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23. November 2019 18:48; Akt: 24.11.2019 07:57 Print

FCZ-Serie dauert an – Stocker sieht rot

Der FC Zürich feiert gegen Luzern den vierten Sieg in Serie. Basel muss sich derweil Aufsteiger Servette geschlagen geben.

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Der FC Zürich feiert mit dem 3:0 gegen den FC Luzern seinen vierten Sieg in Serie und setzt sich damit endgültig in der oberen Ranglistenhälfte fest. Für Luzerns Trainer Thomas Häberli wird die Luft dagegen nach der vierten Niederlage in Serie noch dünner, in der zweiten Halbzeit zeigen die Innerschweizer sogar Zerfallserscheinungen.

Den so wichtigen Führungstreffer erzielte Blaz Kramer nach weniger als einer Viertelstunde. Nach einer schönen Kombination über Antonio Marchesano und Aiyegun Tosin musste der Slowene nur noch ins leere Tor einschieben.

Luzern schwächt sich selbst

Die Luzerner brachten keinen einzigen Ball aufs gegnerische Tor, ausser einem Lattenschuss aus dem Nichts von Darian Males beim Stande von 0:1 hatten sie offensiv nichts nichts zu bieten. Da waren sie allerdings schon in Unterzahl. Blessing Eleke kam kurz vor der Pause zu spät in einen Zweikampf gegen Becir Omeragic, was zuerst eine Verwarnung nach sich zog. Nach Konsultation des VAR korrigierte Schiedsrichter Horisberger seinen Entscheid und verwies den Nigerianer des Platzes.

Der Entscheid war richtig. Marco Schönbächler und wiederum Kramer sicherten dann den höchsten Sieg der Saison. Besonders beeindruckend der Lauf Kramers: Mit dem Doppelpack hat er in den letzten vier Partien fünf Tore erzielt, vorher traf er nie.


Kramer erzielt seinen zweiten Treffer des Tages (Quelle: SRF).

Servette überzeugt auch gegen Basel

Nach dem Sieg gegen die Young Boys gewinnt der Aufsteiger Servette auch gegen den FC Basel. Das 2:0 ist der dritte Erfolg in Serie für die Genfer. Das Basler Ungemach nahm in der siebten Minute seinen Lauf. Die Genfer spielten einen Gegenangriff über die linke Seite, Varol Tasar flankte zur Mitte und dort stand Raoul Petretta so weit von Miroslav Stevanovic entfernt, dass dieser seinen dritten Saisontreffer erzielte.

Das 1:0 war das erste zählbare Anzeichen dafür, was in den nächsten Minute folgen sollte. Denn anstatt die Basler aufzuwecken, stimulierte das Tor vielmehr die Offensive der Genfer. Zwei Minuten später scheiterte Stevanovic an Jonas Omlin und in der zwölften Minute rettete der Basler Goalie gegen Tasar mit einer herausragenden Parade. Wenn die Genfer in der ersten Halbzeit deutlich mehr Offensivanteile hatten, so kamen die Basler im zweiten Durchgang einem Tor zumindest ein klein wenig näher.

Stocker fällt aus

Emil Bergström scheiterte zweimal mit einem Kopfball und einmal rettete ein Genfer auf der Linie. Basel war nahe dran an einem Tor. Den zweiten Treffer aber erzielten die Genfer in der 90. Minute durch den eingewechselten Koro Kone. So gewinnt Servette nach dem Sieg gegen YB und Luzern zum dritten Mal in Serie. Und nach dieser Basler Niederlage würden die Young Boys am Sonntag mit einem Sieg gegen Sion den Vorsprung auf den Verfolger auf vier Punkte vergrössern. Für einen weiteren Dämpfer sorgte nach der Partie Valentin Stocker. Er liess sich zu einem Schubser gegenüber dem Schiedsrichter hinreissen und erhielt dafür die rote Karte. Somit steht er dem FC Basel am nächsten Spieltag im Spitzenkampf gegen YB nicht zur Verfügung.

Zürich - Luzern 3:0 (1:0)
8398 Zuschauer. - SR Horisberger.

Tore: 13. Kramer (Rüegg) 1:0. 59. Schönbächler (Sohm) 2:0. 68. Kramer (Pa Modou) 3:0.

Zürich: Brecher; Rüegg (64. Britto), Nathan, Omeragic, Pa Modou; Domgjoni, Sohm (85. Janjicic); Tosin, Marchesano, Schönbächler; Kramer (79. Ceesay).

