Knall in Luzern

17. Februar 2019 21:04; Akt: 18.02.2019 00:40 Print

FCL entlässt Trainer René Weiler

Nach knapp sieben Monaten endet für René Weiler das Kapitel Luzern. Der FCL nennt die Trennung die einzige Lösung.

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Der FC Luzern hat auf den schwachen Start in die Rückrunde der Super League mit drei Niederlagen reagiert. 24 Stunden nach dem 0:3 zuhause gegen Lugano stellten die Zentralschweizer ihren Trainer René Weiler frei.

«Es hat sich in den letzten Wochen herauskristallisiert, dass zwischen dem Cheftrainer und der sportlichen Leitung des Vereins, unterschiedliche Auffassungen betreffend der Qualität des Teams und der weiteren Entwicklung der Mannschaft und des Kaders bestanden», begründet Sportchef Remo Meyer die sofortige Freistellung in einer Mitteilung des Clubs.

Schwacher Start ins neue Jahr

Weiler hatte seine Aufgabe in Luzern im letzten Sommer mit einem Dreijahresvertrag angetreten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten steigerte sich der FCL gegen Ende der Vorrunde; aus den letzten fünf Spielen 2018 resultierten zehn Punkte.

Der Start in die Rückrunde missriet allerdings komplett. Gegen Xamax (1:2), Sion (1:3) und Lugano (0:3) verliessen die Luzerner den Platz als Verlierer. Nach 21 Runden der Super League belegt der FCL den 7. Platz. Der Vorsprung auf den Tabellenneunten Neuchâtel Xamax, das sich auf dem Barrage-Platz befindet, beträgt sechs Punkte.

Vor seinem Engagement bei Luzern hatte Weiler den RSC Anderlecht 2017 zum belgischen Meistertitel geführt. Zuvor hatte der 45-jährige Winterthurer unter anderen den 1. FC Nürnberg, Aarau und Schaffhausen trainiert.

Trainerstühle sind Schleudersitze

Bei der Ablösung von Weiler handelt es sich um den fünften Trainerwechsel in der aktuellen Saison. Vor Weiler hatten Raphael Wicky (Basel), Maurizio Jacobacci (Sion), Guillermo Abascal (Lugano) und zuletzt Michel Decastel (Xamax) gehen müssen.

Aktuell ist in der Super League nur ein Trainer tätig, der auf eine mindestens einjährige Tätigkeit zurückblicken darf: Marc Schneider. Gemäss transfermarkt.ch war Thuns Cheftrainer zum Zeitpunkt von Weilers Entlassung ein Jahr, sieben Monate und 17 Tage in Thun tätig. Die Nummer zwei in diesem unrühmlichen Ranking ist FCZ-Coach Ludovic Magnin mit 11 Monaten und 28 Tagen.

Fussball

(sda/red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Steilpass am 17.02.2019 21:25 Report Diesen Beitrag melden

    Sorry aber beim FCL liegen die Probleme

    ganz wo anders. Weiler hat das max. aus dem suuuuuper zusammengestellten Kader herausgeholt!

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  • hubsy2005 am 17.02.2019 21:42 Report Diesen Beitrag melden

    Der Fisch stinkt zuerst am Kopf

    Das tolle, begeisterungsfähige Publikum hätte schon längst verdient, dass der Präsident, die Geschäftsleitung incl. Sportchef Remo Meyer sowie Sponsor Alpstaeg geschlossen zurücktreten. Die Entlassung von René Weiler ist eine reine Alibiübung. "Die Kleinen hängt man, die Grossen lässt man laufen".

