Fussball-Legende

12. März 2012 23:04; Akt: 13.03.2012 04:34 Print

Ex-FCZ-Trainer Konietzka verstorben

Der ehemalige FCZ-Trainer Timo Konietzka ist tot. Er setzte seinem Leben mit Hilfe einer Sterbe-Organisation selber ein Ende. Konietzka litt an Krebs.

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Der gebürtige Deutsche führte als Trainer den FC Zürich zu drei und die Grasshoppers zu einem Meistertitel. (Bild: Keystone)

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Friedhelm «Timo» Konietzka verstarb am Montag nach langer Krankheit, wie seine Ehefrau Claudia gegenüber Radio 1 bestätigte. Der 73-jährige hatte seit längerem an Gallenkrebs gelitten. Gemäss Angaben des «Blick» hat er seinem Leben mit Hilfe der Sterbe-Organisation Exit selber ein Ende gesetzt. In einem Interview hatte Konietzka im Januar angekündigt, dass er seinen Tod plane.

Der gebürtige Deutsche führte als Trainer den FC Zürich zu drei und die Grasshoppers zu einem Meistertitel. In den 60er-Jahren gewann er als Spieler die deutsche Meisterschaft mit Borussia Dortmund und TSV 1860 München. Konietzka ging in die Fussballgeschichte ein, als er am 24. August 1963 für Dortmund in der ersten Spielminute in der Partie gegen Werder Bremen das erste Tor der eben neugegründeten Bundesliga erzielte.

Konietzka begann mit dem Fussballspielen beim VfB 08 Lünen. Der Vollblut-Stürmer bestritt ab 1963 für Borussia Dortmund und von 1965 bis 1967 für 1860 München insgesamt 100 Bundesligaspiele und erzielte dabei 72 Tore. In den ersten drei Bundesligajahren wurde er jeweils Zweiter in der Torschützenliste. In neun Länderspielen erzielte er für Deutschland drei Tore.

Der Schweizer Fussball verliert eine schillernde Persönlichkeit

Im Alter von 29 Jahren wechselte Konietzka 1967 überraschend von der Bundesliga in die Schweiz zum FC Winterthur, der damals in der Nationalliga B spielte und verhalf dem Verein 1968 zum sofortigen Wiederaufstieg in die NLA und zum Einzug in den Cupfinal im gleichen Jahr. 1971 beendete er schliesslich beim FC Winterthur seine Karriere als Spieler.

Nach seiner aktiven Laufbahn arbeitete er als Trainer für Borussia Dortmund, Bayer Uerdingen, den FCZ, GC und YB. Mit dem FC Zürich wurde er dreimal in Folge Schweizer Meister (1974-1976) und erreichte im Jahre 1977 auch die Halbfinals des Meistercups, in dem der FC Zürich gegen Liverpool, die damals dominierende Mannschaft in Europa, ausschied. Von 1978 bis 1980 war er Trainer bei den Young Boys und erreichte zweimal den Schweizer Cupfinal. Anschliessend wechselte er zu den Grasshoppers, mit denen er sich 1982 einen weiteren Schweizer Meistertitel sicherte. Seit 1988 besass Konietzka, der sich stets fit hielt und bis ins hohe Alter Fussball spielte, das Schweizer Bürgerrecht. Mit ihm verliert der Schweizer Fussball eine schillernde Persönlichkeit, dessen Fairness, Rat und Ehrlichkeit stets geschätzt wurden.

Zuletzt betrieb Timo Konietzka mit seiner Ehefrau das Gasthaus «Ochsen» in Brunnen am Vierwaldstättersee.

(kub/jam/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Angelo am 12.03.2012 22:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    R.I.P

    R.I.P konietka danke dir super typ warst du

  • david a am 12.03.2012 23:39 Report Diesen Beitrag melden

    auf wiedersehen

    autsch dachte ich nicht diesses jahr wurde er Bartlivater und vor einer wche sah ich ihn noch einen Kebab holen :/

  • Chris O. am 12.03.2012 23:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mein Beileid

    Sehr schade! Hatte die Ehre ein Fussballtraining bei ihm zu absolvieren! Ein toller Fussballkönner!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Chris O. am 12.03.2012 23:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mein Beileid

    Sehr schade! Hatte die Ehre ein Fussballtraining bei ihm zu absolvieren! Ein toller Fussballkönner!

  • david a am 12.03.2012 23:39 Report Diesen Beitrag melden

    auf wiedersehen

    autsch dachte ich nicht diesses jahr wurde er Bartlivater und vor einer wche sah ich ihn noch einen Kebab holen :/

  • Johann Jenni am 12.03.2012 23:23 Report Diesen Beitrag melden

    Denkmal am Vierwaldstättersee

    Danke Timo, Lozärn werd Dech nie vergässe !!!

  • Salome rhyner am 12.03.2012 23:19 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr schad

    Sehr sehr schade,bin wirklich traurig geworden.ein sehr lieber und angenehmer Mensch .

  • Urs Hipp am 12.03.2012 22:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Timo ein Vorbild für den Sport

    Ein großer Sportler der immer natürlich blieb. Timo wir werden Dich nicht vergessen.