Sohn von Leicester-Boss

01. November 2018 15:05; Akt: 01.11.2018 15:50 Print

«Ich vermisse dich, Dad»

Der Tod von Vichai Srivaddhanaprabha hat weltweit tiefe Bestürzung ausgelöst. Nun meldet sich sein Sohn mit bewegenden Zeilen.

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Tiefe Trauer: Aiyawatt Srivaddhanaprabha hat beim Helikopter-Absturz in Leicester seinen Vater verloren, den Club-Besitzer von Leicester City. Nun veröffentlichte der 33-Jährige auf der Website des englischen Meisters von 2016 einen Abschiedsbrief. Vichai Srivaddhanaprabha war einer vor fünf Insassen, die ums Leben kamen. Der Tod des beliebten thailändischen Milliardärs hat weltweit grosse Bestürzung ausgelöst. Die Zeitungen in Thailand waren voll mit Berichten über den Helikopterabsturz. Auch in Leicester war die Anteilnahme gross. Menschen legten Blumen vor dem King-Power-Stadion nieder. Auch Mönche erwiesen Srivaddhanaprabha die letzte Ehre. Die Spieler um Goalie Kasper Schmeichel (r.) zeigten sich tief bestürzt. Die Fans können ebenfalls nicht fassen, was passiert ist. Der Absturz ereignete sich am 27. Oktober unmittelbar vor der Heimstätte von Leicester City. Zuerst war nur klar, dass die Maschine Vichai Srivaddhanaprabha gehört, später folgte die Information, dass der Leicester-Präsident mit an Bord war. «Mit tiefster Anteilnahme und gebrochenem Herzen bestätigen wir, dass unser Vorsitzender unter jenen fünf Menschen war, die auf tragische Weise ihr Leben am Samstagabend bei dem Helikopter-Absturz verloren haben», schrieb der Premier-League-Club tags darauf auf Twitter. Der Helikopter war im Anschluss an das Spiel gegen West Ham wie üblich vom Feld aus abgehoben. Augenzeugen berichteten von einem plötzlichen Stillstand des Heckrotors. Die Maschine habe sich daraufhin wie ein Kreisel gedreht und sei unkontrolliert abgestürzt. Der Helikopter ging nach dem Aufprall sofort in Flammen auf. Einer der ersten am Unglücksort sei Leicesters Torhüter Kasper Schmeichel gewesen, berichteten Augenzeugen dem Sender BBC.

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Es sind Zeilen voller Trauer, aber auch voller Wärme und Hoffnung. Aiyawatt Srivaddhanaprabha, der Sohn des am Samstag bei einem Helikopter-Absturz verstorbenen Leicester-Besitzers Vichai Srivaddhanaprabha, hat auf der Website des Premier-League-Clubs einen Abschiedsbrief veröffentlicht.

Der 33-Jährige schreibt:

«Ich möchte allen aus tiefstem Herzen für die überwältigende Unterstützung danken. Was passiert ist, hat mich realisieren lassen, wie wichtig mein Vater für so viele Menschen auf der ganzen Welt war, und ich bin gerührt, wie viele einen Platz in ihrem Herzen für ihn haben.

Mein Vater hat mir für eine lange Zeit beigebracht stark zu sein und mich um meine Familie zu kümmern. Er liebte seine Familie. Er hat Leicester City zu einer Familie gemacht. Und nichts würde ihn stolzer machen, als zu sehen, wie sich diese Leicester-City-Familie, die er erschaffen hat, in dieser Zeit solcher Trauer unterstützt.

Heute hat er mir ein Erbe zum Weiterführen hinterlassen, und ich werde alles in meiner Macht stehende unternehmen, um seine grosse Vision und seine Träume weiterzuführen.

Ich vermisse dich, Dad, mit meinem ganzen Herzen.»

Auch Ranieri trauert

Am Donnerstag trat auch Claudio Ranieri den schweren Gang zum King-Power-Stadion an, um seinem verstorbenen Freund die letzte Ehre zu erweisen. Der Italiener führte den damaligen Abstiegskandidaten Leicester City 2016 aus dem Nichts zum Meistertitel – und wurde so zum Baumeister der vielleicht grössten Sensation der Fussballgeschichte.


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