  • FcL Fan am 17.02.2019 21:20 Report Diesen Beitrag melden

    Grosses Supermachen

    Holt endlich einen Rene van Eck der kommt bei der Mannschaft und beim Publikum super an und garantiert das man in Luzern wieder Fussballfeste feiert. Bedingung ist aber das man zuerst noch den Sportchef und die Vereinsleitung inklusive den Sponsor Alpstaeg entlässt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Giancarlo am 18.02.2019 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht Weiler, sondern Meyer entlassen

    Der Trainer hat deutlich auf die Unzulänglichkeiten im Kader hingewiesen, öfters und mehrmals. Meyer, der eigentlich als Sportchef das Kader verstärken sollte, hat nichts getan. Dass da natürlich unterschiedliche Auffassungen entstehen, ist klar. Nur, man hätte Meyer entlassen sollen, nicht Weiler. Leider wird sich auch mit einem neuen Trainer nichts ändern. Das Kader wird weiterhin durchschnittlich bleiben und wohl keine Fortschritte machen.

  • Werner am 18.02.2019 13:25 Report Diesen Beitrag melden

    Kann nichts dafür

    Weiler war sicher nicht Schuld an den schlechten Resultaten. Er ist allerdings selber Schuld, dass er zu diesem Chaos-Verein gegangen ist.

  • born am 18.02.2019 12:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zum Glück

    Weiler überschätzt sich selber. Es ist ihm in den Kopf gestiegen! Man hat es ihm regelrecht angesehen, das es ihn ankackt!!!

    • Marienhof am 18.02.2019 12:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Nie im Leben würde ich dort unterschreiben

      Bei GC oder Luzern würde ich als Trainer nie unterschreiben. So wenig Ahnung die Chefetagen haben, kann man nicht wachsen. Da hat jeder 2. Liga Interregional Verein die fähigeren Leute am Werk als diese zwei Chaos Vereine mit ihren Armleuchtern und, Egoisten, wo das Sportliche nach dem Profit kommt. Wie soll das aufgehen?

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  • Marienhof am 18.02.2019 12:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Inkompetenz in der Chef Etage

    Bei Luzern gleicht sich die Inkompetenz wie bei GC auf den Kader. Die guten werden Saison für Saison verkauft und man verpflichtet höchstens Mitläufer und labbert was von EL Plätze. Seit dem letzten Titel von Luzern und GC, bei Luzern ist es noch einiges länger, wird nur noch Flickzeug geboten, anstatt nachhaltig für den Kader zu investieren. Am Schluss darf der Trainer den Kopf hin halten und die Oberen können sich wohl noch auf die Schulter klopfen. Solche Typen darf man nicht machen lassen. Weiler wäre ein guter Trainer, aber er ist kein Messias und kann einen schwachen Kader nach vorne bringen. Thorsten Fink ist der Realität so weit entfernt wie die Erde vom Mond. Unglaublich diese Schönredereien und Stuss dieser Fink jedesmal erzählt. Aber auch Anliker, Walther ... müssten bei GC gehen. Was wenn GC absteigt, dürfen die in Zürich immer noch in ihrer Traumwelt weiter wursteln, und in Luzern?

  • Hugo Fröhlich am 18.02.2019 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    Sportchef trägt Mitschuld-mitentlassen !

    Die Frage ist einfach. Hat Remo Meyer René Weiler bei dessen Anstellung falsch eingeschätzt. Er jedenfalls trägt für diese Entlassung eine grosse Mitschuld und hätte somit ebenfalls mitbeurlaubt werden müssen. Der neue muss billig und erfolgreich sein - ein beim FCL unmögliches Ziel. Wette, der neue kriegt höchstens einen Einjahresvertrag. Aber auch in Luzern stinkt der Fisch am Kopf.

    • Bueri am 18.02.2019 11:15 Report Diesen Beitrag melden

      verrückter FCL

      Einen ambitionierten Trainer verpflichten, ihn mit einem 3 Jahres Vertrag ködern, nur um ihm anschliessend dringend benötigte Verstärkungen zu verweigern und nach 6 Monaten trennt man sich dann bereits (natürlich muss man das Restgehalt auch noch 2 1/2 Jahre zahlen)...dass schafft nur der FCL, das sage ich als FCL Fan. Tja, so ist das mit der Leiderschaft die nur leiden schafft...hoffe wir können den Absturz noch verhindern!

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