«König der Löwen»

22. Februar 2011 23:25; Akt: 22.02.2011 23:19 Print

Eto'o muss alleine auf die Jagd

von Andy Huber - Die Hoffnungen von Inter Mailand ruhen heute im Achtelfinal-Hit der Champions League gegen Bayern München auf Alleinunterhalter Samuel Eto'o.

Fehler gesehen?

Die Last, die auf den Schul­tern des eher schmächtig wir­kenden 1,80 Meter grossen ­Kameruners lastet, ist gewaltig: ­Bayern-Schreck Diego Mi­lito, der am 22. Mai letzten ­Jahres die Münchner mit ­seinem Doppelpack im Final der Champions League ins Elend schoss, ist verletzt. Und Neuzugang Giampolo Pazzini (zehn Saisontore) darf nicht ran – er hatte in dieser Sai­son schon für Sampdoria Genua ­im Europacup gespielt. So muss also der «König der Löwen», wie die «Gazzetta dello Sport» Eto’o liebevoll nennt, heute gegen die Deutschen vorne alleine auf Torejagd ­gehen.

Doch Kameruns Rekord-Torschütze (102 Spiele, 52 Treffer) weiss die schwere Bürde zu tragen: «Ich bin richtig fit und bereit für ­die Bayern.» Was Eto’o diese Saison bisher eindrücklich bewiesen hat: Mit 15 Toren in 23 Serie-A-Partien und der grandiosen Bilanz von sieben Goals in sechs Einsätzen in der Champions League ist er nicht nur für Inter-­Präsident Massimo Moratti ­jeden Euro der 10,5 Millio­nen wert, die er jährlich verdient.

Die Bayern müssten also vorgewarnt sein. Doch sie haben, wie es ihrer Mentalität entspricht, die Finalpleite vor neun Monaten aus ihrem Gedächtnis gestrichen und liefern die gewohnt kämpferischen Parolen. «Mit einem 2:1-Sieg könnte ich gut leben, aber lieber wäre mir natürlich ein 2:0», posaunt Nationalspieler Thomas Müller vor dem Gastspiel in Mailand. Und Arjen Robben betont: «Inter ist eine starke Mannschaft. Aber wir haben eine sehr gute Chance, diese Partie zu gewinnen.» Aussagen, die den «König der Löwen» bestimmt noch mehr reizen werden.