EM-Finale

23. Juni 2011 22:47; Akt: 23.06.2011 22:52 Print

Finale «fortissimo» gegen Spanien?

von Sandro Compagno, Dänemark - Die Spielkultur der spanischen U21 ist beeindruckend, ihr präzises Kurzpassspiel überragend. «Spanien ist und bleibt Favorit», sagt Pierluigi Tami vor dem EM-Final.

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Einer der Stars des Schweizer Finalgegners Spanien: Thiago Alcantara (hier gegen die Ukraine). (Bild: epa)

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«Jedes Spiel hat seine Geschichte», lautet einer der Lieblingssätze des Schweizer U21-Trainers. Und Tami hat bereits eine Ahnung, welche Geschichte der EM-Final morgen Abend in Aarhus (20.45 Uhr 20 Minuten Live-Ticker) haben könnte. «Mit Spanien erwartet uns ein total anderer Gegner als jene, die wir bisher hatten.» Diese waren defensiv bis destruktiv, die Spanier hingegen werden ihr berühmt-berüchtigtes Tiki-Taka aufziehen und versuchen, die Schweiz in die Abwehr zu drängen. «Aber auch wir wollen unser Spiel spielen», sagt Stürmer Admir Mehmedi. «Wir sind keine Mannschaft, die hinten reinsteht und auf Konter lauert.»

Tami beschreibt den Turnierverlauf seiner U21 mit einem Ausdruck aus der Musik: Ein «Crescendo» sei der Weg gewesen, mit Siegen gegen Dänemark (1:0), Island (2:0), Weissrussland (3:0) und zuletzt Tschechien (1:0 n.V). Seine Equipe ist an ihren Aufgaben gewachsen. Aber morgen muss sie sogar über sich hinauswachsen, will sie den EM-Titel gewinnen.

«La Rojita» ist eine beeindruckende Fussball-Maschine mit herausragenden Individualisten. Neben ihrem Tiki-Taka verfügen die Spanier über starke Individualisten wie Adrian Lopez (23), der die Skorerliste mit fünf Toren anführt. Oder Thiago Alcantara: Der Sohn des brasilianischen Weltmeisters Mazinho ist der Ideengeber in der Offensive. Dazu kommen die Weltmeister Juan Mata und Javi Martinez.

Um bei Tamis Bild vom Crescendo zu bleiben: Kann die U21 auch diesen Gegner bezwingen und die Europameisterschaft gewinnen, dann wäre das in der Tat ein Finale «forte fortissimo».