Luzern:Müller; Sidler, Knezevic, Lucas, Grether; Voca, Mistrafovic; Eleke, Males (73. Cirkovic), Ndiaye (83. Margiotta); Schürpf.

Bemerkungen: Zürich ohne Charabadse, Hekuran Kryeziu, Mirlind Kryeziu, Mahi und Winter (alle verletzt). Luzern ohne Arnold, Binous, Kakabadse, Ndenge, Schulz und Schwegler (alle verletzt). 53. Lattenschuss Males. 42. Rote Karte gegen Eleke (Foul). Verwarnungen: 65. Voca (Foul). 93. Sidler (Foul).

Servette - Basel 2:0 (1:0)
10'420 Zuschauer. - SR Abed (FRA).

Tore: 7. Stevanovic (Tasar) 1:0. 90. Koné (Stevanovic) 2:0.

Servette: Frick; Sauthier (5. Gonçalves), Rouiller, Sasso, Iapichino; Ondoua, Cognac; Stevanovic, Wüthrich (72. Park), Tasar; Kyei (66. Koné).

Basel: Omlin; Widmer, Bergström, Alderete, Petretta; Xhaka (68. Ademi), Frei; Stocker (75. Riveros), Zuffi, Bua (46. Okafor); Cabral.

Bemerkungen: Servette ohne Imeri und Lang (beide verletzt), Basel ohne Cömert (gesperrt), Kuzmanovic, Ramires und Van Wolfswinkel (alle verletzt). 22. Lattenschuss Alderete. 77. Pfostenschuss Tasar. Rote Karte gegen Stocker nach dem Schlusspfiff wegen Unsportlichkeit. Verwarnungen: 22. Ondoua (Foul). 26. Gonçalves (Foul). 38. Wüthrich (Foul). 74. Ademi (Foul). 76. Frei (Reklamieren). 79. Widmer (Foul).

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(mke/saw)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jan Hmm am 23.11.2019 21:07 Report Diesen Beitrag melden

    Fraglich

    Schon fraglich was Ademi und Stocker sich da gedacht haben zum Schluss. Anderseits war die Leistung des Schiedsrichters gesamt mehr als nur fraglich! Schlussendlich gewinnt aber Servette verdient.

    einklappen einklappen
  • Don Logan am 23.11.2019 21:50 Report Diesen Beitrag melden

    schwach

    So wie der FCB heute gespielt hat, haben die Basler im Meisterrennen nichts verloren. Valentins rote Karte war gerechtfertigt.

    einklappen einklappen
  • Barba Papa am 23.11.2019 22:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Peinlich

    Basel verliert Gesicht, Nerven und Stocker. Peinliche Truppe.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Minimee am 24.11.2019 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    Mimimimi

    Ui, nun tauchen wieder zahlreich die frustrierten Baseler auf. Seid ihr frustriert wegen der berechtigten roten Karte, oder die Tatsache, dass Valentina gegen YB gesperrt ist?

  • Läch Ehrlich am 24.11.2019 11:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rot für dieae Aktion ?

    ja genau... da hätte YB schon 100 Mal rot sehen müssen...

  • Lach mich schlapp am 24.11.2019 10:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das geht gar nicht, gell Valentina

    Bei den Schweizer Schiris mag das gehen. Schliesslich ist es Herr Stocker der Capitano persönlich. Und jetzt kommt da plötzlich einer und erlaubt sich Herr Stocker in die Schranken zu weisen.

  • Schnäggefr Ässer am 24.11.2019 10:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ein freundscaftlicher Klaps auf die Schulter

    und das zustimmende Zeichen "hey das hast du gut gemacht" (Daumen hoch), und der Filou weiss nichts besseres als gleich die Rote zu zücken? gut ist die französische Revoluzion vorbei, sonst hätt der den Vale gleich auf die Gilloutine geschickt...

    • toi am 24.11.2019 10:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Schnäggefr Ässer

      wäre gar nicht so verkehrt...

    einklappen einklappen
  • Rolf G. am 24.11.2019 10:45 Report Diesen Beitrag melden

    Dumm, dümmer, Stocker...

    und dann auch noch so tun, als hätte er nichts gemacht und bekommt auch noch Rückendeckung vom Trainer und Mitspielern. Also ob französische Schiris schlechter wären als die unsrigen. Es fehlt Stocker halt an Klasse, sowohl fussballerisch als auch in Sachen Fairness!