Das Urteil

02. April 2019 11:35; Akt: 02.04.2019 14:12 Print

So bestraft die Liga GC für die Pyro-Würfe

Wie erwartet wird das abgebrochene Spiel gegen Sion mit 0:3 aus Sicht der Grasshoppers gewertet. Dazu gibt es eine Busse und eine Stadionsperre auf Bewährung.

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Nachdem das Super-League-Spiel zwischen Sion und GC wegen Pyrowürfen auf das Spielfeld abgebrochen worden war, hat die Schweizer Fussballliga am Dienstag die Sanktionen bekannt gegeben. Wie zu erwarten war, wird die Partie mit einer 0:3-Forfait-Niederlage für die Zürcher gewertet. Dazu muss GC eine Strafe in der Höhe von 30'000 Franken bezahlen.

Das Urteil der Disziplinarkommission beinhaltet zudem eine Stadionsperre auf Bewährung. Bei erneuten Vorfällen droht den Hoppers also ein Heimspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Bewährungsfrist ist auf zwei Jahre terminiert. Der neue Präsident des Grasshopper Club, Stephan Rietiker, sagt in einem Statement, man werde einen Rekurs gegen den Entscheid prüfen. Dieser ist innert fünf Tagen möglich. Rietiker sagt auch: «Wir tolerieren keine gewalttätigen Ausschreitungen von Einzeltätern, stehen aber zugleich zu unseren in der überwältigenden Mehrheit friedlichen Fans.»

0:2 lagen die Grasshoppers in Sitten zur Pause zurück, das nach einer schwachen Vorstellung. Die Anhänger reagierten in der zweiten Halbzeit und warfen Fackeln auf den Rasen. Auch als Captain Runar Mar Sigurjonsson sich zur Kurve aufmachte, um die Menge zu beruhigen, entspannte sich die Lage nicht. Der damalige Präsident Stephan Anliker winkte die Mannschaft zurück, Schiedsrichter Lionel Tschudi brach das Spiel in der 56. Minute ab.

Die Strafe im Vergleich

Die Strafe bewegt sich im Vergleich mit früheren Abbrüchen in der Super League in der Mitte. 2018 provozierten Lausanne-Anhänger aus Wut über den Abstieg der eigenen Mannschaft einen Spielabbruch, indem sie den Platz stürmten und probierten, Thuner Fans anzugreifen. Schiedsrichter Sandro Schärer brach die Partie beim Stand von 0:2 ab, Lausanne wurde mit 15'000 Franken gebüsst und – wie GC – mit einer Stadionsperre auf Bewährung belegt. Der Verein legte keinen Rekurs ein.

Noch etwas länger zurück liegt die «Schande von Zürich». Im Herbst 2011 warf ein FCZ-Ultra eine Fackel in den Sektor der GC-Anhänger, es kam zu Tumulten. Der FC Zürich kassierte eine 0:3-Forfait-Niederlage, im ersten Derby der Rückrunde wurden die beiden Fankurven geschlossen. Beide Vereine mussten zudem 50'000 Franken Busse und 3000 Franken Verfahrenskosten bezahlen. Jenes Spiel wurde beim Stand von 2:1 für GC und nach 78 Minuten abgebrochen.

Die Krawallnacht vom Mai 2006

Kein vorzeitiges Ende fand das Spiel zwischen dem FC Basel und dem FCZ 2006, da die Ausschreitungen erst nach dem Schlusspfiff losgingen. Der Rumäne Iulian Filipescu hatte die Zürcher in Basel in letzter Sekunde zum Meistertitel geschossen, worauf Anhänger des Heimteams den Platz stürmten und auch FCZ-Spieler attackierten.

Die Krawalle fanden ausserhalb des Stadions ihre Fortsetzung, 115 Personen wurden verletzt, der Sachschaden betrug mehr als 400'000 Franken. Die Strafen: 80'000 Franken Busse für den FC Basel, 30'000 für den FCZ. Dazu musste das Heimteam zwei Spiele vor komplett leeren Rängen austragen, danach noch weitere drei ohne die Muttenzer Kurve.

Fussball

(mro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Adi Krucker am 02.04.2019 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    Lachhaft

    30'000 Franken Busse! Einfach nur lachhaft.

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  • Gabi am 02.04.2019 11:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Milde

    Sehr sehr milde Strafe... Und was passiert mit den Pyrowerfern??

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  • GCZ Fan am 02.04.2019 11:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pyrowerfer

    Die Busse müssten eigentlich die Pyrozünder bezahlen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Inderkummen Marcel am 04.04.2019 19:18 Report Diesen Beitrag melden

    Fragwürdig

    Es ist fasst eine Schande der SFL eine so " hohe" Geldstrafe anzufordern diese Pyrowerfer haben eine grosse Anzahl Zuschauer der Gefahr ausgesetzt und Constantin Christian hat Fringer für einen von ihm gesuchten Schubser 100000 Franken bezahlt folglich ist es schon so wie jemand heisst. Alle Zeitungsleser würde es auch noch interessieren wie diese "Richter" heissen, welche immer wieder solche Entscheide treffen

  • Zürcher Ex-Pat am 02.04.2019 21:48 Report Diesen Beitrag melden

    Ultras verbieten

    Alle Ultras sollten ein Stadionsverbot erhalten und sollten gezwungen werden die Matchs auf dem nächsten Polizeiposten anzuschauen.

  • Wodoomaster am 02.04.2019 21:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Strafe?

    Dieses Urteil ist Lächerlich.

  • Tom am 02.04.2019 21:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die richtigen bestrafen

    Wieso überhaupt wird der Verein bestraft? Da müssen die einzelnen Täter belangt werden und nicht der Verein. Die Zeiten des Prügelknaben sollten eigentlich vorbei sein. Wenn ich z.B. mit dem Auto zu schnell bin und Personen gefährde, so werde ja auch ich selbst zur Verantwortung gezogen und nicht der Autohersteller. Wenn das nämlich so läuft, so könnten Gegner eines FC sich als Fans desselben tarnen, ein riesen Chaos im Stadion veranstalten und so auf gemeine Art und Weise und völlig unsportlich ihrem Gegner Schaden zufügen.

  • Peter Wüthrich am 02.04.2019 20:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Versager

    Einmalmehr zeigen sich Liga und Verband als Komplett-Versager, welche nicht gewillt sind gegen die Krawallmacher vorzugehen! Keine Strafe für die GC Kurve ist ein Skandal!!! Die "normalen" Fans haben Mitschuld, weil sie die wenigen Krawallbrüder gewähren lassen!!!

    • Dani Düsentrieb am 03.04.2019 09:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter Wüthrich

      Wie sollen denn die richtigen Fans die Krawallbrüder aufhalten ohne selber unter die Räder zu kommen? Solange die Justiz nicht hart durchgreifen darf, schreiben wir hier noch Millionen von Kilometern an Kommentaren. Wieso wird in der Regierung das Thema nicht mal diskutiert, die Krawallmacher schrecken vor gar nichts zurück, sollen sie die volle Härte des Gesetzes "geniessen" dürfen.

    • Walter Schibli am 03.04.2019 09:42 Report Diesen Beitrag melden

      Peter Wütherich

      Das ist nicht ganz einfach wurde auch schon probiert von FCZ Fans, man hat auch in Embrach gesehen wen jemand beherzt einschreiten will landet man schnell im Spital

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