Wie können sich das zweitklassige Spieler erlauben! Es ist für jeden eine Ehre für die NM zu spielen und das entscheidet die persönliche Leistung und der Trainer und auch ein Messi akzeptiert es, wenn er auf die Bank muss.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Wuselkiri am 06.06.2011 16:33 Report Diesen Beitrag melden

    Macht mal halblang

    Bisher hat sich Oh Ha noch nicht zu Grichtings Abgang geäussert, mann sollte also nicht voreilig die Entscheidung des Trainers in Frage stellen! Klar ist, dass Djourou und Senderos beide mehr Erfahrung gegen diese Spieler haben als Grichting. Was sind also die Faktoren die man Erfüllen muss um in der Stammelf gegen England zu spielen ? -Abschneiden im Club -Trainingsverhalten in der Nati -Erfahrung gegen den Gegner -Allgemeine Intern. Erfahrung -Konkurenz... Man verbannt einen soliden Spieler auch nicht einfach so auf die Tribüne...

  • Phillip Bünzli am 06.06.2011 13:53 Report Diesen Beitrag melden

    Sie sollten es besser Wissen, Hitzfeld.

    Korrekte Sache! mehr gibts da nicht zu sagen. Ohne Vorwand und ohne Begründung vom Stamplatz auf die Tribüne gehört sich nicht! Ich, als Hobbi - Fussballspieler weiss, wie emotional das ganze zu und her gehen kann - eine solche aktion des Trainers (und dazu ein solch erfahrener) ist für mich ein No-Go

  • LS7CR_DB am 06.06.2011 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Richtige Männer die stolz sind für CH!!!

    Ich hätte nicht gedacht, dass gerade Grichting sich so verhaltet. Hitzfeld war der erste der voll auf Ihn gesetzt hat, sich jetzt so zu äussern weill er auf die Tribüne musste ist meiner Meinung nach nicht Respektlos von Hitzfeld an Grichting, sondern von Grichting an Hitzfeld und die ganze Mannschaft. Ich will Spieler in der Nati die ob jetzt auf der Bank, Tribüne oder gar nicht im Kader, immer alles tun würden für die Schweiz, auch wenn der Trainer Ihnen nicht passt sollten Sie immer die Schweiz als Land im Vordergrund sehen. Z.Bsp. David Beckham ist, dass beste Beispiel dafür!!!

  • steph am 06.06.2011 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    Rücktritt ist überzogen, aber

    Grichting ist zur Zeit der mit Abstand konstanteste CH Innenverteidiger. Warum ihn Hitzfeld auf die Tribüne verbannt ist nicht nachvollziehbar. Die Nati hatte in letzter Zeit einige Probleme aber die Verteidigung gehörte nicht wirklich dazu. Djourou und Senderos gehört die Zukunft, aber es unterlaufen Ihnen noch zu viele Fehler (fehlende Spielpraxis weil oft Verletzt) und je weiter hinten ein Fehler passiert desto schlimmer. Man stelle sich vor Djourou hätte sich 1 Min. nach dem 2:0 nicht so stümmperhaft angestellt und einen Penalty verursacht, wir wären mit einem 2:0 in die Pause...

  • Sandy am 06.06.2011 12:12 Report Diesen Beitrag melden

    Absolut kein Diskussionsthema

    Wenn es wirklich nur um dieses eine Mal ging, wo er nicht eingesetzt wurde, finde ich es überreagiert. Wenn aber schon andere Sachen passiert sind, wovon ich trotz Nichtwissenüberzeugt bin, ist es nachvollziehbar. Man hat schon über Streller und frei hergezogen, als sie den Rücktritt gaben. Für mich war es immer nachvollziehbar und verständlich. Ich arbeite auch in einem Job, in dem man Tag für Tag den Launen anderer ausgesetzt ist (allerdings nicht für den Lohn), am Telefon wie auch persönlich. Und irgendwann wird es Dir zu bunt, Dich rumschubsen und ausbuhen zu lassen. Kein Diskussionsthema.