Super League

10. April 2017 12:11; Akt: 10.04.2017 18:19 Print

FCB trennt sich von Trainer Fischer

Trotz Erfolgen: Der FC Basel wechselt im Sommer den Coach aus. Den Nachfolger von Urs Fischer will die neue Club-Leitung später präsentieren.

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Knall in Basel: Urs Fischer geht, hier auf der Trainerbank im Spiel gegen GC. (18. März 2017) (Bild: Keystone/Georgios Kefalas)

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Der FC Basel und Trainer Urs Fischer gehen ab dem Sommer getrennte Wege. Der Zürcher ist seit 2015 im Amt und eigentlich drauf und dran, die zweite Meisterschaft hintereinander zu gewinnen. Ende Mai steht Fischer auch im Cupfinal gegen den FC Sion an der Seitenlinie.

Dennoch will der Club den Vertrag nicht verlängern: «Die designierte neue sportliche Führung des FC Basel 1893 hat entschieden, die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Urs Fischer nach Abschluss der laufenden Saison zu beenden und mit einem neuen Trainer in die Spielzeit 2017/2018 zu gehen», heisst es in einer Mitteilung. Auch Fischers Assistenten Markus Hoffmann und Marco Walker müssen den FCB im Juni verlassen.

Der designierte Sportchef und ehemalige FCB-Stürmerstar Marco Streller hat sich bereits zum Entscheid geäussert:

Die neuen Club-Verantwortlichen um den Medienunternehmer und Cineasten Bernhard Burgener argumentieren mit ihrem neuen Konzept: «Die Verantwortlichen sind zum Schluss gekommen, dass sie für die Umsetzung ihres Konzepts Für immer rotblau im Rahmen des anstehenden Umbruchs auch Akzente auf der wichtigen Position des Trainers setzen wollen.»

Einen neuen Trainer hat der Club nicht bekannt gegeben. Die FCB-Leitung will ihn in den kommenden Wochen präsentieren.

«Ich finde es sehr schade»

Fischers erste Reaktion auf die Trennung Ende Saison: «Ich war seit Januar über den möglichen Führungswechsel informiert. Ich finde es sehr schade, dass es nun für uns beim FCB zu Ende geht. Wir durften hier zwei sehr gute Jahre verbringen. Damit meine ich nicht nur, dass wir auf dem Platz Titel gewinnen konnten, sondern auch, wie wir neben dem Platz als Team der 1. Mannschaft funktioniert haben. Aber ich kann den Entscheid der designierten neuen sportlichen Führung nachvollziehen, sie will einen Neuanfang.»

Wicky, der logische Kandidat

Wer als Trainer diesen Neuanfang mittragen wird, ist offen. «Wir haben ein Anforderungsprofil», verriet Streller ohne ins Detail zu gehen. Namen von Kandidaten kommunizierten er sowie Alex Frei und Massimo Ceccaroni, seine Kollegen in der technische Kommission, erwartungsgemäss nicht. Vom Konzept, das sich die neue Führung vorstellt, mit der Integration von jungen Spielern, scheint der derzeitige Basler U21-Trainer Raphael Wicky ein logischer Anwärter.

Eine Deadline für die Ernennung des neuen Trainers wurde nicht gesetzt. Da die Kaderplanung für die nächste Saison bald vorangetrieben werden muss, dürfte ein Entscheid aber nicht allzu lange auf sich warten lassen. Wie dann die zu erwartenden Veränderungen innerhalb der Mannschaft ausfallen, konnte Streller nicht sagen. «Wir sind noch nicht ins Detail gegangen. Aber wir werden jetzt nicht dem Jugendwahn verfallen, sondern auch erfahrene Spieler haben.»

(rub)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bebbi am 10.04.2017 12:27 Report Diesen Beitrag melden

    Regional?

    Wenn ich den Kader durchgehe, haben sie aber einiges zu tun..;-)

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  • bUlI am 10.04.2017 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    BuLi

    Ich habe in den letzten 7 Jahren noch nie ein so schlecht spielender FCB gesehen. Das heisst nicht dass es schlechte Spieler sind. Ich finde einfach dass Basel sehr viel an Spielwitz, verloren hat.

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  • Alfons am 10.04.2017 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    Überraschung?

    Wohl keine Überraschung, oder? Fischer, ein netter, bodenständiger Kerl, aber reicht einfach nicht für einen Spitzenclub.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Condorman am 12.04.2017 19:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reicht nie und nimmer

    Basel wird ja eh immer Schweizer Meister ist egal wer an der Linie steht - international wird es nie reichen , was haben Sie erreicht nichts, da muss Madame Oeri und CO. noch viel investieren.... die Clubs haben nicht das Level in dieser Kategorie mitzuhalten!

  • werner stadler am 11.04.2017 14:57 Report Diesen Beitrag melden

    bravo fcb guter entscheid

    bravo urs fischer hatt nie zu basel gepasst sein versagen im ch cup usw letztes jahr hatt mir das bestätigt

  • Bebbilisk1 am 11.04.2017 09:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neuausrichtung

    Zu diesen vielen hochkarätigen Kommentaren kann ich nur schmunzeln, alles Fachkenner vom Feinsten! Eine Change im Management birgt immer Chancen und Risiken. Veränderungen gehören nun mal zum Leben. Stagnation wäre das Ende des Erfolgs. Geben wir diesem neuen Staff und dem zukünftigen Trainer eine Chance!

  • LouisVanGaal am 11.04.2017 07:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ich habe viel Zeit...

    ...die Elftal kann mihr gestouhlen bleiven...Hopp Baasoul...

    • Kuditoef am 11.04.2017 10:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @LouisVanGaal

      ...und dann das zuletzt wenig erfolgreiche 4-3-3 der Elftal einführen. Holland, das war einmal Fussball zum geniessen. Eine gewisse Parallele zum FCB. Zufall?

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  • FCZ Fan am 11.04.2017 07:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorfreude

    Für den Schweizer Meister genügt diese Mannschaft. Aber auf CL-Niveau nicht mehr. Ich habe alle drei CL-Spiele in Basel gesehen. Neben etwas Glück fehlte es an Klasse. Und das ist nicht des Trainers Schuld. Auf jeden Fall freue ich mich auf die kommenden Derbies.