Profi-Check

05. August 2015 15:31; Akt: 05.08.2015 16:27 Print

Ersetzen Roboter bald Fussballspieler?

von Michael Fischer - Hinter Robotern, die Fussball spielen, steckt viel Technik. Nachwuchs-Ingenieure haben nun mit ihrem Modell den FCL-Profi Kaja Rogulj zum Schwitzen gebracht.

Der kickende Fussball-Roboter fordert den Innenverteidiger Kaja Rogulj des FC Luzern heraus. (Video: Michael Fischer)
Fehler gesehen?

Kommt nach dem selbstfahrenden Auto nun der Roboter-Fussballspieler? Geht es nach den Vorstellungen des von Bündner Gymnasiasten gegründeten Vereins Helveticrobot, soll genau dies bis 2050 Realität werden. Bis dann sollen intelligente Roboter auch gegen menschliche Gegner eingesetzt werden können. Auf kleineren Spielfeldern kurven jedoch bereits heute Miniatur-Versionen selbständig umher, dribbeln und können Tore schiessen.

Für 20 Minuten hat sich der FCL-Innenverteidiger Kaja Rogulj vom Roboter herausfordern lassen. Nach dem Test zeigt sich dieser beeindruckt. Sein Verdikt finden Sie im Video-Bericht.

Viel Technik unter der Haube

An ihrem aktuellen Modell haben die Kantonsschüler aus Chur mehr als ein Jahr lang getüftelt. 30 Infrarotsensoren wurden verbaut, damit der Roboter den Ball in allen Himmelsrichtungen erkennen kann. Drei Antriebsräder ermöglichen dem kleinen Kicker auch während der Fahrt, sich um die eigene Achse zu drehen. Weiter erkennt er mit Ultraschallsensoren die Distanz zu Wand und Gegner, mit Farbsensoren die Spielfeldlinien und kommuniziert mit seinem Roboter-Spielpartner per Bluetooth.

Erfolg an WM in China

Die ganze Arbeit hat sich für die Junior-Ingenieure gelohnt: Am diesjährigen Robo-Cup in China, an welchem Teams aus über 40 Länder teilnahmen, landeten sie in der Kategorie Team Junior ganz oben auf dem Podest. «Darauf sind wir schon stolz», freut sich Florian Schäfer, Coach des WM-Teams. Denn die WM-Teilnehmer der anderen Länder müssten sich in einigen Fällen gegen mehrere Dutzend Entwickler-Teams vorqualifizieren. Diese Stufe fällt für die Bündner weg – der von ihnen gegründete Verein Helveticrobot ist der einzige seiner Art in der Schweiz. Schäfer hofft jedoch, dass durch den Erfolg seines Teams weitere Jugendliche motiviert werden, sich für Robotertechnik zu begeistern. Gerade angehenden Ingenieur-Studenten erleichtere die Auseinandersetzung mit den Robotern den Studieneinstieg, so der ETH-Student.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Geraldo am 05.08.2015 15:47 Report Diesen Beitrag melden

    Schwachsinn

    Und wo bitteschön bleibt der Reiz des Fussballs? Finde ich totaler Schwachsinn! Interessiert doch niemanden wie sich Roboter irgendwo herumbewegen und den ball einklemmen... Im Fussball zählen ja nicht nur Tore.. da sind auch Dribblings, Emotionen, Fans undundund ein grosser Teil des Fussballs

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  • Mr. Perfect am 05.08.2015 15:55 Report Diesen Beitrag melden

    Komisch

    Im Video steht das er Innenverteider des FCL's sei. In der Videobeschreibung jedoch steht das er Mittelfeldspieler ist... Was ist nun richtig? :')

  • Luzerner am 05.08.2015 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    Kantonsschüler aus Chur?

    Das hat der gut gemacht, er ist mit seinem Roboter nach Luzern, der Stadt des Fussballs und der Robotertechnik, gekommen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marc Zimmermann am 05.08.2015 22:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    KEINE EMOTIONEN

    Das ist doch nicht ernst gemeint!? Diese Roboter kann man nicht mit echten (menschlichen) Fussballern vergleichen. Da fehlen Leidenschaft, Kampfgeist und Emotionen. Tolle Erfindung aber sie wird sich niemals gegen Menschen durchsetzen.

  • Insider am 05.08.2015 22:12 Report Diesen Beitrag melden

    Insider

    Ok. Rboter die Fussball spielen werden vielleicht nicht in naher Zukunft gegen eine humane Mannschaft eine grosse Chance zum Gewinnem haben. Aber das sich hier Kantonsschüler wagen einer Disziplin beizutreten, welche ihnen abverlangt einen autonomen Roboter zu bauen und ihn auf Universitätsniveau zu programmieren ist einfach nur unglaublich und verdient riesen Respekt. Sie stehen für den Fortschritt ein und so sollte das sein!

    • Peter Baltisberger am 05.08.2015 23:10 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht ganz korrekt

      Ist nicht ganz korrekt - Das Team nimmt in der "Junior"-Kategorie teil, das ist nicht "Universitàtniveau" (wäre auch etwas zu viel verlangt). Das schmälert die Leistung aber keinswegs! Tolle Sache!

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  • Wutbürger Huber am 05.08.2015 21:12 Report Diesen Beitrag melden

    Ich schäume vor Wut

    Da trainieren die jungen Fussballer 20 Jahre lange auf ihrem Traum, um dann von Robotern verdrängt zu werden! Echt unglaublich!

  • Prof. Planta am 05.08.2015 20:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich mag Roboter

    Der Roboter ist mir definitiv sympathischer als seine Erschaffer!

  • Franz Earp am 05.08.2015 20:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Terminator plus

    Ich fürchte mich vor diesen robotern, gestern haben sie autos für uns gebaut, heute spielen sie fussball und morgen kehren sie sich gegen uns! Ein drama in drei akten.